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Hans-Peter Meyer: Die olympische Familie trauert

Die olympische Familie im Rheinland trauert um Hans-Peter Meyer. Wenn die erfolgreiche Geschichte des Olympiastützpunktes Rheinland mit einem Namen verbunden werden kann, dann ist es Hans-Peter Meyer. Fast 30 Jahre lang prägte Hans-Peter Meyer mit seinem herausragenden Engagement die Entwicklung des olympischen und paralympischen Sports in der Region.
Meyer

Hans-Peter Meyer hat in 25 Jahren viel für den Olympiastützpunkt im Rheinland getan. (Foto: osp-rheinland)

Als im Jahre 1990 der Olympiastützpunkt Rheinland gegründet wurde, war Hans-Peter Meyer vom ersten Tag an in Vertretung der Stadt Leverkusen im Vorstand des Trägervereins des Olympiastützpunktes aktiv. Stolze 25 Jahre, von 1994 bis zu seinem Ausscheiden 2019, führte er die Geschicke des Olympiastützpunktes als Vorsitzender des Trägervereins und trug maßgeblich zu dessen positiver Entwicklung bei. Im Jahr 2016 wurde er für seine Verdienste mit der Sportplakette NRW ausgezeichnet.

Hans-Peter Meyer brachte seine vielfältigen Erfahrungen in die Gestaltung des Olympiastützpunktes ein. So trieb er über die intensivere Einbindung der Kommunen in den Trägerverein des Olympiastützpunktes die regionale Verankerung im Rheinland voran. Ebenso ebnete er den Weg für Partnerschaften von Unternehmen mit dem Olympiastützpunkt. Er war überzeugt, dass regionale Unternehmen von der Strahlkraft des Olympiastützpunkt profitieren können und im Gegenzug die Athlet*innen im Rheinland zusätzliche wertschätzende Mittel erhalten können.

Der Mensch Meyer

Der gelernte Bankfachmann wurde in Wuppertal geboren und spielte in seiner Jugend aktiv Fußball u.a. zusammen mit Erich Ribbeck. Er arbeitete für ein Bankhaus in Köln und pendelte viele Jahre zur Börse nach Düsseldorf. Schon bald zog es ihn nach Leverkusen, wo er als Kommunalpolitiker für die CDU über viele Jahre im Stadtrat saß. Er hat die Sportentwicklung in Leverkusen über mehrere Jahrzehnte aktiv begleitet. So hat er sich Ende der 90ger Jahre u.a. vehement für den Bau der Leichtathletikhalle auf der Fritz-Jacobi-Anlage in Leverkusen eingesetzt und als Vermittler zwischen den Parteien erreicht, dass das Projekt eine überparteiliche Zustimmung erfahren hat. Aber sein Wirken für den Sport ging weit über die Grenzen von Leverkusen hinaus.

Was aber allen wohl am meisten in Erinnerung bleibt, ist der Mensch Hans-Peter Meyer. Seine offene, rheinländische Art war bei Sportler*innen und Mitarbeiter*innen gleichermaßen geschätzt. Er hatte stets ein offenes Ohr für die Belange der Athlet*innen und agierte treu seiner Maxime „Sport muss man leben, man darf ihn nicht verwalten“.

Am 23. April dieses Jahres verstarb Hans-Peter Meyer im Alter von 84 Jahren in seinem Haus in Bergisch-Neukirchen. Wir verlieren mit Hans-Peter Meyer einen engagierten und kompetenten Vertreter für den Leistungs- und Spitzensport, sowie einen Menschen, der sich Zeit seines Lebens für andere eingesetzt und engagiert hat.

Text: Olympiastützpunkt NRW/Rheinland