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Heidemann macht Schluss

Zehn Jahre nach ihrem Goldmedaillen-Gewinn bei den Olympischen Spielen in Peking beendet Britta Heidemann nun ihre aktive Karriere. Dabei kann die Degenfechterin auf eine äußerst erfolgreiche Laufbahn zurückblicken.
Oympiasieg Britta heidemann

Ihr größter Triumph: 2008 wurde Britta Heidemann in Peking Olympiasiegerin im Degenfechten. (Foto: Britta Heidemann)

Sie ist Goldmedaillengewinnerin, Welt- und Europameisterin, eine der größten deutschen Sportlerinnen überhaupt und dazu ein echt kölsches Mädchen. Britta Heidemann hat für große Momente in der deutschen Sportgeschichte gesorgt – und tritt nun ab, beendet ihre aktive Karriere. „Es fällt mir nicht leicht, mich vom Leistungssport und aus der Wettkampf-Welt zu verabschieden, aber ich bin hoch motiviert, mich vermehrt für Themen zu engagieren, die in der Vergangenheit zu kurz gekommen sind“, sagte die 35-Jährige, die am Samstag (3.2.) beim „Ball des Sports“ der Deutschen Sporthilfe noch einmal in besonderem Rahmen verabschiedet wird.

Olympia-Gold in Peking

Als damals 25-Jährige konnte die Degenfechterin, die mittlerweile selbst diplomierte Chinawissenschaftlerin ist, bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 die Goldmedaille gewinnen. Ein Jahr zuvor hatte sie sich bereits zur Weltmeisterin gekürt, 2009 folgte dann der Europameister-Titel. Sie ist die einzige Degenfechterin, der es je gelungen ist, dieses „Goldene Triple“ zu realisieren.

Doch nicht nur im Fechtanzug machte die in gebürtige Kölnerin eine gute Figur. Sie engagiert sich auch abseits der Planche, setzt sich als gewähltes Mitglied der IOC-Athletenkommission, als Präsidiumsmitglied des DOSB und als Botschafterin der Bundesregierung „Sport für Entwicklung“ für Athleten und Entwicklungschancen durch Sport ein.  „Ich möchte junge Menschen und vor allem Mädchen ermutigen, sich Ziele zu setzen und ihren eigenen Weg zu gehen. Durch den Sport habe ich als Frau sehr viel Selbstvertrauen gewonnen,“ sagt Heidemann.

„Verbindende Kraft des Sports“

Zudem sitzt sie im Aufsichtsrat des 1. FC Köln und ist Kuratoriumsmitglied der DFL-Stiftung. Besonders wichtig ist und war ihr der Sport auch immer als gesellschaftsbildendes Element. „Ich glaube fest an die verbindende Kraft des Sports und den Wert des Sports für die Persönlichkeitsentwicklung. Sport spricht eine globale Sprache, man sollte ihr unbedingt zuhören.“

Und auch wenn ihre aktive Laufbahn nun beendet ist, lehnt sich die ehrgeizige Kölnerin nicht erst einmal gemütlich zurück, wenn sie es sich auch verdient hätte. „Jetzt geht die zweite Laufbahn gerade erst richtig los. Ich werde voller Energie meine Ziele angehen und möchte auf diesem Weg so viele Menschen wie möglich mitnehmen.“ Und wer Heidemanns Karriere bislang verfolgt hat, dürfte keinen Zweifel daran haben, dass ihr das gelingen wird.