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FC vermeldet Rekordgewinn

Der 1. FC Köln steht wirtschaftlich sehr gut da. Das verkündete Finanzchef Wehrle unter großem Beifall auf der Mitgliederversammlung 2017. Der im Vorfeld viel diskutierte Antrag auf Satzungsänderung wurde abgelehnt.
Mitgliederversammlung 1. FC Köln 2017

In vielen Punkten waren sich Vorstand und Mitglieder auf der Mitgliederversammlung 2017 einig. Beim Antrag zur Satzungsänderung allerdings gab es geteilte Meinungen (Foto: Köln.Sport)

Mit Spannung wurde sie erwartet, doch dann startete die Mitgliederversammlung 2017 des 1. FC Köln zunächst einmal holprig. Aufgrund des großen Andrangs und technischer Probleme begann die in einer gut gefüllten Lanxess-Arena (knapp 6404 Mitglieder) stattfindende Versammlung mit einer halben Stunde Verspätung. Anschließend ging es erst einmal harmonisch zu. So wurde die Mannschaft trotz zuletzt sportlich enttäuschender Leistungen zu Beginn der Veranstaltung mit einem tosenden Applaus begrüßt, und anschließend verkündet, dass der 1. FC Köln die magische Zahl von 100.000 Mitgliedern durchbrochen hat.

Dann aber wurde es ernster, als sich Präsident Werner Spinner nach kurzer sportlicher Analyse ausführlich zur Stadionthematik äußerte. „Unser Wunsch war es immer, den Standort Müngersdorf zu erhalten“, so Spinner, der einen Neubau aus wirtschaftlichen Gründen aber nach wie vor in Erwägung zog und hinzufügte, dass „noch nichts entschieden“ sei. Auch die Möglichkeit, das Rheinenergie-Stadion zu kaufen, schloss Spinner nicht aus. In die selbe Kerbe schlug Finanzchef Alexander Wehrle, der einen Ausbau als „mehr als unwirtschaftlich“ bezeichnete.

FC wirtschaftlich auf gutem Weg

Ansonsten präsentierte er Rekordzahlen. Mit 129,2 Millionen Euro Umsatz und 11,1 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftete der Verein im 2016/17 so viel Geld wie noch nie. Nächste Saison soll der Umsatz dank der Einnahmen aus der Euro-League gar auf über 160 Millionen Euro steigen. Trotz der hervorragenden Zahlen betonte Wehrle, kein „normales Wirtschaftsunternehmen“ zu sein, und auch in Zukunft die Kommerzialisierung des Vereins nicht auf Kosten der Fanseele voran zu treiben.

Anschließend trat der Geschäftsführer Sport ans Rednerpult und analysierte die sportliche Situation. Dabei versprach Jörg Schmadtke, trotz des schwachen Starts nicht panisch zu werden. Gleichzeitig bat er bei den Mitgliedern um Geduld: „Es gibt keinen Grund, alles schlecht zu machen. Die Bilanz der letzten Jahre sollte reichen, dass wir uns ein gewisses Vertrauen erarbeitet haben“, so der 53-Jährige, der sich gleichzeitig angriffslustig zeigte: „Am Donnerstag werden wir im Stadion die Europa-League-Hymne hören, und dann greifen wir wieder an.“

Initiative 100% FC – Antrag zur Änderung der Satzung abgelehnt

Die wichtigste Abstimmung des Abends fand erst spät statt. Erst nach Elf Uhr, als schon einige der anwesenden Fans den Heimweg angetreten hatten, wurde über Punkt 11a der Tagesordnung entschieden. Die Mitglieder durften darüber abstimmen, ob die Satzung dahingehend geändert wird, dass Anteilsverkäufe grundsätzlich in Zukunft nicht ohne Zustimmung der Mitglieder möglich sind. Nach kontroverser und emotionaler Diskussion, in der sowohl die Vertreter der Initiative „100% FC“, als auch Mitglieder zu Wort kamen, stimmten nur 1577 mit „Ja“ (3017 „Nein“). Somit entsprachen die Mitglieder der Empfehlung des Vorstands und lehnten den Antrag auf Satzungsänderung ab.

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