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FVM-Pokal: Fortuna reist zum Underdog

Julius Biada (Fortuna Köln) jubelt über seinen Treffer

Wollen auch im FVM-Pokal jubeln: Fortuna Köln um Offensivmann Julius Biada
Foto: imago/Manngold

Als klarer Favorit geht es für Fortuna Köln im Pokal-Viertelfinale zur Sache. Bei Union Schafhausen wollen die Südstädter ihren Traum vom DFB-Pokal aufrecht erhalten. Rheinfussball

Am Mittwochabend reist Fortuna Köln ins Waldstadion Beeck, wo die Viertelfinal-Begegnung des Mittelrhein-Pokals gegen den FC Union Schafhausen ansteht. Der Bezirksligist hat sich im laufenden Wettbewerb den Ruf als Favoritenschreck angeeignet und will auch die Fortuna ärgern.  Die Südstädter des SC Fortuna Köln haben ihre bisherigen Pokal-Aufgaben mit Bravour gemeistert. Während in der ersten Runde Alemannia Aachen glatt 2:0 bezwungen wurde, blieb die Koschinat-Mannschaft auch im Achtelfinale ohne Gegentreffer und schlug den Mittelrheinligisten FC Hürth 3:0. Im Viertelfinale bekommt es die Fortuna mit einem Bezirksligisten zu tun – und tut gut daran, diesen nicht zu unterschätzen.

„Wir haben alles getan, um uns seriös auf dieses Duell vorzubereiten, auch wenn wir Schafhausen nur in einem Testspiel und nicht im Ligabetrieb beobachten konnten. Für uns gibt es kein Alibi, weil alle Argumente, die ein höherklassiger Verein schon mal anführt, bei dieser Partie wegfallen: Für Schafhausen ist es ja auch irgendwie ein Auswärtsspiel, und ein guter Rasen spricht ja auch eher für uns“, betont Fortuna-Coach Uwe Koschinat im Interview mit der „Aachener Zeitung“ vor dem Pokalfight. In Sachen Aufstellung wolle er sich allerdings noch nicht zu sehr in die Karten schauen lassen: „Es wird zwar Veränderungen geben, aber ich will als Trainer nicht signalisieren, dass wir das Spiel mit einer B-Mannschaft und vielleicht dann auch einer B-Einstellung gewinnen können. Ich kann versprechen, dass die Spieler, die auflaufen werden, das Potenzial haben, Teil der Stammelf zu sein.

Wie unangenehm Schafhausen zu bespielen ist, bekamen in der laufenden Pokalsaison nämlich bereits mehrere höherklassig spielende Teams zu spüren. In der ersten Runde erwischte es Landesligist SSV Merten: 1:2 unterlagen die Grün-Weißen den Heinsbergern und verabschiedeten sich damit frühzeitig aus dem Pokal. Auch in der zweiten Runde setzte sich Union gegen den klaren Favoriten FC Blau-Weiß Friesdorf durch und schoss den Mittelrheinligisten 1:0 aus dem Wettbewerb. Diese Erfolge kommen nicht von ungefähr: Schafhausen kann sich vor allem auf eine solide Defensive verlassen. In 15 Ligapartien kassierte die Mannschaft von Jochen Küppers lediglich 14 Gegentreffer und stellt den besten Abwehrverbund der Bezirksliga 4. Union steht im soliden Mittelfeld der Tabelle auf dem siebten Platz und wird wohl weder mit dem Abstieg noch mit den Aufstiegsrängen in Berührung kommen. Umso mehr freuen sich die Schafhausener auf das Pokal-Highlight und wollen den Drittligisten so gut es geht ärgern.

Was das Vorhaben neben der konstanten Form der Fortuna erschweren könnte: Das Pokalspiel ist für Schafhausen die Auftaktbegegnung ins Pflichtspieljahr 2016. Während Fortuna bereits fünf Rückrundenspiele auf dem Buckel hat, startet der Betrieb in den Amateurligen erst am kommenden Wochenende. Einen größeren Brocken als einen Drittligisten zu Beginn des Jahres gibt es wohl kaum. Die Partie, die wegen der sehr schlechten Witterungsverhältnisse am vergangenen Mittwoch abgesagt werden musste, ist die letzte noch ausstehende Viertelfinal-Paarung. Im Halbfinale warten neben Titelverteidiger Viktoria Köln der FC Hennef 05 und Borussia Freialdenhoven auf den Sieger der Begegnung.

Quelle: Judith Zacharias für rheinfussball.de

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