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Wie zu erwarten

Lukas Podolski darf im Punktspiel am Sonntag bei Hannover 96 nicht für den 1. FC Köln auflaufen. Das DFB-Sportgericht hat die Aufhebung Sperre von einer Partie nach der Roten Karte im Heimspiel gegen Hertha BSC heute abgelehnt. Und das, obwohl Schiedsrichter Guido Winkmann ebenso wie sein Assistent Mike Pickel eingestanden hatten, die Situation falsch eingeschätzt zu haben.

Die Sperre bleibt trotzdem bestehen. Aber wer etwas anderes erwartet hat, ist naiv. Es ist wahrscheinlicher, dass sich der Papst plötzlich als Befürworter der Abtreibung outet, als dass der DFB eine Schiedsrichterentscheidung nachträglich ändert.

Tatsachenentscheidung. Unabänderlich. Unanfechtbar. Stur wie ein bockiger Esel hält der größte Sportverband der Welt an seinen antiken Vorstellungen fest. TV-Beweis? Na klar, machen wir. Aber nur, wenn dadurch keine Schiedsrichterentscheidung infrage gestellt wird. Spieler nachträglich für Vergehen sperren, die der Schiedsrichter nicht gesehen hat? Da sin mer dabei!

Der Schiedsrichter hat sich vertan? Egal, das passiert im Eifer des Gefechts schonmal. Schiedsrichter sind schließlich auch nur Menschen. Soweit, so richtig. Aber mit diesem Urteil tut das DFB-Sportgericht niemandem einen Gefallen. Die Autorität der Schiedsrichter wird dadurch ebenso wenig gestärkt wie das Image des Verbandes, der hiermit wohl als erster Sportverband in die Geschichte eingeht, der einen nachweislich Unschuldigen dennoch verurteilt.

Ein Witz! Aber ein schlechter, denn lachen kann darüber keiner mehr.