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Haie: Derbysieg schockt die DEG

Quelle: IMAGO

Kölner Jubel nach dem 4:3-Siegtreffer gegen die DEG.

Schnelle Rache für die Niederlage im Kampf ums Wintergame! Die Kölner Haie haben das Derby durch ein überragendes letztes Drittel mit drei eigenen Treffern sensationell gegen die Düsseldorfer EG mit 4:3 gewonnen.

In der 203. Auflage des rheinischen Eishockey-Derbys gelang den Kölnern der 102. Sieg. In der mit 18.514 Zuschauern ausverkauften LANXESS arena (DEL-Zuschauerrekord in dieser Saison!), schafften es die Haie, die nach 40 Minuten 1:3 zurück lagen, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen.

 

„Man hat gesehen, wie wichtig es jedem Spieler war, dieses Spiel zu gewinnen“, beschrieb Haie-Coach Uwe Krupp die Leistung seines Teams treffend. „Es war ein echter Charaktertest. Wenn du in dieser Liga nach zwei Dritteln 1:3 hinten liegst, hast du nicht oft die Chance auf ein Comeback. Aber uns ist es heute gelungen. Die Mannschaft hat viel Kampfgeist und Stolz gezeigt.“

Dabei begann das Spiel aus Kölner Sicht denkbar ungünstig. Zwar waren die Haie vorerst drückend überlegen, die Treffer markierten jedoch die Düsseldorfer. Nach dem ersten Drittel stand es durch die Treffer von Colin Long (8.) und Andreas Martinsen (16.) 0:2 aus Kölner Sicht. Die Haie fanden kein Mittel gegen die wie erwartet defensiv orientierten Düsseldorfer.

Zu Beginn des Mittelabschnitts musste die DEG ihren Schlussmann wechseln. Der am Hals verletzte Stefan Ridderwall wurde durch den US-Amerikaner Bobby Goepfert ersetzt. Goepfert konnte den Kasten nur sechs Minuten sauber halten, ehe Haie Stürmer Philip Gogulla den Puck mit einem strammen Schuss im Tor unterbringen konnte (26.). Die Fans witterten Morgenluft und glaubten fest an den fälligen Ausgleich. Die Freude währte allerdings nur für einige Sekunden, denn nur zehn Sekunden nach dem Anschlusstreffer gelang es dem Düsseldorfer Dominik Daxlberger, den alten Punktestand wieder herzustellen. Er erhöhte ebenfalls in der 26. Minute auf 1:3.

Das letzte Drittel versprach schon zu Beginn eine hohe Spannung. Nach nur 15 Sekunden Spielzeit gelang den Haien der erneute Anschlusstreffer. Der Schwede Andreas Falk überwand Goepfert zum 2:3. Die Atmosphäre in der Halle begann zu kochen, die Fans peitschten die tapfer kämpfenden Haie weiter nach vorne. Dabei schien es so, dass das 2:3 die Energiereserven der Kölner Spieler neu auffüllte. Nach dem Ausgleich durch Kapitän John Tripp (46.) brachen letztendlich alle Dämme. Tripp konnte die Scheibe per Nachschuss hinter die Linie drücken. Den kölschen Traum-Abend perfekt machte der Sohn des Trainers Björn Krupp und Stürmer Chris Minard. Krupp wuchtete den Puck nach vorne Richtung Tor, wo Minard die Scheibe nur noch abzufälschen brauchte, um dem Düsseldorfer Schlussmann keine Chance auf Abwehr zu lassen (53.). Der Endstand von 4:3 war eingestellt, die Haie ließen sich von den Fans frenetisch feiern.

Andreas Falk, der Torschütze zum 2:3 und damit Wegbereiter für den Kölner Derby-Sieg, brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Das war ein wirklich wichtiger Sieg für uns. Wir wollten unbedingt verhindern, eine dritte Niederlage in Folge zu kassieren. Wir wussten, in der zweiten Pause: Wenn wir das Ding drehen, ist es ein großer Sieg.“