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Kölner Toyota-Team gewinnt die 24 Stunden von Le Mans

Bei der 90. Austragung der legendären 24 Stunden von Le Mans fuhr das Kölner Toyota Gazoo Racing Team auf dem Circuit de la Sarthe zum fünften Triumph.

Das Kölner Toyota Gazoo Racing Team feiert bei den 24 Stunden von Le Mans 2022 einen Doppelsieg. (Foto: Toyota)
Das Fahrerteam des Toyotas mit der #8, Brendon Hartley, Ryo Hirakawa und Sébastien Buemi (v.l.) jubeln mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Toyota Gazoo Racing Teams Kazuki Nakajima (r.) auf dem Podium den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 2022. (Foto: Toyota)

Nach Doppel-Pole zum Doppelsieg! Bei den 90. 24 Stunden von Le Mans am 12. und 13. Juni 2022 fuhr das Fahrer-Trio Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa im GR010 HYBRID mit der Startnummer #8 ungefährdet zum Sieg in der Klasse der Hypercars und zum Gesamtsieg. 380 Runden, standen für die Mannen vom Kölner Toyota Gazoo Racing Team zu Buche, als Brendon Hartley die Zielflagge sieht.

Den vierten Doppelsieg des Teams in Le Mans machten die Vorjahressieger Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López im Toyota mit der Startnummer #7 perfekt. Sie überquerten mit 2:1,222 Minuten Rückstand als Zweiter die Ziellinie.

Kölner Toyotas dominieren die 24 Stunden von Le Mans

Die beiden Kölner GR010 HYBRID Hypercars dominierten das Feld über die gesamte Renndistanz und lieferten sich dabei einen engen Kampf an der Spitze. Dabei wechselte die Führung im Laufe des Rennens gleich mehrmals. Wobei Verkehr, langsame Zonen und Streckenentwicklung ins Spiel kamen.

„Das letzte Mal, als wir gewonnen haben, war es nicht das Gleiche, weil die Fans gefehlt haben. Diese Erfahrung jetzt ist einfach eine ganz andere“, sagt Hartley nach dem, Rennen. „Außerdem habe ich zum ersten Mal die Zielflagge entgegengenommen. Dieses Gefühl war einfach unglaublich. Bei der Überfahrt der Ziellinie haben mich meine Emotionen übermannt. Ich musste heulen.“

Toyota-Fahrer mit nationalen Rekorden in Le Mans

Sébastien Buemis vierter Sieg stellt einen neuen Siegesrekord für Schweizer Fahrer in Le Mans auf. Gleichzeitig macht der Toyota-Triumph Brendon Hartley mit nunmehr drei Siegen zum erfolgreichsten Le-Mans-Fahrer Neuseelands. Ein erster Sieg für Ryo Hirakawa, bei seiner dritten Le-Mans-Teilnahme – der ersten mit Toyota Gazoo Racing – macht ihn zum fünften japanischen Fahrer, der bei den 24 Stunden von Le Mans in der Mitte des Podiums steht.

Beim Start der 24 Stunden von Le Mans behaupten die beiden Toyotas die Führung gegen die Autos von Glickenhaus Racing. (Foto: Toyota)
Beim Start der 24 Stunden von Le Mans behaupten die beiden Toyotas die Führung gegen die Autos von Glickenhaus Racing. (Foto: Toyota)

Pech für den Toyota mit der Startnummer #7

Vom Start weg dominierten die beiden Toyotas das Rennen. Die Hypercar-Konkurrenz von Glickenhaus und der grandfathered LMP1 von Alpine konnte nicht mit den Kölner GR010 HYBRID Hypercars mithalten. Bereits nach wenigen Stunden hatten die Kölner einen komfortablen Vorsprung auf die Hypercar-Glickenhaus #708 und #709 herausgefahren. Beide Toyotasfuhren die meiste Zeit nur wenige Sekunden voneinander entfernt, sodass es beim ersten Boxenstop zum Führungswechsel kam.

Motorprobleme nicht so schwerwiegend

Aber das Gesicht des Rennens änderte sich entscheidend in Runde 256, als José Maria López das den führenden Toyota mit der Nummer 7 nach einem Problem mit dem Frontmotor an den Rand der Strecke zog. Nach einem System-Reset konnte der Argentinier den GR010 HYBRID jedoch in die Box zurückfahren, wo weitere Resets das Problem lösten. Danach konnte der Toyota mit der #7 wieder mit normaler Renngeschwindigkeit weiterfahren, wenn auch fast eine Runde hinter dem neuen Führenden Brendon Hartley im #8 GR010 HYBRID. Immerhin: In der letzten halben Stunde gelang Lopez sogar noch die schnellste Runde des Rennens.

Alpine mit einem Rennwochenende zum Vergessen

Brendon Hartley hatte nach seiner spektakulären Last-Minute-Hyperpole am Donnerstag die Ehre, die Zielflagge zu nehmen und die 90. 24 Stunden von Le Mans zu gewinnen. José Maria López folgte nur wenig später. In der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2022 hat das Toyota-Team aus Köln-Marsdorf nach drei Rennen die Spitze der Herstellerwertung inne, 22 Punkte vor Alpine.

Die Fahrerwertung ist offen, die #8-Crew liegt nur drei Punkte hinter dem führenden Alpine-Trio (Andre Negrao/Nicolas Lapierre/Matthieu Vaxiviere). Alpine spielte bei den 24 Stunden von Le Mans übrigens gar keine Rolle. Deren angepasstes, altes LMP1-Auto plagten bereits früh im Rennen technische Probleme. Später kassierte das Team dann außerdem eine Strafe und krachte schließlich am Sonntag auch noch in die Leitplanken.

FIA WEC kehrt im Juli auf die Strecke zurück

Beim 6-Stunden-Rennen von Monza am 10. Juli wird der Fokus wieder auf den Kampf um die WM-Ehren in nur vier Wochen gerichtet sein.

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