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Hallenchaos bleibt auch 2017

Sportunterricht in Notunterkünften? Geht' nicht. Der Sport hat das Nachsehen

Wie lange Kölns Schüler und Vereine noch mit Einschränkungen bei der Sporthallennutzung leben müssen ist weiter ungewiss. (Foto: pa/Johannes Simon,
pa/Karl Josef Hildenbrand)

Nix mehr mit: Es wird alles unternommen, die noch belegten Turnhallen zügig wieder frei zu machen für Schul-, Breiten- und Vereinssport. Jetzt heißt es: Warten! Lange warten!

Es war nur ein kurzer Satz von Oberbürgermeisterin Henriette Reker in einem Interview mit dem Kölner „Express“: „Mein Ziel ist, dass Ende 2017 alle Turnhallen geräumt sind. Wir sind auf einem guten Weg.“

Was soll man dazu sagen?!!

Drehen uns dafür einfach mal schnell um die eigene Achse, schauen nur auf Nordrhein-Westfallen und erinnern uns an die Köln.Sport-Ausgabe 12/2016: „… dass (in NRW) mittlerweile wohl keine Sporthalle mehr von Flüchtlingen belegt ist. In Düsseldorf, Bielefeld und Aachen wurden schon im Frühjahr alle Hallen den Sportvereinen und Schulen zurückgegeben.“

Und in Köln dauert das jetzt noch weitere 13, 14 Monate! Untragbar. Für die Flüchtlinge. Und für die betroffenen Schüler und Schülerinnen, für Freizeit- und VereinssportlerInnen.

Außerdem, heißt „geräumt sind“ auch: Wieder nutzbar für den Sport? Es ist nämlich schon zu hören, dass die Inbetriebnahme der Turnhallen noch weitere Zeit kosten wird. Tage? Wochen? Monate?

Völlig unklar!

Fazit: Beim Thema Hallen lassen die Bürokraten den Sport schon seit Monaten im Regen stehen, und jetzt stellt die Oberbürgermeisterin denen noch öffentlich einen Persilschein aus: Ihr habt Zeit bis Ende 2017!
Eine Ohrfeige für alle Schulen und Sportvereine, denen das Problem schon jetzt das Wasser bis zum Hals stehen lässt!

fw, 17.11.16

Stadt Köln gibt Turnhallen für den Schul- und Vereinssport frei