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Horstmann nimmt Abschied vom FC

Quelle: IMAGO

Bereits morgen wird Claus Horstmann das Geißbockheim zum letzten Mal in offiziellem Amt verlassen.

Morgen ist der Tag gekommen: Geschäftsführer Claus Horstmann verlässt nach fast 14 Jahren den 1. FC Köln, vier Monate vor dem Vertragsende. Alexander Wehrle, selbst von Horstmann angelernt, nimmt seinen Platz als Geschäftsführer ein.

Der gelernte Diplom-Ingenieur musste nach der Entlassung des Sportdirektors Volker Finke den Niedergang des 1. FC Köln alleine meistern, was in seiner Wutrede in Augsburg zum Ausdruck kam. Zu diesem Zeitpunkt stand nach Aussage Horstmanns sein Rücktritt aus dem Profifußballgeschäft schon fest. „Weil sich der Erfolg eines Fußballvereins ausschließlich am Tabellenstand bemisst“, so Horstmann.

 

Seine Karriere beim 1. FC Köln war reiner Zufall, nachdem er zehn Jahre bei der Bundeswehr arbeitete, Maschinenbau studierte und als Technik-Manager beim Freizeitunternehmen Center-Parcs tätig war. „Dazu gehörte auch, dass man keinen Kölner und keinen Fußballer suchte“, sagte Horstmann, der als Kind nur gelegentlich das Stadion des FC Schalke 04 besuchte.

Doch dem 48-jährigen brachten seine wirtschaftlichen Führungsqualitäten großes Ansehen beim FC. Die heutigen 30 Millionen Schuldenlast des Vereins lassen sich hauptsächlich auf die sportlichen Turbulenzen der letzten Jahre zurückführen. Präsident Werner Spinner und Aufsichtsrat Dr. Karl-Ludwig Kley sprachen Horstmann gestern ihre Dankbarkeit für „unermüdlichen Einsatz und die mit Umsicht und Kompetenz ausgeübt Arbeit“ aus.

Ein öffentliches Statement zu seinem Abschied möchte Claus Horstmann jedoch nicht geben, er beließ es bei den Worten „Es ist ein Zeichen von Charakter, wie man mit manchen Dingen umgeht, und wie man eine Position verlässt. Da die zehn Jahre bei der Bundeswehr nicht spurlos an mir vorübergegangen sind, tue ich es diszipliniert und im Sinne des Clubs. Ich gehe, wie ich gekommen bin: leise.“