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Toyota in Sebring mit Licht und Schatten

Toyota Gazoo Racing startete mit einem Podiumsplatz und einem Totalausfall in die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2022 beim 1000-Meilen-Rennen von Sebring.

Da war die Welt noch in Ordnung: Beide Toyota GR010 Hybrid bei den 1000 Meilen von Sebring in Renn-Action (Foto: Toyota)
Da war die Welt noch in Ordnung: Beide Toyota GR010 Hybrid bei den 1000 Meilen von Sebring in Renn-Action (Foto: Toyota)

Der Start der FIA-Langstrecken-WM in Sebring (Florida) bot für das Kölner Toyota Gazoo Racing Team Licht und Schatten. Zwar setzte sich die Siegesserie des GR010 Hybrid Hypercar in der WEC nicht fort, doch Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa brachten ihren GR010 Hybrid mit der Startnummer 8 als Zweite ins Ziel. Sieger des Rennens, das aufgrund einer Gewitterwarnung zehn Minuten vor Ablauf der siebten Stunde vorzeitig abgebrochen wurde, war das Signatech Alpine-Team.

Toyota #7 scheidet nach Crash aus

Mitte des Rennens hatte José María López mit dem TOYOTA GR010 HYBRID HYPERCAR #7 einen heftigen Unfall. Der Argentinier blieb unverletzt und konnte das havarierte Fahrzeug aus eigener Kraft verlassen. (Foto: IMAGO / PanoramiC)

Die Schattenseite des Rennwochenendes: Die Weltmeister Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López brachten den Toyota mit der Startnummer 7 nicht ins Ziel. José kollidierte Mitte des Rennens mit einem überrundeten GT-Auto und berührte danach die Reifenbarriere. Er versuchte, das beschädigte Auto zurück an die Box zu bringen. Aufgrund der Beschädigung konnte er das Auto jedoch nicht kontrollieren, sodass er nur wenige Kurven später erneut heftig gegen die Leitplanke krachte. Zum Glück konnte López das Auto nach dem Crash unverletzt und ohne Hilfe verlassen. Dies war das erste Mal seit Le Mans 2017, dass das Auto nicht ins Ziel kam.

„Ich habe den Schaden am Auto falsch eingeschätzt.“

José María López

„Ich war gut unterwegs, doch leider bin ich mit einem GT-Auto in Berührung gekommen und habe die Front beschädigt“, berichtet José María López. „Ich habe versucht, mich so schnell wie möglich zu erholen, aber ich habe den Schaden am Auto falsch eingeschätzt. Als ich mich der Kurve 14 näherte, fiel die vordere Karosserie aufgrund des Schadens herunter. Ich konnte nicht richtig lenken oder bremsen, also bin ich direkt in die Leitplanken gefahren. Es war eine große Sache, aber das Auto ist sehr sicher, dafür bin ich dankbar. Danke an die Mediziner und alle hier in Sebring, die sich um mich gekümmert haben. Alles ist in Ordnung und ich bin bereit für die 12 Stunden am Samstag. Das Team und meine Teamkollegen tun mir einfach wahnsinnig leid.“

Renn-Unterbrechung ruiniert die Toyota-Taktik

Infolge des Crashs wurde das Rennen für 34 Minuten mit der roten Flagge unterbrochen, was sich als unglückliches Timing für den Toyota mit der Nummer 8 erwies. Denn Brendon Hartley musste deshalb während des Safety-Car-Neustarts einen Nottankstopp einlegen, bevor er erneut die Box aufsuchen konnte, um einen vollständigen regulären Boxenstopp einzulegen. Da war das Rennen gerade wieder aufgenommen worden.

Trotz aller Widrigkeiten des Rennwochenendes in Sebring schafften es die Piloten des Toyota GR010 Hybrid mit der Nummer 8, Ryo Hirakawa, Brendon Hartley und Sébastien Buemi (v.l.) als Zweitplatzierte aufs Treppchen. (Foto: Toyota)
Trotz aller Widrigkeiten des Rennwochenendes in Sebring schafften es die Piloten des Toyota GR010 Hybrid mit der Nummer 8, Ryo Hirakawa, Brendon Hartley und Sébastien Buemi (v.l.) als Zweitplatzierte aufs Treppchen. (Foto: Toyota)

Balance-of-Performance-Regelung bremst beide Toyotas ein

Gleichwohl hatte das ganze Rennen über keiner der beiden Toyotas eine Chance, ernsthaft um den Sieg zu kämpfen. Dies hatte sich bereits in der Qualifikation abgezeichnet. Zu groß war das Leistungsbilanzdefizit aufgrund der Balance-of-Performance-Regelung gegenüber der Konkurrenz. „Die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2022 (WEC) und das zweite Jahr der Hypercar-Herausforderung hat begonnen. Im ersten Rennen, in dem Kamui Teamvertreter wurde, verloren wir Auto Nr. 7, das er selbst fährt, und Auto Nr. 8 fuhr bis zum Ende weiter, konnte aber nicht gewinnen“, konstatiert Akio Toyoda, Gründer des Toyota Gazoo Racing Teams. „Ich hoffe, dass alle Fahrer, Ingenieure und Mechaniker nachdenken und sich das gesamte Team für die nächsten Rennen in Spa und in Le Mans im Juni verbessern werden.“

„Beide Autos konnten auf dem gleichen Niveau mithalten, aber uns fehlte etwas Leistung.“

Kamui Kobayashi

„Für den Rest der Saison werden wir weiter kämpfen und die Grenzen des Autos verschieben“, verspricht Kamui Kobayashi, der in dieser Saison gleichzeitig als Teamchef und als Fahrer des Autos mit der Nummer 7 fungiert. „Der wichtige Punkt ist, dass es José gut geht. Beide Autos konnten auf dem gleichen Niveau mithalten, aber uns fehlte etwas Leistung. Also müssen wir überlegen, wie wir uns verbessern und als stärkeres Team zusammen mit den Fahrern zurückkommen können.“