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Der Mensch Markus Anfang

Mit den „Störchen“ aus Kiel hat Markus Anfang aktuell knapp den Aufstieg in die Bundesliga verpasst. Ab der kommenden Saison steht er vor der Aufgabe, den 1. FC Köln zurück ins Oberhaus zu führen. Doch wer ist der gebürtige Kölner Markus Anfang überhaupt?
Markus Anfang

Markus Anfang gibt die Richtung vor: Mit dem Effzeh will er zurück in die Bundesliga. (Foto: PA/Beautiful Sports)

Als Bibiana Steinhaus am 29. April dieses Jahres im Audi-Sportpark zu Ingolstadt die Partie der Gastgeber gegen Holstein Kiel abpfeift, ist Gästetrainer Markus Anfang die Erleichterung anzusehen. Das erste Spiel nach der Bekanntgabe seines Wechsels zum 1. FC Köln war zwei Wochen zuvor zu Hause gegen Aufstiegskonkurrent Nürnberg mit 1:3 verloren gegangen.

Es kursierte zudem die Meldung, die kurz vor dem Sprung in die Relegation stehenden Kieler könnten wegen ihres zu kleinen Stadions die Lizenz für die Bundesliga ohnehin nicht erhalten. Reichlich Nebengeräusche also für Markus Anfang und seine junge Mannschaft. Die Reaktion des Teams in Ingolstadt? Der höchste Auswärtssieg in der Kieler Zweitliga-Geschichte, ein 5:1, mit vier Toren in 15 Minuten. Mit erfrischendem Offensivfußball, dem Markenzeichen von Holstein über die gesamte Saison. Platz drei nach 32 Spieltagen gefestigt. Als Aufsteiger. Nebengeräusche? Erfolgreich ausgeblendet – auch vom Cheftrainer.

Vielleicht nicht die schlechteste Eigenschaft, schließlich wird Anfang ab der kommenden Saison neuer Coach des 1. FC Köln. Und bei dieser Trainerstation, seiner bislang wichtigsten, werden Nebengeräusche nicht ausbleiben – schließlich wird hier der sofortige Aufstieg verlangt. Kein bisschen weniger. Da stellt sich die Frage: Wer ist also dieser Mann, der mit einem Aufsteiger die Bundesliga-Relegation erreicht hat? Der in Köln-Heimersdorf zum Spieler und in Kapellen zum Trainer geworden ist? Oder einfach: Wer ist Markus Anfang?

Von Heimersdorf nach Dormagen

Das Kicken lernt er beim KSV Heimersdorf im Kölner Norden. Sein Förderer ist von Beginn an sein Vater Dieter, der den Sohn beim KSV über viele Jahre trainiert und aufbaut. Über sämtliche Stationen seiner Karriere sind er und Mutter Helga immer an Markus’ Seite. So auch beim TSV Bayer Dormagen, zu dem der junge Kicker 1992 wechselt. Verantwortlich dafür sind der dortige Fußball-Geschäftsführer Gregor Schwermer – und Harald Pauli, heute 84 Jahre alt und langjähriger Fußballobmann in Dormagen. „Das Bindeglied zwischen Mannschaft und Vorstand“, wie er selbst beschreibt, „der, der mit in die Kabine darf. Da weißt de alles!“

Rainer Lisson, Vorstand Sport und Kommunikation in Dormagen, sagt: „Der Harald ist hier bei uns eine absolute Legende, der kann Ihnen noch sagen, wann welcher Spieler hier auf dem Platz eine ‚Gelbe Karte‘ gesehen hat.“ Pauli hat noch eine vierstellige Telefonnummer, so lange wohnen er und seine Frau Helga schon in Dormagen. Er ist ein lebendes Fußballlexikon und erinnert sich deshalb auch noch genau an Anfangs erste Schritte im Seniorenbereich. Schwermer und Pauli waren bei Reiner Calmund in Leverkusen, wo Anfang spielte, vorstellig geworden, wollten Jugendspieler von dort in ihrem Klub „parken“. Calmund und Michael Reschke, damals noch Jugendtrainer bei Bayer, willigten ein, man sah sich ein U19-Spiel an und entdeckte Anfang. „Der wohnte in Chorweiler, da sind wir dann hingefahren und haben gesagt: ‚Du kannst doch von hier aus in 15 Minuten bei uns am Platz sein‘“, sagt Pauli lachend.

Anfang ist überzeugt und kickt von da an unter Ex-Bayer-Profi Klaus Bruckmann in Dormagen. „Er war von Beginn an ein Führungsspieler im Mittelfeld. Auch wenn er ja nicht der Größte, sondern eher etwas klein geraten war. Als er hierhin kam, ging es mit uns sportlich steil bergauf“, sagt Pauli. Dennoch klappt beim neuen Mittelfeldmotor nicht gleich von Beginn an alles. „Das war ja sein erstes Jahr im Seniorenbereich, der wollte richtig zeigen, was er draufhat. Also hat er auch öfter mal den Kopf hängen lassen, wenn der erste Ball nicht gleich ankam“, erinnert sich der Fußball­obmann. Doch Trainer Bruckmann und seine Eltern unterstützen ihn. „Markus, Kopf hoch!“, schallt es damals immer wieder von der Seitenlinie des Bayer-Sportparks. „Die Eltern waren immer dabei, bei jedem Spiel. Und wenn es ihrem Sohn mal ans Geläuf ging, hätten Sie die mal hören sollen!“ Pauli lacht, gibt die Sprüche aber, wie er sagt, „besser nicht wieder“.

Angekommen im Profibereich

Und Anfang findet sich immer besser zurecht, steigert sich. Das ist laut Pauli auch seinem Charakter geschuldet. „Wir hatten immer mal wieder Profis und Amateure, die ein bisschen link und verschlagen waren. Das war Markus gar nicht, er war immer ein korrekter und gradliniger Junge.“ Nach zwei Jahren in Dormagen wechselt er zurück zu den Amateuren nach Leverkusen und von dort nach Düsseldorf, wo er 1995 seinen ersten Profivertrag unterschreibt. Pauli erinnert sich. „Da war gerade das neue Rheinstadion eröffnet worden, und ich habe mit dem Markus telefoniert, weil ich gerne mal hinwollte. Er sagte, er kümmere sich darum, und ich dachte, ich könnte mir die Karten irgendwann abholen. Eines Tages kam ich dann aber vom Einkaufen wieder, und er hatte meiner Frau zwei vorbeigebracht.“

Heute haben die beiden keinen Kontakt mehr. „Aber ich hoffe doch, dass er sich noch an mich erinnert.“ Anfang ist angekommen im Profibereich, läuft zunächst 39 Mal für die Fortuna auf, bevor er über ein kurzes Intermezzo auf Schalke nach Österreich zum FC Tirol Innsbruck wechselt. Seine erfolgreichste Zeit als Spieler, er wird zwischen 2000 und 2002 jedes Jahr Meister. Anschließend die Rückkehr nach Deutschland, er spielt in Kaiserslautern, Cottbus, Duisburg, wieder Düsseldorf, Wacker Innsbruck und bei Eintracht Trier. Dort wird er aussortiert. „Ich habe Verständnis dafür, dass der neue Trainer die Truppe verjüngen will“, sagt Anfang. Doch statt Groll zu hegen, orientiert er sich um, macht die Trainer-A-Lizenz, sucht eine Herausforderung als Coach – und findet sie beim SC 1911 Kapellen-Erft.

Der spielt aktuell Landesliga Niederrhein im Erftstadion in Grevenbroich. Die Anlage hat besonderen Charme. Ein möglicher Weg dorthin führt über die Erftstraße, die allerdings mehr Waldpfad als gepflasterter Fahrweg ist. Sie empfiehlt sich für eine Radtour – oder schweißtreibende Waldläufe, von denen Anfang in seiner Zeit in Kapellen meist absieht. Die Anlage an der Weimarstraße umfasst vier Fußballplätze und einen kleinen Bolzplatz, das Vereinsheim an der Anlage hat dieses Rustikale, das so wohl nur im Amateurbereich zu finden ist. Von dort aus ist der Blick hervorragend auf das große Spielfeld mit der Tartanbahn und Platz für bis zu 5.000 Zuschauer. Die kommen zwar nicht allwöchentlich, allerdings ist der „Dorfverein“, wie ihn Geschäftsführer Ralf Stübben liebevoll nennt, in der Region beliebt und bekannt. Das liegt vor allem am langjährigen Präsidenten Josef Breuer, der Anfang 2010 die Chance auf seinen ersten Trainerposten anbietet. Diese ergreift er – und prägt den Verein im Verlauf nachhaltig.

„Wir entwickeln uns weiter“

Daran erinnert sich auch Oliver Seibert, ehemals Spieler unter Anfang und heutiger Cheftrainer der 1. Seniorenmannschaft. Er nimmt an einem regnerischen Vormittag im Vereinsheim Platz. „Ein Menschenfänger, -kenner und -führer. Markus hat sich hier von Beginn an unfassbar eingebracht und nie mit den Gegebenheiten, die hier wirklich nicht professionell sind, gehadert.“ Darin zeige sich auch eine der großen Stärken Anfangs: Er sei in der Lage, sich auf jede Situation und sein Umfeld optimal einzustellen. „Er hat immer verstanden, dass das hier Amateurbereich ist. Wir konnten rausgehen, Spaß haben, und haben uns trotzdem als Teil von etwas Besonderem gefühlt.“

Anfang entwickelt seine Philosophie, will schönen Fußball sehen. Das geht nicht von Beginn an gut. „Wir sollten flach hinten raus spielen, lange Bälle vermeiden, Abstöße immer kurz ausführen“, erinnert sich Seibert. So gingen die ersten Spiele verloren – „und dann kann es hier im Dorf auch schon mal unruhig werden“, lacht Stübben. „Auch hier hat jeder Zweite so viel Ahnung wie der Trainer und fast so viel wie Jogi Löw! Aber das ist ja in einer Millionenstadt wie Köln nicht anders“, sagt er. Das System umschmeißen, weil es ein paar Spiele lang nicht läuft? Keine Option. Und die Mannschaft bleibt geduldig, steht hinter Anfangs Philosophie. „Weil wir gemerkt haben, dass wir uns weiterentwickeln.“

In der Saison 2010/11 platziert sich der SC 1911 Kapellen-Erft unter Anfang im Mittelfeld der Oberliga, im Jahr darauf müssen durch eine Verbandsänderung die letzten sechs Teams der 18er-Liga absteigen. Anfang und sein Team werden in dieser extrem hektischen und kräftezehrenden Spielzeit Neunter. In der Saison 2012/13 steht der SC am Ende der Hinrunde auf Platz zwei hinter dem KFC Uerdingen. So deutlich wie beim Etat (Differenz von mehr als einer Million Euro) ist der Unterschied in der Tabelle nicht. Natürlich das Markenzeichen der Anfang-Truppe: der Offensivfußball.

Markus Anfang

In Köln lernte Markus Anfang das Kicken, nun kehrt er zurück (Foto: imago/Hentschel)

Diese Spielidee scheint vor allem viel mit Anfangs Charakter zu tun zu haben: „Dieses Attraktive, was der Zuschauer ja auch heute noch in Spielen von Holstein Kiel sieht, liegt an der Führung von Markus. Er hat es immer hinbekommen, dass jeder Spieler von der Eins bis zur 25 gebrannt hat.“ Seibert war selbst Ersatztorhüter, und da sind Einsätze in der Regel ja eher selten. Wie er jedoch von Anfang spricht, beweist, dass auch er sich als wichtiger Teil des Teams gefühlt hat. „Und dafür muss er gar nicht laut in der Kabine werden, so wie ich mir Jürgen Klopp vorstelle. Er erklärt viel, appelliert an die Spieler.“ Vielleicht auch ein Erfolgsrezept in Kiel, wo Seibert Prinzipien von Anfangs Spielidee in Kapellen wieder erkennt.

Generell gibt es wohl kaum einen Menschen in Kapellen, der etwas Schlechtes über Markus Anfang zu sagen hätte. „Zu dem konnte ein D-Jugendtrainer an die Kaffeebude kommen und ihn bitten, sich mal das Training von ihm anzuschauen – das hat Markus gemacht und als Coach der ersten Mannschaft noch Trainingspläne für die Jungs geschrieben. Das ist auch auf diesem Niveau hier außergewöhnlich.“ Und gelegentlich haben Anfang und Seibert noch Kontakt, als Seibert Trainer wird, holt er sich in einem Telefonat Tipps von Anfang. „Als ich gesehen habe, dass man so Trainer sein kann wie Markus, hat mich das bestärkt, auch meine A-Lizenz zu machen.“ Auch zum Posten beim FC hat Seibert gratuliert, „und Markus antwortet jedes mal innerhalb von 20 Minuten.“

Es ist diese Mischung aus Fußballfachmann, Kumpeltyp und engagierter Person im Verein, die Anfang so beliebt macht. Er hat nicht vergessen, wo er herkommt. „Und vielleicht“, hofft Ralf Stübben, „sieht man sich ja mal zu einem Testspiel auf der Anlage hier wieder.“ Dort ist der menschennahe Anfang noch immer präsent. Seibert: „Ich habe erst gestern gehört, dass man stolz ist auf ,unseren Markus‘.“

Anfang und Cichon – Unzertrennlich

Markus Anfang folgt im Winter 2012 dem Ruf seines ehemaligen Vereins Bayer 04 Leverkusen, wo er 2012 zunächst lernt, beobachtet und hospitiert. Zur darauffolgenden Saison stößt er zur B-Jugend. In dieser Zeit arbeitet Anfang eng mit Kai Braun, Athletiktrainer im Nachwuchsleistungszentrum bei Bayer 04, zusammen. „Ich habe Markus das erste mal gesehen, als er noch hier gespielt hat. Da war ich noch Leichtathlet, und er hat bei einem unserer Trainer immer zusätzliches Sprinttraining gemacht, weil er selbst gesagt hat, er wäre zu langsam“, sagt Braun. Das könne er aber aus dem Gedächtnis „weder bestätigen noch negieren“. Als er Jahre später als Coach zurückkehrt, ist es vor allem die Arbeit mit seinem Trainerteam Tom Cichon und Andrzej Buncol, die Braun im Gedächtnis geblieben ist. „Die waren von Beginn an eine richtige Einheit, die hat nichts auseinandergebracht.“

Das hat auch Jürgen Gelsdorf, langjähriger Nachwuchsleiter bei Bayer 04, so erlebt. Vor allem die Beziehung Anfangs zu Cichon, der ihn zur kommenden Saison nach Köln begleitet, sei von Beginn an sehr speziell gewesen. „Wir wollten den Tom bei uns zum Fußballlehrer ausbilden, aber für ihn alleine wäre die B-Jugend-Mannschaft viel zu groß geworden. So haben wir dann nach einem etwas erfahreneren Trainer gesucht, und Markus hatte ja in Kapellen schon gute Arbeit gemacht. Da haben sich wirklich zwei gefunden, die auch über den Platz hinaus harmonieren und richtige Freunde geworden sind.“ Anfang macht wichtige Erfahrungen, verfeinert seine Spielidee. „Ich glaube, dass seine Art Fußball zu spielen auch aus dem Jugendbereich kommt, wo es ja generell immer darum geht, nach vorne zu denken, das Spiel zu gestalten und zu dominieren.“

Auch bei dieser Station immer mit dabei: Seine Familie. „Er ist auf jeden Fall sehr familiär, hat immer viel erzählt und die Familie bei Veranstaltungen im Verein immer mit eingebunden“, erinnert sich Kai Braun. Doch zunächst läuft es „nicht immer rosig“. Das Niveau in der B-Jugend ist sehr hoch, Mannschaften aus Leverkusen, Dortmund, Köln, Schalke oder Mönchengladbach befinden sich praktisch auf Augenhöhe. „In der Bundesliga West gibt es da eine sehr große Konkurrenz“, jeder kann jeden schlagen. Das erfährt auch Anfang, wird mit seinen Teams zunächst Vierter, dann Zweiter. In seinem letzten Jahr ist es dann das Team von Bayer 04, das unter Coach Anfang und mit Top-Spieler Kai Havertz die B-Jugend-Meisterschaft erringt. „Damit hat er sich in Leverkusen noch mal ein Denkmal gesetzt“, sagt Braun.

Über die Arbeit mit Anfang kann auch er fast ausschließlich Positives sagen. „Natürlich war nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen, und wir sind auch mal aneinandergeraten, aber das gehört ja auch dazu. Wir hatten immer ein sehr kollegiales Miteinander, er hat klar gewusst, was er wollte und hat dann sehr zielstrebig gearbeitet“, weiß Braun. Zudem gewährt Anfang seinen Assistenten viele Freiheiten bei der Trainingssteuerung, bleibt aber immer im Dialog. „Er fordert für sein Spiel eine hohe Anstrengungsbereitschaft, schafft dafür aber auch selbst die Voraussetzungen, indem er im Training die athletische Ausbildung der Spieler sehr forciert.“ Ob er als Trainer Vorbilder hat? „Ich glaube nicht, dass er irgendwelche großen Lehrmeister hat. Davon hat er nie gesprochen“, sagt Braun. Anfang habe seinen Spielstil vor allem selbst entwickelt, damit nachhaltig Erfolg gehabt und ihn über die Jahre beibehalten.

„So was entwickelt sich durch praktische Erfahrung – und der Erfolg gibt ihm recht.“ Zweifel daran, dass er sich auch in Köln durchsetzen wird, hat der Athletiktrainer nicht. „Ich hätte ihm jetzt auch zugetraut, direkt in die 1. Liga zu gehen, aber ich kann mir auch vorstellen, dass der FC direkt wieder aufsteigt.“

„Ich bin Kölner“

Womit wir zurück in der Gegenwart wären. Während die Erfolgsgeschichte mit Aufsteiger Holstein Kiel am Ende ohne Happy End blieb, gibt es in der Kölner Presse täglich neue Wortspiele mit seinem Nachnamen (Neu-Anfang, jedem Ende wohnt ein Anfang inne, Alles auf Anfang) zu lesen. Bereits Monate vor der offiziellen Verkündung durch den Klub steht er im Boulevard bereits als neuer Trainer fest. Nebengeräusche, die er erfolgreich ausblendet. Erst ab Sommer wird er sich auf den FC konzentrieren – dann aber auch unter sofortigem Erfolgsdruck stehen. Mit Führungs- und Nationalspielern, die sich zum Verein bekannt haben, in einer Stadt, die nach Bundesliga-Fußball zehrt. Ob er den größten Schritt seiner Trainerkarriere ebenso erfolgreich meistert wie die Schritte bislang, wird sich zeigen.

Es kommt eine Menge Arbeit auf Markus Anfang zu. Doch der scheint bereit. „Ich bin Kölner. Mir muss niemand erklären, was es bedeutet, für diesen großartigen Traditionsverein mit diesen Fans zu arbeiten. Unabhängig von der Liga“, ließ er nach Bekanntgabe seines Wechsels verlauten. Und an keiner seiner bisherigen Stationen ist irgendein Zweifel zu vernehmen, dass er diese Arbeit bewältigen wird. Auch, wenn Nebengeräusche vielleicht nicht ausbleiben werden. Aber der FC wollte Anfang exakt deshalb haben. Der Club erhofft sich, dass er wie bei seinen bisherigen Stationen auch hier eine Mannschaft hinter sich vereinen und ihr ein Gesicht geben kann, ohne von seinem Weg und seiner Spielidee abzuweichen. Und bisher ist er damit stets gut gefahren, kein Grund also, seine Herangehensweise zu ändern. „Wenn man als kleiner Trainer dem großen 1. FC Köln einen Tipp geben darf“, sagt Oliver Seibert, als er im Vereinsheim des SC Erft-Kapellen sitzt. „Lasst den Mann erst mal machen.“

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