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FC: Fünf Erkenntnisse zum 14. Spieltag

Dem Schützenfest gegen Dynamo hat der 1. FC Köln am Samstag in Darmstadt ein 3:0 folgen lassen. Unsere Erkenntnisse zum 14. Spieltag.
Höger

Marco Höger lieferte als Ersatzkapitän eine starke Vorstellung ab. (Foto: imago/Eibner)

1 Erste Halbzeit flop, zweite Halbzeit top.

Zwei Gesichter zeigte der 1. FC Köln am Samstagmittag im schönen Darmstädter Stadion am Böllenfalltor. Und auch wenn die Lilien von Dirk Schuster entgegen der Behauptung des Fernseh-Kommentators kein Feuerwerk abbrannten, machten Sie es in Hälfte Eins besser als der FC, waren bissiger und entschlossener im Herausarbeiten von Torchancen. In Halbzeit Zwei drehten die Kölner dann auf, begünstigt von einem absoluten Mittelstürmer-Tor erhielten sie Sicherheit und agierten dominant. Warum der FC sich allerdings wieder so schwer tat, ins Spiel zu finden, bleibt auch bei der bis dahin zweitbesten Heimmannschaft der Liga ein kleines Rätsel.

2 Auswärts eine Macht.

Platz Eins in der Auswärtstabelle, punktgleich mit dem HSV, der heute Abend zu Hause spielt: Wenn die Bilanz der Geißböcke auf fremden Plätzen so weitergeht, kann die Aussage Armin Vehs, dass man zum Aufsteigen dringend die Heimspiele gewinnen müsse, getrost verneint werden. 16 Punkte sind eine extrem gute Ausbeute, vor der Winterpause steht noch eine Auswärtspartie in Regensburg an. Die Süddeutschen stehen in der Heimtabelle auf Rang 13.

3 Der FC hat definitiv kein Stürmer-Problem.

Simon Terodde ist in Liga zwei ohnehin über jeden Zweifel erhaben, Jhon Córdoba trifft mittlerweile regelmäßig und auch ein Stürmer vom Schlage Guirassy kann noch eingewechselt werden – ein Stürmer-Problem hat der FC beileibe nicht. Könnte man ja meinen, jetzt wo der 1. FC Köln in der vergangenen Woche seinen neuen und alten Supertstürmer präsentiert hat. Der kann sich in Ruhe an seinen neuen Trainer und die teilweise neue Mannschaft gewöhnen, während die anderen Stürmer weitertreffen. So soll es sein.

4 Höger profitiert vom neuen System.

Marco Höger hatte in dieser Saison bislang nicht ausschließlich einen leichten Job. Im 4-1-4-1-System, in dem die Kölner zu Saisonbeginn fast ausschließlich agierten, hatte er als alleiniger „Sechser“ oftmals mit Tempodefiziten und Problemen im Stellungsspiel zu kämpfen. Die neue Anordnung, mit einer Dreierkette und zwei wahren Außenbahnspielern zu agieren, die auch defensiv denken, kommt ihm dabei merklich entgegen. Die Räume, die er zulaufen muss, sind kleiner, der Mittelfeldmann kann öfter mit Ball am Fuß agieren. So gibt er der Mannschaft Sicherheit – und, fast wichtiger, sich selbst ebenfalls.

5 Zu Null tut gut.

Markus Anfang wurde nach dem Spiel gefragt, wie schwer es sei, nach so einem fulminanten Spiel wie gegen Dynamo sich wieder auf den „grauen“ Zweitliga-Alltag konzentrieren zu können. Seine Antwort: „Nach einem 8:1 tut es uns auch mal gut, zu Null gespielt zu haben.“ Das sah mit Sicherheit auch Timo Horn so. Erstmals seit dem 21. September (2:0-Sieg in Sandhausen) kassierte der FC kein Gegentor, die Defensive wirkte spätestens in Halbzeit Zwei stabil und ließ nichts mehr zu. So darf es gerne weitergehen.

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