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Fortuna: Abwehrleistung kostet Punkte

Mit hängendem Kopf: Fortuna-Keeper André Poggenborg musste in Rostock gleich viermal hinter sich greifen

Mit hängendem Kopf: Fortuna-Keeper André Poggenborg musste in Rostock gleich viermal hinter sich greifen

Fortuna Köln bringt sich bei der 2:4-Niederlage bei Hansa Rostock durch individuelle Fehler in der Hintermannschaft erneut um wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.

Nach dem Spiel wirkte Fortuna-Trainer Uwe Koschinat ratlos ob der Defensiv-Leistung seiner Mannschaft bei der verdienten Niederlage im Rostocker Ostseestadion. „Ich mache mir große Sorgen, weil wir ab und zu aufgehört haben zu verteidigen und wenn das der Fall ist, werden wir als Fortuna Köln in dieser Liga riesengroße Probleme bekommen“, so Koschinat nach der 2:4 (2:3)-Niederlage beim FC Hansa. Die Südstädter rangieren nach nur einem Punkt aus drei Spielen aktuell auf einem Abstiegsplatz.

Dabei erwischte Koschinats Mannschaft – wenn auch mit freundlicher Unterstützung des Gegners – einen perfekten Start. Jose-Alex Ikeng bezwang seinen Schlussmann Marcel Schuhen mit einem verunglückten Rückpass zur geschenkten Fortuna-Führung. Nur eine knappe Viertelstunde später gelang der Hansa-Kogge der Ausgleich. Nach einem langen Ball hinter die Abwehr der Südstädter stand Tobias Jänicke alleine vor Schlussmann Andre Poggenborg und traf eiskalt zum Ausgleich (21.). „In dieser Phase haben wir keinen Zugriff aufs Spiel bekommen“, ärgert sich der Trainer.

Rostock übernahm nun die Kontrolle und ging durch einen Sonntagsschuss von Jänicke aus rund 20 Metern in Führung (36.). Zwei Minuten später vertändelte Tobias Fink zunächst auf der Außenbahn den Ball und begünstigte anschließend mit einem Stellungsfehler die Flanke von Michael Gardawski. Im Zentrum verlor Kapitän Daniel Flottmann den Zweikampf gegen Julius Perstaller, der das 3:1 erzielte (38.). Doch die Fortuna zeigte Moral und kam nach einem Freistoß von der linken Seite durch Markus Pazurek zum Anschlusstreffer (40.). Kurz vor der Pause hätten die Hanseaten den alten Rückstand wieder herstellen können, doch Poggenborg zeigte im Eins-gegen-Eins seine ganze Klasse (45.).

Nach der Pause folgte der endgültige K.O. für die Südstädter. Zunächst sah der unglücklich agierende Tobias Fink für ein taktisches Foul nach eigenem Ballverlust die Ampelkarte (56.) – seine zweite im zweiten Saisonspiel für die Fortuna. Nur wenige Minuten später machte Jänicke mit seinem dritten Tor des Nachmittags den Deckel drauf (61.). „Wir sind einem Debakel entgangen, es wäre aber im Rahmen des möglichen gewesen, heute etwas mitzunehmen. Derzeit bringen wir einfach keine konstante Leistung über 90 Minuten auf den Platz. Offensiv haben wir heute sehr mutig agiert, die Defensiv-Leistung bereitet mir große Sorgen“, analysiert Koschinat.

Fortuna Köln: Poggenborg – Kwame (68. Bösing) – Flottmann – Uaferro (64. Biada) – Fink – Bender – Schröder – Pazurek – Dahmani – Andersen (87. Serdar) – Königs

Tore: 0:1 – Ikeng (8./ET), 1:1 – Jänicke (22.), 2:1 – Jänicke (36.), 3:1 – Perstaller (38.), 3:2 – Pazurek (40.), 4:2 – Jänicke (61.)

Gelb/Rot: Fink (56.)

Zuschauer: 11.300