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Bittere Pleite für die Köln 99ers

Foto: Gero Müller-Laschet

Die 99ers verloren unteranderem wegen zu vieler Turnover

Ein „Turnover“-Festival und eine schwache Trefferquote der Kölner verhinderten einen positiven Start ins Heimspieljahr für die Rollstuhlbasketballer des RBC Köln 99ers Nach einer überraschend schwachen ersten Halbzeit konnte man erst zu Beginn des vierten Viertels ins Spiel finden. Frankfurt spielte über weite Strecken überlegen und gewann mit 57:46.

Das hatte sich Michalis Stergiopoulos bei seinem ersten Auftritt in der Bundesliga seit dem Playoff-Aus gegen Lahn-Dill vergangene Saison mit Sicherheit etwas anders vorgestellt. „Eine ungeduldige Offense gepaart mit zu vielen Turnovern haben uns heute das Leben schwer gemacht“, kommentierte er das Spiel seines Erstligadebüts dieser Saison. Der nach dem Abgang von Mustafa Korkmaz wieder ins Team berufene Stergiopoulos musste zusammen mit dem Team schnell erkennen, dass Frankfurts druckvolle Verteidigung heute des Guten zu viel war. Bereits 11 Ballverluste und eine unterirdische Trefferquote von 29% aus dem Feld zur Halbzeit bestätigten Frankfurts Taktik. Lediglich Frederic Jäntsch konnte in der Halbzeit mit 2 von 2 Würfen und vier Punkten in 4 Minuten die Statistik etwas nach oben korrigieren.

Mit einem 18:35 Rückstand ging es dann in die Halbzeitpause. Doch als man dachte, die Offense könne nur noch besser werden, unterboten die 99ers ihre bisherige Offensivleistung mit lediglich 4 Punkten im dritten Durchgang. Man konnte von Glück sprechen, dass Frankfurt ebenfalls nicht in bester Verfassung war. Ein punktearmes Viertel, das 4:7 ausging bedeutete für die 99ers einen 20-Punkte-Rückstand.

Nun schien das Spiel endgültig vorbei und die meisten Zuschauer schauten erstaunt, als dann zu Beginn des vierten Viertels aus heiterem Himmel die 99ers den richtigen Gang fanden. Treffer von Thomas Becker und Jaap Smid, die jeweils 16 bzw. 18 Punkte im Spiel erzielen konnten, ebneten den Weg für einen 18:4-Lauf der Kölner und das Team aus  Frankfurt, das das Spiel offensichtlich bereits als gewonnen verbucht hatte, sah seinen Vorsprung auf 6 Punkte dahin schmelzen. Die Stimmung in der Halle schien zu kippen und ungläubige Gesichter staunten über die Leistungsexplosion in den ersten 5 Minuten des letzten Viertels. Doch 3 weitere Kölner Turnover und ein unsportliches Foul gegen Marina Mohnen ließ Frankfurt wieder etwas davon ziehen und der Sieg war damit für die Kölner endgültig außer Reichweite.

Ein Sieg für Köln wäre nach der Leistung in den ersten drei Vierteln und 20 Punkten Rückstand fast vermessen gewesen; aber den Fans hätte eine belohnte Aufholjagd mit Sicherheit gefallen. Dennoch muss man den 99ers ein Lob dafür aussprechen, dass sie nicht wie viele in der Halle bereits nach 3 Vierteln aufgegeben haben, sondern fast noch für die Sensation gesorgt hätten. Die starke Phase im vierten Viertel macht die Niederlage aber auch umso ärgerlicher, denn in diesen fünf Minuten sah man auch, wozu die Mannschaft im Stande gewesen wäre. Für Michalis Stergiopoulos bietet sich in der nächsten Woche eine neue Chance den ersten Sieg in seiner neuen Rolle zu feiern.