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Tag der offenen Tür bei Fortuna

Marco Königs (Fortuna Köln) mit einem Erfurter im Kampf um den Ball

Flog gegen Erfurt mit Gelb-Rot vom Platz: Fortuna Kölns Torjäger Marco Königs (l.)
Foto: imago/Eibner

Willkommen zurück im Abstiegskampf: Fortuna Köln kassiert die dritte Niederlage in Folge und muss ob der eklatanten Defensivprobleme den Blick wieder nach unten richten. Rheinfussball

Dritte Niederlage in Folge für die Fortuna in der 3. Liga: Mit 1:3 verlor die Mannschaft von Uwe Koschinat am Samstag vor 1.924 Zuschauern im Südstadion gegen Rot-Weiß Erfurt. Der Vorsprung auf die Abstiegsregion schmilzt dahin und zu allem Überfluss ist Torjäger Marco Königs aufgrund einer Gelb-Roten Karte (84.) beim kommenden Auswärtsspiel in Mainz gesperrt. „Wir haben hochverdient verloren. Die allerschlimmste Geschichte ist dann noch die Gelb-Rote Karte für Marco Königs“, erklärte Koschinat nach der Partie völlig bedient: „Die Zahl der leichten Gegentreffer ist einfach zu hoch. Wir sind da mittlerweile zum Selbstbedienungsladen geworden.“

Schon in den ersten Szenen war klar, wohin die Reise geht. Nach fünf Minuten verzeichneten die Thüringer bereits drei Ecken. Die Erfurter Brückner und Aydin schlugen einen Standard-Ball nach dem anderen gefährlich vor des Gegners Tor. Die Kölner hingegen konnten sich gegen das 5-4-1 der Gäste gar nicht entfalten und waren zunächst nur aus der Distanz in der Lage sich dem gegnerischen Kasten anzunähern, wie beim Fernschuss von Andreas Glockner (7.). Erfurt blieb spielbestimmend. Dahmani hatte dennoch eine Gelegenheit, aber er vergab freistehend nach einem Einwurf, indem er den Ball nicht richtig traf (17.). Eine erneute Ecke brachte dann für die Hausherren den überfälligen Rückstand. Den Ball von Aydin schoss Menz halb volley vom Elfmeterpunkt aus ins Netz zum 0:1 (19.).

Neun Minuten später dann eine in den letzten Wochen allzu oft von den Kölnern gesehene Slapstick-Einlage. Einen weiten Abschlag von Erfurts Keeper Klewin unterlief Bone Uaferro. Der Ball sprang einmal auf und Kamlott köpfte ihn über Keeper Andre Poggenborg hinweg ins Tor zum 0:2. Was die Kölner vorne aufbauten, rissen sie sich hinten wieder ein. Marco Königs vergab eine Chance, als er aus halblinker Position, acht Meter vor dem Tor, am Bein von Klewin scheiterte (31.). Wiederum Königs war es, der dann nach einem Freistoß ungestört aus zehn Metern über die Querlatte köpfte (42.). Und auch Bender war bei einem Fernschuss im Pech, als er nur knapp über die Latte zielte. Kurz danach aber mit dem Halbzeitpfiff der Anschlusstreffer. Eine Bender-Hereingabe leitete Julius Biada gekonnt auf den freistehenden Dahmani weiter, der Klewin aus acht Metern keine Abwehrchance ließ.

In der Pause nahm Trainer Koschinat mit Kusi Kwame und Dennis Engelman gleich beide Außenverteidiger raus. Auf links gab Cimo Röcker sein Drittliga-Debüt für die Fortuna. Cauly Oliveira Souza kam zudem ins Spiel. Lars Bender rückte eine Position nach hinten und verteidigte rechts. Die Fortuna begann nun strukturierter, doch das Kartenhaus fiel spätestens nach zehn Minuten wieder in sich zusammen. Nach einem Ballverlust von Glockner im Spielaufbau rettete Poggenborg gegen den eingewechselten Szimayer (52.). Erneut eine Ecke von Aydin brachte die endgültige Entscheidung. Szimayer nutzte die Konfusion in der Kölner Hintermannschaft mit einem Flugkopfball aus drei Metern zum 1:3 (59.). Danach war die Messe gelesen. Biada schoss einen Freistoß knapp am Lattenkreuz vorbei (72.). Unrühmlicher Höhepunkt war sechs Minuten vor dem Ende die Ampelkarte für Königs wegen wiederholten Foulspiels.

Quelle: Stefan Kleefisch für rheinfussball.de