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Rot-Weiss international gefordert

Trifft im Achtelfinale auf das spanische Spitzenteam aus Barcelona: Rot-Weiss-Star Philipp Zeller Foto: imago/Zink

Trifft im Achtelfinale auf das spanische Spitzenteam aus Barcelona: Rot-Weiss-Star Philipp Zeller
Foto: imago/Zink

Am Oster-Wochenende sind die Hockey-Teams von Rot-Weiss Köln im internationalen Einsatz: Die Herren stehen in der EHL einem unangenehmen Gegner gegenüber.

Eine schwere Aufgabe wartet auf die Herren von Rot-Weiss Köln im Achtelfinale der European Hockey League: Beim KO16-Turnier im niederländischen Bloemendaal trifft das Team von Frederik Merz am Gründonnerstag auf Real Polo Barcelona. „Das ist eine offensiv aufgestellte Mannschaft, sehr stark im Eins-gegen-Eins und unangenehm zu spielen“, weiß Merz. „Aber unsere Hintermannschaft ist gut. Es kommt bei uns darauf an, wie wir ins Spiel kommen. Die Spanier stecken schon mitten drin im Liga-Alltag – das ist ein Vorteil in Hinblick auf die Automatismen, die man braucht. Insofern geht es bei uns darum, sofort Vollgas zu geben, um dagegen halten zu können.“

Im gegnerischen Team spielen fast nur spanische Top-Spieler, wozu neben den Alegre-Brüdern vor allem Mittelstürmer Blanco Lleonart gehört, der bei der WM 2014 bester Angreifer der Iberer war. Doch Merz schaut vor allem auf die eigenen Stärken: „Wir stehen im Bundesliga-Vergleich schon sehr gut da. Aber international ist das schon nochmal eine andere Nummer. Zum Glück sind nahezu alle Leistungsträger für diese Aufgabe fit“, so der Kölner Trainer. Sollte Köln die Achtelfinal-Aufgabe gegen die Königlichen aus Barcelona bestehen, winkt die vermeintlich lösbarste Aufgabe im Viertelfinale. Köln würde auf den Sieger der Partie Beeston HC (ENG) gegen den mit etlichen Legionären gespickten EHL-Neuling Royal Daring aus Belgien treffen.

Die Damen des Vereins sind erst am Karfreitag im internationalen Einsatz. Auch ihr Turnier findet in den Niederlanden statt, allerdings in Bilthoven. Gegner
des Teams von Trainer Markus Lonnes wird im Viertelfinale der irische Meister UCD aus Dublin sein. Erstmals sind die Kölnerinnen seit Einführung des neuen Europapokal-Formates der einzige deutsche Vertreter beim Club Champions Cup. In der europäischen Rangliste hatte man den zweiten Startplatz im Oberhaus verloren. Deshalb muss der UHC Hamburg Pfingsten beim B-Turnier im weißrussischen Minsk antreten.

Das ist für Markus Lonnes und seine Mannschaft aber unerheblich. Für sie gilt es, den noch recht unbekannten Gegner aus Irland nicht zu unterschätzen. „Fünf Leistungsträgerinnen sind als Nationalspielerinnen beim Sieg im World-League-Turnier vor Kurzem in Dublin beteiligt gewesen und gehörten dort zu den Top-
Torschützinnen“, weiß Markus Lonnes. „Das ist ganz sicher keine schlechte Mannschaft!“ Die Vorbereitung der Kölnerinnen verlief gut. Lonnes ist mit den gezeigten Eindrücken zufrieden, „aber das hat wenig darüber auszusagen, wie es im ersten Pflichtspiel läuft. Das ist sicher auch unser Nachteil bei diesem Turnier, dass die Gegner alle schon Liga-Spiele absolviert haben.“

Sollte man die erste Hürde nehmen können, würde am Samstag im Halbfinale der Sieger der Partie zwischen Canterbury HC aus England und dem Stichtsche HC aus Holland, der Mannschaft der ehemaligen Kölner Nationalspielerin Maike Stöckel, auf dem Programm stehen. Diese Partie würde vom europäischen Hockeyverband im Internat-Livestreaming gezeigt. Kölner Anhänger, die bereits das Viertelfinale sehen möchten, müssen hingegen die Fahrt nach Bilthoven antreten.