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Fortuna setzt auf Heimstärke

Kehrt nach seiner Gelbsperre wieder in die Mannschaft zurück: Fortunas Markus Pazurek. Foto: imago/osnapix

Kehrt nach seiner Gelbsperre wieder in die Mannschaft zurück: Fortunas Markus Pazurek (links).
Foto: imago/osnapix

Fortuna Köln will gegen die Stuttgarter Kickers die starke Heimserie fortsetzen. Allerdings muss Trainer Uwe Koschinat seine Mannschaft umbauen.

Das Kölner Südstadion ist mittlerweile eine richtige Festung geworden. Für die Fortuna gab es seit nunmehr als neun Spielen vor eigenem Publikum keine Niederlage – die bis dato letzte datiert immerhin aus dem Jahr 2014. Der MSV Duisburg entführte zuletzt Ende August drei Punkte aus der Kölner Südstadt. Nur Spitzenreiter Arminia Bielefeld (elf Spiele), Rot-Weiß Erfurt (zwölf Spiele) und der MSV (14 Spiele) spielen im eigenen Stadion konstanter.

Am Samstag wagen die Stuttgarter Kickers (14 Uhr) einen erneuten Anlauf, die Fortuna-Serie zu brechen. „Das ist nach Chemnitz, Bielefeld, Osnabrück und Duisburg noch einmal ein absolutes Topspiel“, gesteht Trainer Uwe Koschinat dem „Kölner Stadtanzeiger“ und hofft: „Vielleicht kommen ein paar mehr Leute, wenn der FC schon am Freitag spielt.“

Koschinat sieht aber auch die Gründe, weshalb sein Team besonders in Heimspiel zu überzeugen weiß. Das Erscheinungsbild der Kölner Mehrzweck-Sportanlage soll eine Art lähmende Wirkung auf die gegnerischen Mannschaften haben. „Ich glaube schon, dass viele Teams, die die Kabinen hier sehen, nicht ihr komplettes Potenzial abrufen können. Vor allem, wenn sie sonst regelmäßig vor tollen Kulissen spielen“, erklärt er.

Dennoch gilt es die Konzentration hochzuhalten. Auch, weil die Stuttgarter nach der 0:2-Heimniederlage gegen Bielefeld auf Wiedergutmachung aus sind. Zuvor hatte der aktuelle Tabellensiebte zehn Partien in Serie nicht verloren. Mit 43 Punkten ist der Aufstieg nicht nur möglich, sondern auch das klare Ziel. Uwe Koschinat und seine Mannschaft sind also gewarnt. „Die Kickers spielen anders als alle Teams in der Liga. Absolut auf Ballbesitz. Sie versuchen sich immer spielerisch zu befreien und drücken ihr System durch, egal ob zu Hause oder auswärts.“

Der Coach des Aufsteigers muss allerdings auch personell umbauen. Nachdem Markus Pazurek seine Gelbsperre abgesessen hat, ist nun Florian Hörnig an der Reihe. Boné Uaffero wird in der Innenverteidigung auflaufen, während Pazurek ins defensive Mittelfeld zurückkehrt. Der Einsatz von Kapitän Daniel Flottmann, der mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, ist nicht gefährdet.

Fraglich dagegen ist Rechtsverteidiger Kusi Kwame, den eine Muskelverhärtung im Oberschenkel außer Gefecht setzen könnte. Definitiv ausfallen werden neben den langzeitverletzten Ozan Yilmaz, Kristoffer Andersen, Michael Kessel auch Dino Bisanovic und Ersatztorwart Pascal Wichmann. Mit Thiemo-Jerome Kialka und Cauly Oliveira Souza sind wieder zwei Akteure im Training, die laut Koschinat als Alternativen für die Partie gelten.