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Viktoria schlägt Leverkusen mit 3:1

Quelle: IMAGO

Viktorias Trainer Heiko Scholz darf sich über den zweiten Saisonsieg seines Teams freuen.

Vor gut 1700 Zuschauern im Sportpark Höhenberg entscheidet Mike Wunderlich mit zwei Toren das kleine Derby fast im Alleingang. Leverkusens Reserve wehrt sich nach dem Platzverweis von Mirko Casper tapfer, wird aber nicht belohnt.

Im ersten Heimspiel der neuen Saison in der Fußball-Regionalliga dauerte es bis zur 41. Minute, ehe sich Viktoria Köln mit dem Führungstreffer für die Überlegenheit der ersten Hälfte belohnte. Nach einem Steilpass von Marius Schultens brachte Bayer-Verteidiger Mirko Casper im Strafraum seinen Gegenspieler David Müller zu Fall. Schiedsrichter Martin Thomsen entschied auf Elfmeter und Rot für den Übeltäter, eine sehr harte Entscheidung. Viktorias Kapitän Mike Wunderlich, der drei Minuten vorher bereits mit einem tollen Schuss den Innenpfosten getroffen hatte, ließ sich davon nicht irritieren und traf mit seinem zweiten Saisontor zur Führung, mit der es auch in die Pause ging. „In dieser Situation stand der Schiedsrichter besser“, wollte Bayer-Coach Ralf Minge nach dem Schlusspfiff nicht bewerten. Doch es war ihm anzusehen, dass ihn die Szene auch nach der turbulenten Partie noch beschäftigte.

Seine Schützlinge jedoch machten die Unterzahl in den zweiten 45 Minuten so gut wie vergessen. Gegen eine Viktoria, die sich nun aus unerklärlichen Gründen etwas zu weit zurückzog, kam Bayer besser in die Partie und nach einer Stunde zum Ausgleich. In einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Viktoria behielt Tobias Steffen den Überblick und beförderte den Ball in Richtung Tor. Von der Unterkante der Latte prallte der Ball auf bzw. hinter die Torlinie, das Schiedsrichter-Gespann entschied auf Tor für Bayer. Erst in der Schlussphase besann sich die Viktoria wieder auf ihre Stärken und kam durch viele lange Bälle des agilen Wunderlich immer wieder zu guten Situationen. In der 77. Minute spielte Viktorias Nummer 8 im Strafraum einen klugen Doppelpass mit David Müller, der anschließende Rechtsschuss von Wunderlich landete genau im rechten Eck des Bayer-Gehäuses.. Nur wenige Minuten später hätte Wunderlich seinen dritten Treffer erzielen müssen, seinen Schuss aus gut zehn Metern wehrte Leverkusens Torwart Niklas Lomb allerdings mit einer hervorragenden Parade ab.

Die Entscheidung musste also bis in die Nachspielzeit warten. Dann bediente der eingewechselte Manuel Glowacz seinen Kollegen David Müller mit einer präzisen Flanke und der zweifache Vorbereiter musste nur noch den Kopf hinhalten. „In der zweiten Halbzeit muss man Bayer ein großes Kompliment machen, da hat man den zahlenmäßigen Unterschied nicht gemerkt. Der Elfmeter hat uns natürlich in die Karten gespielt, aber im Endeffekt war der Sieg verdient“, meinte Viktoria-Trainer Heiko Scholz nach dem Spiel. Auch Ralf Minge war mit seinem Team zufrieden. „Die Jungs haben diese Ausnahmesituation angenommen und das toll gemacht. Vielleicht hätten wir sogar einen Punkt verdient gehabt, aber im Fußball zählen die Tore.“

Viktoria Köln: Poremba – Eichmeier, Kukielka, Propheter, Cozza – Schultens, Voigt (71. Candan) – Müller, Wunderlich, Schlösser (71. Glowacz) – Bouhaddouz (58. Yohoua).

Bayer II: Lomb – Riedel, Casper, Zenga, Kohr (58. Hirsch) – Mandt, Pusch – Aydin (83. Al Ghaddioui), Dürholtz, Steffen – Siefkes (68. Yesil).

Tore: 1:0, 2:1 Wunderlich (41., FE, 77.), 1:1 Steffen (59.), 3:1 Müller (90.+1).

Rote Karte: Caspers (41.).