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Liga-Pflicht und Pokal-Kür

Quelle: Martin Miseré

Kölns Außenangreiferin Marina Wagner packte im Block im letzten Saisonspiel gegen Bochum energisch zu.

Ein besonderes Wochenende liegt vor den Volleyballerinnen des FCJ Köln. Am Samstag tritt das Team in der Liga beim Aufsteiger Borken-Hoxfeld an, bevor einen Tag später das Pokal-Qualifikationsspiel beim Zweitligisten Emlichheim ansteht.

Um sich darauf optimal vorzubereiten, wird die Mannschaft bereits in der Nähe von Emlichheim übernachten, so dass eine lange Anreise vor dem Pokalspiel beim Regionalpokalsieger Nordwest entfällt.

„Die Mannschaft ist sehr froh, dass Sponsor Thomas Bartel und der Verein uns dies ermöglicht – in der dritten Liga ist das Übernachten vor dem Spiel keine Selbstverständlichkeit“, freut sich Kölns Kapitänin Elvira Mauch über die professionellen Begleitumstände.

Doch bevor die Pokal-Kür lockt, muss zuvor erst die Pflicht in der Liga erfüllt werden. Und da ist Borken-Hoxfeld kein Gegner, gegen den ein Sieg schon als sicher eingefahren gilt. Nach holperigem Saisonstart, allerdings auch gegen schwere Gegner, konnten die Borkenerinnen die letzten beiden Spiele sogar ohne Satzverlust gewinnen und scheinen somit in der Regionalliga angekommen zu sein.

Köln wird im Gegensatz zum letzten Spiel personell aus den Vollen schöpfen können – Libera Elvira Mauch und Mittelspielerin Silke Schrieverhoff sind am kommenden Wochenende wieder mit an Bord. Mit einem Sieg wollen die Kölnerinnen natürlich weiteres Selbstvertrauen für die schwere Aufgabe am nächsten Tag tanken.

Am Sonntag sind die Kölnerinnen im Gegensatz zum Samstag klarer Außenseiter. Mit Emlichheim steht der derzeitige Tabellendritte der zweiten Bundesliga Nord als Gegner auf dem Parkett. „Natürlich ist Emlichheim in diesem Spiel der klare Favorit. Dennoch sehe ich unsere Chancen bei 30 Prozent – das heißt, möglich ist da schon etwas“, gibt sich der Kölner Trainer optimistisch.

Gewarnt werden die Emlichheimerinnen sein – im Vorbereitungsturnier in Gladbeck verlor das Zweitligateam glatt mit 0:2 gegen die klassentiefere Mannschaft aus Köln. „Das ist schon alles kalter Kaffee“, gibt Jimmy Czimek nichts auf die Vergangenheit.

„Emlichheim wird uns Ernst nehmen, schließlich darf sich der Gewinner über ein Heimspiel gegen Vilsbiburg, den deutschen Meister von 2010, freuen. Ich wünsche mir am Sonntag einfach ein hochklassiges Spiel, in dem wir uns endlich einmal wieder mit einem Zweitligisten messen können. Das macht immer Spaß“, freut sich der Kölner Trainer auf die Partie.

Und wenn sich die Mannschaft ähnlich kämpferisch gibt, wie in den vergangenen Spielen, vielleicht gelingt ja auch eine kleine Pokalüberraschung und erstmals der Einzug ins Achtelfinale des Deutschen Volleyball-Pokals.