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Get-Together der Sportgrößen

War in bester Redelaune: Ex-Bayer-Manager Reiner Calmund

War in bester Redelaune: Ex-Bayer-Manager Reiner Calmund

Am Montag war es wieder soweit. Das Fachmagazin SPONSORS lud zum 10. mal zum Clubmanager Summit in die Leverkusener Bayarena. Zu Gast waren prominente Sprecher wie Rainer Calmund und Stefan Kuntz.

„Da haben unsere Marketing-Jungs gute Arbeit geleistet“. Diese Aussage tätigte Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen auf der gestrigen Sponsors Summit Clubmanager in den Räumlichkeiten der BayArena. Gemeint war die Umwandlung des negativ behafteten Begriffs der Werkself, welcher nicht mehr für leere Ränge und schlechte Stimmung steht, sondern für attraktiven Fußball und ein Erlebnis für die ganze Familie.

Es gibt drei Sportarten: Fußball, Fußball und Fußball

Dies muss Jochen A. Rotthaus, der neue Geschäftsführer der Düsseldorfer Eislauf Gemeinschaft (DEG) und früher Verantwortlicher bei der TSG Hoffenheim, nun am eigenen Leib erfahren. Selbst Freikarten für das Spiel am Dienstagabend seiner DEG lassen sich nicht verteilen.

Der Grund liegt auf der Hand. Das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Dienstagabend gegen Irland. Geringe Marketingbudgets, eine unbedeutende Nationalmannschaft und der übermächtige Konkurrent Fußball gibt den deutschen Eishockeymannschaften kaum Luft zum Atmen, sodass nur eine Chance auf Aufmerksamkeit und Popularität besteht – der sportliche Erfolg.

Dieser blieb bei der DEG in den letzten Jahren aus, umso mehr freut man sich über den aktuellen Derbysieg gegen den Lokalrivalen aus Köln, der laut Rotthaus beim nächsten Spiel zusätzlich 1000-1500 Zuschauer in den Düsseldorfer ISS Dome locken wird.

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Diskutierte fleißig mit: FCK-Vorstand Stefan Kuntz

Neben der schwierigen Situation um das Fritz Walter Stadion diskutierten Stefan Kuntz und Marco Klewenhagen, Chefredakteur von Sponsors über die sportliche Lage des Vereins. Geteilter Meinung war Kuntz beim Thema RasenballSport (Red Bull) Leipzig. Er wolle nicht eine Meinung als Vorstandsvorsitzender vertreten, weil die Mitglieder und Fans des Vereins auch nicht einer Meinung sind.

Auch wenn der Fußball sicher immer wieder im Mittelpunkt steht, geht es vor allem darum – und das ist das Ziel des Summits – den Besuchern zu zeigen wie man Vereine und Unternehmen anderen Sportarten zum Erfolg führt, wie man miteinander und voneinander profitieren kann. Ein Beispiel ist hier sicherlich auch das Thema Handball.

Von der Jugend bis zur Spitze – einfach spitze

Der neue Slogan des TBV Lemgo ist nach erfolgreichen Jahren Mitte der 2000er von Christian Sprdlik ins Leben gerufen worden. Nach der finanziellen Krise 2012 nahm der TBV Abstand von teuren, ausländischen Spielern und setzt anstatt dessen auf junge, deutsche Spieler, die der Verein bestmöglich auch selber ausgebildet hat. Mit diesem Konzept und der Hilfe von regionalen Sponsoren konnte sich Lemgo im Mittelfeld der Handballbundesliga etablieren und hat gute Zukunftsaussichten.

Auch andere Sportarten kamen zu Wort: Holger Kaiser (m., Handball-Bundesliga) und Mark Schober (r., Deutscher Handball-Bund)

Auch andere Sportarten kamen zu Wort: Holger Kaiser (m., Handball-Bundesliga) und Mark Schober (r., Deutscher Handball-Bund)

Ein lobenswertes Konzept, welches zur Zeit vielleicht das Vorzeigeprojekt der Handballbundesliga ist, die allgemein mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen hat, wodurch die Nationalmannschaft in den letzten Jahren nicht mehr konkurrenzfähig war.
Neben dem Handball und Eishockey war auch der Basketball wieder ein großer Schwerpunkt auf der Veranstaltung.

Unter dem Motto „Der nächste Schritt muss her: die Beko BBL auf Wachstumssuche“ erklärten unter anderem René Beck (Leiter Marketing der BBL) und Marko Pesic (Geschäftsführer und Sportdirektor FC Bayern Basketball) wie es in Zukunft mit der Liga und dem Sport an sich weiter gehen wird.

Round Tables mit neuen Experten

Nach der Mittagspause luden die etablierten „Round Tables“ die Teilnehmer des Sponsors Clubmanager Summit zum Diskutieren ein. Themen waren unter anderem Qualitätsmanagement und Zertifizierung oder Markenbildung. Experten wie Reiner Calmund oder Oliver Rau, Direktor Marketing & Vertrieb SV Werder Bremen, gaben Tipps und berichteten von ihrer langjährigen Erfahrungen in ihren momentanen oder ehemaligen Vereinen.

Großer Vorteil der Tables – die Besucher können direkt mit den Referenten sprechen. Dabei fiel immer wieder positiv auf, dass alle Sportarten in gleicher Art und Weise berücksichtigt wurden. Somit hatte der Summit wie immer einen Mehrwert für alle Besucher!

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