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Stolperstart für zahme Haie

Quelle: IMAGO

Stolperstart für den KEC: Mit 2:3 nach Penaltyschießen unterliegen die Haie den Nürnberg Ice Tigers

Die neue Saison beginnt für die Kölner Haie wie die alte endete: Mit einer Niederlage. Dabei sah es gegen die Nürnberg Ice Tigers bis 48 Sekunden vor Schluss nach einem Auftakt nach Maß aus.

Der Torschrei, der den Haie-Fans auf den Lippen lag, verstummte nach wenigen Millisekunden. Wie so oft an diesem Abend. Chris Minards Penalty landete am Pfosten – und nicht im Nürnberger Tor, wo er hinsollte. Die Auftaktniederlage gegen die Ice Tigers war somit perfekt – statt möglicher drei Punkte muss sich der KEC dank der 2:3-Pleite nach Penaltyschießen im ersten Saisonspiel mit einem mickrigen Zähler begnügen.

„Ich bin nicht unzufrieden mit dem Spiel, sondern unzufrieden mit dem Ergebnis“, erklärte Haie-Coach Uwe Krupp auf der Pressekonferenz nach der Partie. Denn sein Team hatte es zuvor versäumt, das Spiel in regulärer Spielzeit für sich zu entscheiden. Im starken Auftaktdrittel brachte zwar Alexander Weiß (14.) die Haie mit einem Mann mehr auf dem Eis in Führung, verpasste aber kurz darauf, diese per Penalty auszubauen.

Weiman und das Quäntchen Glück

So haderte auch Krupp nach dem Spiel mit der mangelnden Chancenverwertung: „Du musst die Tore machen, um zu gewinnen. Und das haben wir heute nicht gemacht“, konstatierte der Ex-NHL-Profi. Der Hauptgrund dafür stand im Tor der Gäste: Tyler Weiman ließ die Kölner Angreifer ein ums andere Mal verzweifeln und zog den Haien somit den Zahn.

„Wir haben mit einem sehr guten Torwart und dem nötigen Quäntchen Glück gewonnen“, stellte auch Gäste-Coach Trey Tuomie die herausragende Leistung seines Keepers in den Vordergrund. Doch trotz eines überragenden Schlussmanns sah es bis kurz vor Schluss nach einem Haie-Erfolg aus. Zwar glich Yan Stastny in der 36. Minute für die Franken aus, doch Philip Gogulla brachte den KEC sieben Minuten vor Schluss mit einem Schlagschuss-Hammer in Überzahl wieder in Front.

Das Tor war die Belohnung für ein starkes Schlussdrittel, das die Haie nach allen Regeln der Kunst dominierten. Dennoch: Mitunter sah es zum Saisonstart noch etwas rostig aus, was die KEC-Cracks auf dem Eis boten. Mit Abstimmungsproblemen und technischen Fehlern machten sich die Haie das Leben selbst schwer. Und klappte das Zusammenspiel dann doch, war da immer noch Teufelskerl Weiman.

James rettet Nürnberg in die Overtime

Auch nach Gogullas Führungstreffer hielt er seine Ice Tigers gegen Rückkehrer Müller, Riefers, abermals Gogulla und Weiß im Spiel. Als er dann sein Tor verließ, um einen sechsten Feldspieler auf das Eis zu bringen, war es Connor James, der 48 Sekunden vor Schluss dem starken KEC-Goalie Danny aus den Birken keine Chance ließ und die Nürnberger in die Verlängerung brachte.

Dort tat sich nichts Zählbares, so dass der Extrapunkt im Penaltyschießen ausgespielt werden musste. Dort hatten die Nürnberger das bessere Ende für sich. Dank Weiman. Und dem nötigen Quäntchen Glück – vor allem beim letzten Penalty. Doch die Haie müssen sich nicht grämen: Auch in der vergangenen Spielzeit mussten die kölschen Kufencracks im ersten Saisonspiel ins Penaltyschießen.

Und bereits am Sonntag bietet sich dem KEC die Chance auf Wiedergutmachung, wenn die Adler Mannheim (Start: 17.45 Uhr, auch live auf Servus.TV) zu Gast in der Lanxess Arena sind.