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Viktoria: Jugend auf ein neues Level

Quelle: Viktoria Köln

Der FC Viktoria Köln gehört schon jetzt zu den besten Nachwuchsabteilungen Kölns.

Der FC Viktoria Köln hat sein Jugendkonzept strukturell überarbeitet und will zum lizensierten Nachwuchsleistungszentrum werden. Lesen Sie hier nach wie das in naher Zukunft funktionieren soll.

Viktoria Köln ist die Nummer zwei im Kölner Fußball. Die Entwicklung, die im Senioren-Bereich noch auf sich warten lässt, ist in der Jugend bereits in vollem Gange. Seit der Installation von Klaus Pabst als Jugendleiter im Herbst 2012 hat der ehemalige FC-Nachwuchscoach die Nachwuchsarbeit der Höhenberger neu strukturiert und will dem Verein das Prädikat „Nachwuchsleistungszentrum“ einbringen. Jetzt kommt raus: Der große Traum ist bereits in greifbarer Nähe. „Von der Trainerbesetzung, den Kooperationen und der Struktur her sind wir bereit für den Schritt. Lediglich in Sachen Infrastruktur muss noch etwas passieren“, verrät Pabst gegenüber Köln.Sport. Das ewig junge Thema „Umbau des Kabinentraktes“ wurde mit der Grundsteinlegung am 14. Dezember endgültig in die Tat umgesetzt, damit wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung getan. „Wenn wir dann noch den Mangel an Plätzen lösen, kann der Antrag gestellt werden“, erklärt Pabst. Aktuell teilen sich sämtliche Jugendteams den einen Kunstrasen-Platz auf der Rückseite der Haupttribüne des Sportparks, auf dem auch die Regionalliga-Mannschaft häufig trainiert. Zwar gibt es einen klaren Belegungsplan und schnelle Abläufe beim Übergang zwischen den Einheiten, aber unterm Strich bleibt die Erkenntnis. Für einen Trainingsablauf auf Profibedingungen herrscht zu viel Verkehr. Mindestens ein neuer Platz muss her, der optimale Ort und die Finanzierung soll zeitnah geklärt werden.

 

Wohin den Verein das Zertifikat bringen würde, scheint klar zu sein. Die Viktoria könnte sich als Ausbildungsverein gleich hinter den Zentren des FC und Bayer Leverkusen platzieren und kommende Zweit- und Drittligaspieler selbst produzieren. „An Bayer und dem FC kommen wir nicht vorbei. Aber Viktoria soll so sexy werden, dass für Spieler, die es dort nicht schaffen, gleich klar ist, wo sie hin wollen“, so Pabst. Einen ersten Vorgeschmack darauf haben die Verantwortlichen schon bei den letzten Probetrainings bekommen, bei denen der Andrang stets zwischen 150 und 180 Jugendlichen lag. Eine Größenordnung, die sonst nur beim 1. FC Köln denkbar ist.

Doch Quantität ist nicht der Faktor, den die Nachwuchsabteilung der Viktoria eigentlich anstrebt, mehr Wert wird auf Qualität gelegt. Und für die werden alle Kanäle geöffnet. Seit dieser Saison stehen den Jugendlichen bei der Viktoria erstmals gleich vier hauptamtliche Mitarbeiter zur Verfügung, neben Pabst die Trainer Manfred Schadt, Christopher Gonska und Marian Wilhelm. Die beiden Letztgenannten sind dabei für die Grundausbildung der jüngsten Jahrgänge verantwortlich.

Darüber hinaus hat die Verpflichtung von Klaus Pabst, Gründer der Jugend-Fußball-Schule in Müngersdorf, große Türen geöffnet: So wurden für die laufende Spielzeit erstmals zwei Mannschaften der Viktoria und der Fußballschule zusammengelegt. Die neue U 16 (Jahrgang 1998) hätte aus Sicht der Vereinsführung sogar gute Chancen, sich in der Bundesliga zu behaupten, sollte der Aufstieg in diesem Jahr gelingen. Synergien wie diese sollen in Zukunft regelmäßig hergestellt werden. Dann wohl auch mit einem stärkeren Einfluss der Viktoria-Jugend. Das Jugendkonzept wurde zwar auf professionellere Beine gestellt, doch bis die Maßnahmen greifen, ist Geduld gefragt. Dann jedoch kann sich die Viktoria in jedem Jahr bei der Jugendfußballschule bedienen und aus zwei top Teams die besten Spieler zu einer Mannschaft formen: Bei den Strukturen der JFS quasi eine Garantie für langfristigen Erfolg im Jugendbereich.

Und von dem soll mittelfristig die erste Mannschaft profitieren. Die neuen Mike Wunderlichs sind in der Mache. Die Jugendarbeit könnte das Projekt FC Viktoria Köln auf ein neues Level heben.