Köln.Sport

Wettreform: Auf Kosten der Amateure?

Quelle: imago

Die Öffnung des Sportwettenmarkts im nächsten Jahr ist ein Milliardengeschäft. Doch der Amateursport droht, dabei leer auszugehen.

Der Amateur- und Breitensport in Deutschland ist im großen Maße von Abgaben des staatlichen Glücksspielmonopols abhängig. Dieses wird es aber bald so nicht mehr geben. Auch mit Folgen für den kölschen Sport? Im nächsten Jahr wird in Deutschland ein neuer Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten, im Zuge dessen eine Liberalisierung des Sportwettenmarktes erfolgt. Demzufolge dürften künftig auch private Wettanbieter in einem Konzessionsmodell Sportwetten in Deutschland veranstalten.

Das bisherige staatliche Monopol wird somit Geschichte. Um den Markt auch für private Wettanbieter attraktiv zu machen, soll die Wettsteuer von bislang 16,67 auf fünf Prozent des Umsatzes gesenkt werden.

Diese Pläne stoßen jedoch auf Kritik, vor allem bei den Landessportbünden der Republik. Der Grund: Bislang fördern die Landeslotteriegesellschaften den Sport in Deutschland mit jährlich rund 500 Millionen Euro. Somit ist diese „Zweckabgabe“ eine notwendige finanzielle Grundlage für den Amateur- und Breitensport.

Was die Fördermittel angeht, ist die Westdeutsche Lotterie GmbH & Co. OHG, kurz WestLotto, praktisch der Geldhahn für den Breiten- und Amateursport in Nordrhein-Westfalen. So brachte WestLotto im Jahr 2010 allein knapp 92 Millionen Euro für sogenannte zweckgebundene Konzessionsabgaben auf. Insgesamt flossen 40 Prozent davon in den Sport.

„Ein großer Teil der vielfältigen sportlichen Angebote im Land wäre ohne diese Förderung kaum überlebensfähig“, bestätigt Helmut Wasserfuhr vom StadtSportBund Köln (SSBK), dem Dachverband des Kölner Sports. Allerdings, was die künftige Bereitstellung solcher Mittel angeht, ziehen dunkle Wolken auf.

„Wegen des geringen Steuersatzes von fünf Prozent wird der Breitensport sicher weniger Mittel aus Sportwetten erhalten“, prognostiziert Erwin Horak, Chef der Lotto-Gesellschaften der Bundesländer.

Den gesamten Artikel über die Folgen der geplante Reform des staatlichen Glücksspielmonopols für den kölschen Sport lest Ihr in der aktuellen Köln.Sport-Ausgabe #12/2011.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.