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FC schmeißt Wilde Horde raus

Foto: imago

Nun ist es offiziel: Die

Am Morgen durchsuchte die Polizei ein Vereinsheim und 21 Wohnungen von Anhängern der „Wilden Horde“ in der gesamten Region. Als Konsequenz aus den Funden entzieht der 1. FC Köln der „WH“ den Status eines offziellen Fanclubs.

Wohnungen von Mitgliedern der „Wilden Horde“ sowie das Vereinsheim des Fanclubs wurden in den frühen Morgenstunden von der Polizei durchsucht. Und das nicht nur in Köln. Auch in Kall, Wipperfürth, Zülpich, Nettesheim, Dernau und Bergisch Gladbach lagen diverse Wohnungen im Fokus der Beamten.

Bei der Razzia suchten die Polizei und die Staatsanwaltschaft nach Beweismitteln, die zur Aufklärung des Angriffs von Kölner Chaoten auf den Mönchengladbacher Fan-Bus führen könnten. Die Hoffnungen liegen dabei vor allem auf Handyfotos und -Videos, die die Anhänger wohlmöglich bei der Tat aufgenommen haben.

Gefunden haben die Beamten zunächst allerdings was ganz anderes. Sie stellten bei der Durchsuchung Rauschgift „in nicht geringen Mengen“, verbotene Pyrotechnik und Schlagstöcke sicher. Wie Polizeisprecher Lutz Flaßnöcker berichtete, wurden 18 Verdächtige zur erkennungsdienstlichen Behandlung mitgenommen. Jedoch seien keine Haftbefehle vollstreckt worden.

Die Mitglieder der Kölner-Ultra-Fangruppierung „Wilde Horder 1996″ stehen im dringenden Verdacht, einen Fan-Bus der Borussia angegriffen zu haben. Der Vorfall ereignete sich am Abend des 4. März. Bevor die Angreifer den Bus auf dem Rastplatz Siegburg-Ost attackierten, bremsten und manövrierten sie den Reisebus auf der A3 in haarsträubenden Manövern aus.

„Wilde Horde“ kein offizieller Fanclub mehr

Jetzt hat auch der 1. FC Köln durchgegriffen und entzieht dem Fanclub „Wilde Horde 1996″ den Status als offizieller Fanclub. Ebenso spricht Horstmann gegen die neun Verdächtigen ein langjähriges Stadionverbot aus.

Nach dem zuletzt immer häufiger auftretenden Fehlverhalten einiger Mitglieder der „Wilden Horde“, griff Horstmann nach der heutigen Razzia durch und fällte seine drastischen Entschlüsse. Da half auch die eher ausweichende Stellungnahme der „Wilden Horde“ nicht, da die Polizei diese widerlegte und den Vorsitzenden der Gruppe Christian H. als Fahrer eines an der Tat beteiligten Fahrzeuge identifizierte.

„Angesichts der aktuell im Raum stehenden massiven Vorwürfe gegen Mitglieder der ‚Wilden Horde 1996‘ und weiterer Vorfälle in der Vergangenheit müssen sich alle Mitglieder jetzt die Frage stellen, ob sie ihre Mitgliedschaft aufrechterhalten wollen oder ob sie durch eine Kündigung nicht ein klares Signal der Distanzierung senden möchten“, erläuterte Horstmann und fordert die Prüfung eines Vereinsverbotes durch die zuständigen staatlichen Organe.