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FC: Fünf Erkenntnisse zum 20. Spieltag

Auch im vierten Spiel in Folge bleibt der 1. FC Köln vor heimischer Kulisse ohne Punktverlust. Unsere fünf Erkenntnisse zum 4:0-Sieg gegen Freiburg.
Freude pur: Jhon Cordoba (v.l.), Dominick Drexler und Trainer Markus Gisdol bejubeln den vierten Treffer. (Foto: imago images / Uwe Kraft)

Freude pur: Jhon Cordoba (v.l.), Dominick Drexler und Trainer Markus Gisdol bejubeln den vierten Treffer. (Foto: imago images / Uwe Kraft)

1 Das Glück ist mit dem Effzeh

Wenn’s läuft, dann läuft‘s! Fünf Siege aus den letzten sechs Spielen befördern den 1. FC Köln zwar noch nicht ganz aus dem Tabellenkeller der Bundesliga hinaus, der Abstand ist aber immerhin auf sechs Punkte auf den Relegations- und sieben auf den direkten Abstiegsplatz gestiegen. Doch neben dem Erfolg kommt auch das Glück zurück, denn wie schon gegen Wolfsburg hätten sich die Geißböcke nicht beschweren dürfen, wenn es nach wenigen Minuten 1:0 für die Gäste gestanden hätte. Gegen die „Wölfe“ war es eine überragende Parade von Schlussmann Timo Horn gegen den Kopfball von Wout Weghorst, gegen Freiburg rettete nach der Querbalken gegen den Kopfball von Manuel Gulde. In einer Saisonphase, wo es nicht läuft, wären diese Bälle sicherlich reingegangen.

2 Gisdol pusht Cordoba

Sechs Tore in acht Spielen unter Markus Gisdol: Der Trainerwechsel hat sich bei keinem FC-Spieler so ausgezahlt, wie beim Kolumbianer. Wer hätte gedacht, dass die Nummer 15 den Zweitliga-Bomber Simon Terodde und Anthony Modeste dermaßen in seinen Schatten stellt – und das mit Toren! Sechs Buden in den letzten sechs Heimspielen gelang zuletzt Klaus Allofs im Jahr 1984. Aber es sind auch nicht irgendwelche Tore: Drei Mal erzielte Cordoba die 1:0-Führung, gegen Augsburg rettete er seinem Team einen Zähler kurz vor Schluss und gegen Freiburg war es kurz nach der Pause die (für FC-Verhältnisse zumindest halbwegs) beruhigende 2:0-Führung. Cordoba macht sich nicht nur durch seinen unbändigen Willen unersetzlich, auch seine Tore sind goldwert!

3 Standard-Kings

Eine Qualität, die es in der Form in Köln auch noch nie gegeben hat, ist die Stärke bei eigenen Standards, speziell bei eigenen Ecken! Bereits zehn Mal war die Gisdol-Truppe nach Ecken erfolgreich – Nummer 1 in der Bundesliga! Gerade in Partien, wo spielerisch nicht viel geht, können Standardsituationen ungemein wichtig sein. Im Spiel gegen Freiburg war es, abgesehen von Cordobas Kopfballversuch, die erste gefährliche Aktion vor dem Freiburger Gehäuse. Diese Qualität kann am Ende einer Saison entscheidend sein.

4 Pressing mit Erfolg

Daran, dass die Spieler des 1. FC Köln derzeit mit extrem breiter Brust auflaufen, hat auch die 1:5-Niederlage in Dortmund nichts geändert. Vor heimischen Publikum gingen Jonas Hector & Co. extrem früh drauf und störten die Freiburger bereits im Aufbauspiel. Das Resultat: Hohe Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte, wenig Raum bis zum Tor und meist gefährliche Abschlüsse. So auch gestern, als der Effzeh die Freiburger am eigenen Sechzehner einschnürte und nach Ballgewinn gleich in die Offensive umschaltete. Daraus entstand unter anderem die Ecke, die Sebastiaan Bornauw zum 1:0 vollendete.

5 Spielfreude und Leidenschaft

Anders als in der Vergangenheit versprühen die Kölner wieder echte Spielfreude, vor allem nach einer Führung. Es ist noch nicht all zu lange her, da bedeutete eine Führung automatisch wackelige Knie und Angst bei den Spielern. Statt das 2:0 gegen Freiburg zu verwalten, spielte der Aufsteiger weiterhin nach vorne und fügte den Breisgauern am Ende sogar die höchste Saisonniederlage zu. Unwiderstehlich war der Antritt vom stark aufspielenden Kingsley Ehizibue kurz vor dem 3:0, der in der eigenen Hälfte den Ball eroberte und in einem Wahnsinns-Sprint nach vorne lief, um dort den Konter eiskalt zu vollenden. Köln hat Spaß am Fußball – und der überträgt sich auch auf die Tribüne!

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