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Felix Sturm sinnt auf Revanche

Pressekonferenz zur Box-WM in Oberhausen Felix Sturm vs. Fedor Chudinov

Felix Sturm (r.) will seine Punkt-Niederlage gegen Fedor Tschudinow vergessen machen.
Foto: imago/Marianne Müller

Die Karriere mit einer Niederlage zu beenden ist nicht in Felix Sturms Sinne. Am Samstag fordert der Leverkusener den Russen Tschudinow daher erneut zum Duell.

Macht Felix Sturm die 50 voll? Möglicherweise nicht. Wenn der 37 Jahre alte Leverkusener am Samstag für seinen 49. Profikampf in den Ring steigt, könnte dies sein letzter sein. Dass Sturm überhaupt noch einmal gegen den Russen Fedor Tschudinow antritt, ist in erster Linie ein Verdienst seiner Familie und einiger enger Freunde. Im Mai 2015 hatte der Ex-Weltmeister gegen Tschudinow seine fünfte Niederlage kassiert und anschließend, wie er selbst sagt, innerlich seinen Rücktritt beschlossen. Gespräche mit seinen Vertrauten hätten ihn dann nach und nach zum Umdenken bewegt. Jetzt will es der 37-Jährige nochmal wissen. „So tritt Felix Sturm nicht ab“, sagte er im Interview mit Spox.com.

Am Samstag bekommt Sturm in Oberhausen die Chance zur Revanche. Mit Fedor Tschudinow, dem amtierenden, noch ungeschlagenen WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht, wartet jedoch ein schweres Kaliber. Sturm, acht Jahre älter als sein Kontrahent, hat sich auf seinen möglicherweise letzten Kampf der Karriere akribisch vorbereitet. Unter anderem absolvierte er in Kitzbühel Laufeinheiten im Schnee. „Das hat mir sehr gut getan. Ich bin freier im Kopf geworden“, sagt der Leverkusener. Und verspricht: „Die Schlappheit vom letzten Kampf, den wir genau analysiert haben, wird man nicht mehr sehen.“

Ein Abgang als Sieger wäre ganz nach dem Geschmack des zweifachen Familienvaters. Möglich ist aber auch, dass Sturm dann wieder richtig Blut leckt: „Körperlich könnte ich noch sechs, sieben Kämpfe bestreiten. Ich werde das nicht voreilig entscheiden und halte es wie der ‚Kaiser‘: Schau’n mer mal!“

Ein Höhepunkt könnte sicherlich ein Kampf gegen WBO-Supermittelgewichts-Weltmeister Arthur Abraham sein. „Ich sträube mich mich dagegen“, betont Sturm. Aktuell fokussiere er sich aber ganz auf den Tschudinow-Fight und das Gelingen der Revanche. Außerdem müsse „Arthur ja auch erstmal den megaschweren Kampf in Las Vegas gewinnen“. In der Wüstenmetropole verteidigt Abraham am 9. April seinen WM-Titel gegen den bislang ungeschlagenen Mexikaner Gilberto Ramirez.