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FC: Kein Selbstläufer gegen Darmstadt

Anthony Modeste (1. FC Köln) jubelt mit Filip Mladenovic (ebenfalls 1. FC Köln) über ein Tor

Mit seinen Treffern für den 1. FC Köln enorm wichtig: Torjäger Anthony Modeste
Foto: imago/Jan Huebner

Gegen Darmstadt 98 will der 1. FC Köln den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt machen. Dabei bauen die „Geißböcke“ auf die Unterstützung der Fans und den zweitwichtigsten Stürmer der Liga.

Gelöst war die Stimmung unter der Woche am Geißbockheim: Nach dem wichtigen 3:2-Erfolg in Mainz kann der 1. FC Köln bereits im Heimspiel gegen Darmstadt 98 (Samstag, 15.30 Uhr) den Klassenerhalt rechnerisch perfekt machen. Eindruck hatte bei der fulminanten Aufholjagd der „Geißböcke“ besonders die Unterstützung der Fans gemacht – auch bei FC-Coach Peter Stöger: „Die 4000 Zuschauer, die in Mainz waren, haben uns großartig unterstützt – ich bin lange hier, aber das war außergewöhnlich“, erklärte der Österreicher und wünscht sich eine ähnliche Rückendeckung für das Duell gegen den Aufsteiger im RheinEnergieStadion: „Ich hoffe, dass wir das so am Samstag auch im eigenen Stadion haben werden.“

Denn: Mit Darmstadt wartet eine unangenehme Aufgabe auf die Kölner. Körperlich robust, taktisch exzellent eingestellt und stets mit vollem Einsatz spielend – die Hessen haben die Liga überrascht und dürfen berechtigt vom Klassenerhalt träumen. Besonders auswärts ist die Mannschaft des ehemaligen Kölners Dirk Schuster brandgefährlich, nur Bayern, Dortmund und Leverkusen sammelten auf fremdem Platz mehr Punkte ein. Kaum verwunderlich, dass auch Stöger einen Heimsieg keinesfalls als gesetzt ansieht: „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Wir wissen um die Qualität und die Art und Weise, wie sie spielen. Darmstadt spielt eine unglaublich gute Saison, das hätte ihnen kaum jemand zugetraut“, so der FC-Coach: „Wir haben einen Gegner, der in der Tabelle in unserer Kategorie steht. Ich gehe davon aus, dass es möglich ist, einen Sieg einzufahren. Aber ich warne davor, dass man mit dem Gedanken ins Stadion geht, bei dem Gegner sei das Spiel ein Selbstläufer.“

torjaeger

Quelle: bwin

Dabei bauen die „Geißböcke“ wieder auf ihren Torjäger Anthony Modeste, der seine Durststrecke mit dem sehenswerten Siegtreffer gegen Mainz endgültig ad acta gelegt hat. Durch sein zwölftes Saisontor stellte der Franzose nicht nur seinen persönlichen Bundesliga-Rekord ein, er stieß auch in die Spitzengruppe der wichtigsten Stürmer der aktuellen Saison vor: Wie eine Statistik des Wettanbieters „bwin“ zeigt, ist der 28-Jährige für die entscheidende FC-Treffer in dieser Spielzeit zuständig. Gleich viermal erzielte Modeste den „Game-Winner“ in einer Partie, dazu schoss der Angreifer sein Team noch viermal in Führung. Zweimal traf er zum zwischenzeitlichen Ausgleich und zweimal erhöhte er den Vorsprung der „Geißböcke“ mit einem erfolgreichen Abschluss auf zwei Treffer. Bedeutet: Nur ein einziges „unwichtiges“ Tor (beim 2:6 in Frankfurt) geht auf Modestes Konto. In der Liga erzielt lediglich Bayern Münchens Angreifer Robert Lewandowski noch mehr „wichtige“ Tore.