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„Man muss der Realität ins Auge sehen“

Die Auswirkungen der Corona-Krise betreffen die Spieler von Viktoria Köln genau so wie alle anderen Menschen rund um den Globus. Kapitän Mike Wunderlich gibt nun im Interview einen Einblick in seinen Alltag.

Mike Wunderlich kann dieser Tage wie viele seinen Beruf nicht ausüben (Foto: imago images / Herbert Bucco)

Derzeit dreht sich alles um den Coronavirus. Das ist auch für einen Profifußballer eine ungewöhnliche Situation. Mike Wunderlich, der im Normalfall die Spieler von Viktoria Köln als Kapitän aufs Feld führt, hat nun auf der Vereinshomepage einen Einblick in seine veränderten Tagesabläufe gegeben.

„Ich bin fast nur noch zu Hause. Morgens habe ich jetzt ein paar Dinge mehr zu tun, für die ich sonst – wenn ich zum Training gefahren bin – keine Zeit hatte. Ich mache viel mit den Kindern. Sie sind nicht in der Schule, so kann ich zum Beispiel morgens im Garten mit ihnen Fußball spielen“, so der zweifache Familienvater.

Abbruch der Spielzeit nach wie vor möglich

Wunderlich hält sich wie seine Teamkollegen individuell fit. Doch wann es wirklich weitergeht, kann aktuell niemand mit Gewissheit sagen. Der Viktorianer ist sich darüber im klaren, dass ein Abbruch der Spielzeit nach wie vor möglich ist.

„Ich hoffe, dass die Saison zu Ende gespielt wird. Aber man muss der Realität ins Auge schauen: Keiner kann zum heutigen Zeitpunkt sagen, ob sich die Situation um den Coronavirus in den nächsten zwei Monaten entsprechend verbessern wird.“

Keine große Party zum 34.

Aktuell ist der Spielbetrieb der 3. Liga bis zum 30. April ausgesetzt. Danach würde Wunderlich gerne wieder seinem Beruf nachgehen und Tore für die Höhenberger schießen. Priorität haben für den Spielmacher, der morgen seinen 34. Geburtstag in kleinem Kreis feiern muss, momentan aber andere Dinge.

„Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen gesund bleiben. Das gilt natürlich genauso für die eigene Familie. Die Situation verändert sich im Moment fast täglich. Deshalb sollten wir erst einmal die Corona-Krise hinter uns bringen. Danach kann man dann sicher auch wieder ein bisschen über Fußball nachdenken“, so Wunderlich.

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