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Köln.Sport

Punkte-Festival in Crailsheim

Die RheinStars haben die makellose Heimbilanz der Crailsheim Merlins nicht stoppen können und am Mittwoch beim Tabellenzweiten mit 94:106 verloren. Dennoch bleiben sie in der Tabelle vorerst auf Rang fünf
RheinStars Merlins

Wie schon bei der 76:81-Niederlage im Hinspiel gab es für Kavin Gilder-Tilbury (#1) und die RheinStars gegen die Crailsheim Merlins nichts zu holen (Foto: imago/Beautiful Sports)

Seit über einem Jahr ist der ehemalige Bundesligist aus Crailsheim in der Arena Hohenlohe ungeschlagen. Die RheinStars wollten diese Serie am Mittwochabend beenden – und schlugen sich sogar achtsam, hielten die Partie bis zum Schlussabschnitt offen. Am Ende stand jedoch eine 94:106-Niederlage, mit der die Kölner dennoch leben konnten. „Es war ein Spiel mit großartigen Wurfquoten, gerade aus dem Dreier-Territorium. Da haben wir gut mitgehalten“, bilanzierte Cheftrainer Denis Wucherer.

Beste Offense trifft auf beste Defense

Vor 2.087 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein enges Spiel. Das erste Viertel ging mit 30:29 an die RheinStars, das zweite mit 30:25 an die Merlins. Die zeigten ihrerseits die reifere Spielanlage und demonstrierten eindrucksvoll, warum sie die beste Offensive der gesamten Liga stellen. Und die RheinStars, ihres Zeichens die beste Verteidigungsmannschaft der ProA, ließen sich von diesem Stil anstecken.

So zeichnete sich gegen Ende des dritten Viertels ab, dass Crailsheim über mehr Fire-Power verfügt als die Kölner. Zwar stand es nach 29 gespielten Minuten noch ausgeglichen 76:76, im Anschluss jedoch ließen die Merlins dem Tabellen-Fünften keine Chance mehr. „Den Unterschied machten die Quoten in Korbnähe aus, wo wir bei 42 Prozent lagen und Crailsheim bei 70. Sie haben deutlich mehr leichte Punkte gemacht als wir,“ analysierte Wucherer.

Ein Endstand wie in der NBA

So reichten auch NBA-ähnliche Statistiken wie 16 getroffene Dreier bei einer unfassbaren Quote von 62 Prozent für die Kölner nicht zum Sieg. Lichtblicke gab es dennoch, Jesse Morgan und Kavin Gilder-Tilbury fanden zu alter Wurfsicherheit zurück und erzielten 20 sowie 27 Punkte. Doch in der Defense, dem eigentlichen Prunkstück der Kölner, war noch etwas Luft nach oben.

„Außerdem konnten wir Frank Turner nicht in den Griff bekommen. Er hat seine Extraklasse gezeigt. Er ist wahrscheinlich der beste Pointguard der Liga. Vielleicht auch ein bisschen zu gut für die Liga, auf jeden Fall aber zu gut für uns heute“, lobte der Headcoach. Viel Zeit ist nicht mehr bis zu den Playoffs, aber die RheinStars haben gezeigt, dass sie auch mit den großen Teams in der Liga mithalten können. Am Sonntag wartet dann mit den Niners aus Chemnitz das nächste schwere Auswärtsspiel im Kampf um die Playoffs.

Spielfim: 14:12 (5.), 30:29 (10.), 41:49 (15.), 55:59 (20.), 66:72 (25.), 76:80 (30.), 82:94 (35.), 94:106 (40.).

Weitere Teamstats: Rebounds 27 Köln: 34 Crailsheim, Assists 18:26, Steals 9:7, Turnover 9:12

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (29/5 Dreier), Jesse Morgan (20/4), Max DiLeo (2), Besnik Bekteshi (14/4), Ante Gospic (8/1), Leon Baeck (5), Keith Ramsey (6), Dennis Heinzmann (2), Alex Foster (3/1), Lukas Wank (5/1).

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