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Biada hämmert Fortuna zum Sieg

Fortunas Matchwinner Julius Biada jubelt über eines seiner beiden Traumtore.

Fortunas Mann der Stunde: Julius Biada erzielte gegen Wiesbaden zwei echte Traumtore und bereitete einen weiteren Treffer vor.
Foto:IMAGO/Manngold

Bei Fortuna Kölns klarem 4:1 (2:0)-Sieg über Wehen Wiesbaden ist Julius Biada mit gleich zwei Traumtoren der Matchwinner für die Südstädter.

Fortuna Köln ist in dieser Drittliga-Saison immer für ein Spektakel gut. Das bekamen an einem eigentlich tristen Samstagnachmittag auch die Gäste aus Wiesbaden zu spüren, die mit einer deutlichen Klatsche im Gepäck die Heimreise in die hessische Landeshauptstadt antreten mussten. Im Duell der beiden Teams aus dem gesicherten Tabellenmittelfeld ließen sich die Südstädter nicht lange bitten.

Besser gesagt: Julius Biada hatte schon früh richtig Bock auf Spektakel: Es waren nicht einmal zwei Minuten gespielt, als die Nummer zehn der Südstädter erstmals in Erscheinung trat. Und wie: Einen langen Ball aus der Abwehrkette nahm Biada rund 30 Meter vor dem Gästetor mit der Brust an, ließ das Spielgerät zwei-, dreimal auftippen und zog einfach mal trocken ab. Der Ball nahm eine sensationelle Flugkurve und schlug hinter dem verdutzten Markus Kolke im Gästetor ein (2.). Ein Treffer Marke „Tor des Monats“! (Das Video zum Treffer gibt es bei den Kollegen vom WRD)

Die frühe Führung gab der Elf von Trainer Uwe Koschinat, die zuvor drei Mal in Folge keinen Sieg verbuchen konnte, natürlich Sicherheit. Die klare Überlegenheit der – trotz der jüngsten 2:3-Niederlage gegen Kiel –  so heimstarken Fortunen spiegelte sich nach einer guten halben Stunde dann abermals auf der Anzeigetafel wider: Und erneut war Biada in leitender Funktion beteiligt: Seine scharf vors Tor getretene Ecke beförferte der Wiesbadener Steven Ruprecht aus dem Gewühl heraus ins eigene Netz (36.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zwar die Spielrichtung, doch ansonsten blieb alles beim Alten. Die Hausherren gaben den Ton an und erspielten sich eine Reihe guter Möglichkeiten. Fortunas bestem Torjäger Marco Königs (13 Treffer) gelang trotz guter Leistung zwar kein Tor gegen einen Ex-Klub, bei dem er nie wirklich zurecht gekommen war, am Torreigen beteiligte er sich aber zumindest als Vorlagengeber. Sein Zuspiel verwerte Hamdi Dahmani zum vorentscheidenden 3:0 (56.). Erneut leistete Wehens Ruprecht , der den Ball mit dem Gesicht Richtung Tor abfälschte, unfreiwillige Mithilfe.

Mit der klaren Führung im Rücken ließen es die Gastgeber etwas schleifen. Praktisch im Gegenzug stellte Wiesbadens Kevin Schindler den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Spannend wurde es vor 1212 Zuschauern in Köln-Zollstock aber nicht mehr. Und dies lag einmal mehr an der Leistung des an diesem Nachmittag überragend aufspielenden Julius Biada. Nur drei Minuten nach dem Anschlusstreffer zimmerte der Kölner Angreifer den Ball nach Zuspiel von Andreas Glockner aus knapp 18 Metern abermals unhaltbar in den Winkel.

Zwei Tore, eine Vorlage. Der 23-Jährige hatte sich die Standing Ovations bei seiner Auswechslung in der 84. Spielminute mehr als verdient. Der gebürtige Kölner strahlte zufrieden und die Fortuna feierte einen erfolgreichen Start in die Doppel-Englische-Woche. Mit 36 Punkten auf dem Konto verweilen die Südstädter in der oberen Tabellenhälfte und haben den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf zehn Punkte ausgebaut.

Nächster Gegner der Koschinat-Elf ist am Mittwochabend im FVM-Pokal der Bezirksligist FC Union Schafhausen, ehe am kommenden Samstag das Duell bei Spitzenreiter Dynamo Dresden auf dem Programm steht.

Stefan Kühlborn