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FC: Fünf Erkenntnisse zum Nachholspiel

In einem denkwürdigen Nachholspiel holte der 1. FC Köln beim Tabellenletzten MSV Duisburg einen Punkt und spielte 4:4. Unsere fünf Erkenntnisse zur Partie.
Hector

Frust beim Kapitän: Jonas Hector nach zwei liegen gelassenen Punkten in Duisburg. (Foto: imago images/Herbert Bucco)

1 Ohne Meré wird es defensiv dünn.

Oft war der FC in der aktuellen Saison kritisiert worden für seine defensive Instabilität, während der sechs-Spiele-Siegesserie wurde die Kritik bereits deutlich leiser. Im Spiel beim MSV zeigte sich jedoch, dass die Grundordnung noch immer nicht komplett für Sicherheit sorgt und ein Ausfall von Jorge Meré dem FC wohl mehr schmerzt als die der anderen Leistungsträger. So hatte vor allem Lasse Sobiech vom Start weg immer wieder erhebliche Probleme, gegen die Duisburger Offensivakteure Sicherheit und Zweikämpfe zu gewinnen. Und nach 28 Spielen sollten die Abläufe als Tabellenführer in Liga zwei zumindest so sitzen, dass eine personelle Veränderung gleich wieder zu vier Gegentoren führt. Und eine begnadete Offensive besitzt der MSV mit Sicherheit nicht. 24 Tore hat der MSV in dieser Saison erzielt. Sechs gegen den Effzeh. Das ist ein Viertel.

2 Rückfall in alte Zeiten.

Von Verlauf, Leistung und Ergebnis hätte das Spiel perfekt in die Hinrunde gepasst. Bereits nach zwei Minuten unaufmerksam sein, in acht Minuten wie von der Tarantel gestochen den Gegner überrennen – und am Ende durch eigenen Unvermögen noch Punkte liegen lassen. Wie gut, dass das Thema Aufstieg praktisch bereits durch ist und die Partie vom Mittwochabend lediglich aufgrund des Spektakels im FC-Saisonrückblick Beachtung finden wird.

3 Englische Wochen sind zum Wechseln da.

Seit seinem ersten Tag betont Markus Anfang die Qualität seines Kaders und wie jeder Spieler praktisch gleichberechtigt Chancen auf Spielzeit erhält. In einer englischen Woche mit einem Auswärtsspiel bei formstarken Heidenheimern sowie dem Gipfeltreffen gegen den HSV am nächsten Montag dann mittwochsabends lediglich zwei Mal zu wechseln und die angeschlagen ins Spiel gegangenen Drexler und Córdoba nicht rauszuholen, wunderte den ein oder andern FC-Anhänger mit Sicherheit. Und die Qualität für drei Wechsel gab die nach dem zweiten verbliebene Ersatzbank mit Koziello oder Modeste definitiv her.

4 Es war nicht alles schlecht!

Dennoch will man auch nicht nur meckern: Der Pass von Jonas Hector auf Simon Terodde vor dem 4:2 war eine Augenweide, ebenso die Ballbehandlung von Louis Schaub vor seinem Tor zum zwischenzeitlichen Ausgleich (2:2). Generell war es schön anzusehen, wie sich der Österreicher nach ungewöhnlich wenig Spielzeit in den vergangenen Wochen wohl auch ein bisschen Frust von der Seele schrie. So ist er aus der ersten Elf nicht wegzudenken.

5 Manches ist wichtiger als Fußball.

Und zum Schluss, ohne sich an irgendwelchen Spekulationen beteiligen zu wollen: Gute Besserung!

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