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Kölsche Jugendspieler im Polizei-Visier

Quelle: Archiv

Auch auf den Amateurplätzen in Köln kann es hoch her gehen – oft aber vollkommen überzogen und mit gefährlichen Folgen.

Bei einem A-Jugendspiel sollen drei Akteure von Germania Ossendorf einen Kontrahent vom TuS Langel bewusstlos geschlagen haben – sie müssen sich nun wegen Körperverletzung verantworten. Damit die Situation bei der Partie nicht komplett eskaliert, hatte am Montag sogar die Polizei ausrücken müssen.

Die schlimme Geschichte nahm ihren Lauf, als beim A-Jugendspiel Germania Ossendorf gegen den TuS Langel der eigentlich angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen war. Deshalb erklärte sich Stefan Scheuß, Trainer der Gäste, bereit, die Partie als Unparteiischer zu leiten. Das funktionierte bis in die zweite Halbzeit hinein dann auch gut. Als seine Mannschaft dann innerhalb weniger Minuten drei Tore erzielte, soll bei den Ossendorfer Spielern und Zuschauern das Frustpotenzial gestiegen sein.

 

In der 60. Minute musste Scheuß einen Ossendorfer Akteur wegen groben Foulspiels des Feldes verweisen. „Anschließend bin ich fortwährend von Betreuern und Zuschauern aus Ossendorf bedroht und beleidigt worden. Bei fast jedem Zweikapf sind die Ossendorfer Spieler auf die Knochen gegangen“, äußerte sich Scheuß gegenüber der „Kölnischen Rundschau“. Etwa 20 Minuten nach dem Platzverweis – ein Spieler hatte ihm gerade den Ball in den Unterleib zu werfen versucht – sah er sich gezwungen, die Partie abzubrechen, woraufhin die Emotionen zwischen den Spielern hochkochten. Drei Ossendorfer Spieler sollen dabei einen Akteur als Langel kurzzeitig bewusstlos geschlagen haben, ein anderer verlor bei Attacken ein Teil eines Zahns. Die Polizei musste ausrücken, die verdächtigen Spieler werden sich wohl wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen.

Der Vorstand von Germania Ossendorf hat unterdessen bereits reagiert und eine Entschuldigungsmail an den TuS Langel geschickt. Drei jugendlichen Zuschauern wurde darüber hinaus ein Platzverbot über drei Jahre erteilt.