fbpx

Ziel Klassenerhalt: Ein hartes Stück Arbeit

Quelle: imago

Die Gummersbacher (hier Christoph Schindler) sind zurück im Training

Der VfL Gummersbach trainiert wieder. Seit Montag wird vormittags gelaufen oder im Kraftraum gearbeitet. Am Abend kommt dann der Handball ins Spiel.

 

Mit diesem Programm bestreitet der aktuelle Tabellen-Sechzehnte der TOYOTA Handball-Bundesliga in den nächsten Tagen die Vorbereitung auf den Liga-Neustart am 8. Februar in Großwallstadt.

Dabei muss Trainer Emir Kurtagic vorerst auf die DHB-Auswahlspieler Adrian Pfahl und Patrick Wiencek verzichten, die am Freitag in Richtung Serbien zur Europameisterschaft starten. Der Ungar Barna Putics und der Franzose Kentin Mahé sind ebenfalls mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Für beide würde sich der VfL-Trainer freuen, wenn sie noch auf den EM-Zug aufspringen könnten. Vor allem VfL-Shootingstar Mahé hat im Team des amtierenden Welt- und Europameisters Frankreich aber jetzt noch härtere Konkurrenz bekommen. Die Stars Michel Gigou and William Accambray sind wieder fit. „Für uns wäre es natürlich nicht das Schlechteste, wenn die Trainingsgruppe ab der kommenden Woche ein wenig größer wäre“, bemerkt Kurtagic.

Denn zeitweise muss er auch auf Dennis Krause verzichten, der vormittags in der Reha arbeitet, um die Muskulatur rund um das nach dem Kreuzbandriss immer noch angeschlagene Knie zu stärken. Vjenceslav Somic meldete sich gestern zudem mit einer Magen-Darm-Grippe ab. Nur eingeschränkt nimmt derzeit auch Christoph Schindler am Training teil. Dessen Sprunggelenk hätten die zwei Wochen absolute Ruhe gut getan, so Mannschaftsarzt Dr. Jochen Viebahn. Gemeinsam mit der Praxis von Dr. Müller-Wohlfahrt in München, wo Schindler heute untersucht wird, wird jetzt ein spezielles Trainingsprogramm entworfen, damit der VfL-Regisseur endlich wieder schmerzfrei spielen kann.

Mit den bisherigen Leistungen der etwas dezimierten Trainingsgruppe ist Emir Kurtagic aber zufrieden: „Die Jungs sind sehr engagiert, brennen darauf, ab Februar zu zeigen, dass sie es besser können als in der Hinrunde. Wir glauben fest daran, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“ Aber es gebe kein Vertun, dass die Aufgabe sehr schwer werde. „Das Programm nach der EM-Pause ist hart. Großwallstadt (8. Februar, 20.15 Uhr) hatte in der Hinrunde auch Probleme, mit drei Siegen in Folge gegen Hildesheim, Göppingen und Hüttenberg kurz vor dem Jahreswechsel hat der TVG aber einen starken Schlussspurt hingelegt. Melsungen (15. Februar, 20.15 Uhr) und Magdeburg (03. März, 15.00 Uhr) waren in der Hinrunde zu stark für uns. Wir wissen also, was wir besser machen müssen. Und Ausrutscher dürfen wir uns eigentlich nicht mehr erlauben.“

Ende Januar reist der VfL-Tross nach Frankreich. Wie schon während der Sommer-Vorbereitung testen die Gummersbacher gegen den französischen Erstligisten US Dunkerque (Dünkirchen). Diesmal auswärts: Am 28. Januar um 20.00 Uhr ganz in der Nähe von Dünkirchen im Salle Robert Pruvot in Grand Fort Philippe, einen Tag später um 15.30 Uhr im Coliseum des etwa zwei Autostunden entfernten Amiens. Die Franzosen, die das letzte Aufeinandertreffen im Sommer deutlich mit 34:21 fürs sich entscheiden konnten, sind aktuelle Tabellenvierter der D1M, neun Punkte hinter dem Tabellenführer Montpellier. Außerdem steht die Mannschaft von Trainer Patrick Cazal im Achtelfinale des EHF-Cups. Am 12. und 18 Februar spielen sie gegen Skjern Handbold aus Dänemark.

Zwischen den Trainingseinheiten wird auch Emir Kurtagic ab Sonntag gespannt nach Serbien schauen. Seine Erwartungen? „Obwohl Frankreich Verletzungssorgen hat, sind sie für mich wieder der absolute Top-Favorit. Die Franzosen haben die letzten Großereignisse dominiert. Weitere Titel-Kandidaten sind Dänemark, Spanien und Kroatien.“ Und was ist drin für die deutsche Mannschaft unter dem neuen Bundestrainer? Reicht es für die Teilnahme an der Olympia-Qualifikation? „Eine EM ist immer schwerer als Olympia oder WM, es gibt keine leichten Spiele. Entscheidend für Deutschland werden die Gruppenspiele sein und wie viele Punkte man mitnehmen kann. Die Gruppe ist nicht leicht, aber grundsätzlich hat das Team genug Potential, um jeden Gegner zu schlagen. Ob es am Ende für Olympia reicht? Ich wünsche der Mannschaft in jedem Fall den größtmöglichen Erfolg und hoffe sehr, dass Deutschland in London dabei sein wird.“