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„Das wäre ein Schildbürgerstreich“

Der Stein des Anstoßes: Die Wahl der Beleuchtung bei der geplanten Laufstrecke Foto: Gina Haatz

Der Stein des Anstoßes: Die Wahl der Beleuchtung bei der geplanten Laufstrecke
Foto: Gina Haatz

Der beleuchteten Laufstrecke droht das endgültige Aus. Volker Staufert, der ehemalige „Sportstadt Köln“-Vorsitzende, ist dennoch nicht hoffnungslos.

Gehen bei der beleuchteten Laufstrecke endgültig die Lichter aus? Seit knapp einem Vierteljahrhundert wird in Köln an dem Projekt gewerkelt, das aus verschiedensten Gründen noch nicht durchgeführt wurde. Auch der letzte Ortstermin (Köln.Sport berichtete) verlief wenig positiv für die Macher des „Sportstadt Köln e.V.“, letztlich stand der Beschluss des Landschaftsbeirats fest: Keine der drei vorgeschlagenen Varianten fand im Landschaftsbeirat keine Mehrheit. Das Aus für das Projekt? Wenn es nach Volker Staufert, dem ehemaligen Vorsitzenden des „Sportstadt Köln e.V.“ und Initiator der beleuchteten Laufstrecke, geht, dann glimmt die Hoffnung zumindest noch.

Herr Staufert, alle Varianten wurden abgelehnt. Wie geht es beim Projekt „Beleuchtete Laufstrecke“ nun weiter?

Volker Staufert: Wir versuchen nun den Weg über den Ausschuss für Umwelt und Natur zu gehen, um eine Genehmigung zu erreichen. Dort könnte man sich über die Empfehlung des Landschaftsbeirates hinwegsetzen. Wir hoffen, dass wir unser Projekt dann doch noch umsetzen können.

In der Öffentlichkeit entstand der Eindruck, die Gespräche mit dem Landschaftsbeirat seien wenig konstruktiv verlaufen. Trügt dieser Anschein?

Staufert: Die Gespräche waren aus meiner Sicht nicht fruchtbar. Vielleicht waren sie aber auch von unserer Seite falsch angesetzt. Über Natur und Umwelt wurde wenig gesprochen, wir haben lediglich die Aspekte „Sport“ (Sportstadt Köln e.V.) und „Technik“ (RheinEnergie) eingebracht. Für alles andere waren die Untere Landschaftsbehörde und der Beirat zuständig. Und die Landschaftsbehörde hielt unser Konzept mit gewissen Auflagen für genehmigungsfähig. Daher waren wir über die Diskussion bezüglich der Technik verblüfft. Hätten wir weitere Auflagen erfüllen müssen, hätte ich das Ganze sogar noch verstanden. Aber so? Das war schon frustrierend.

Zuerst der unbefriedigende Ortstermin, dann das negative Votum: Wie sehr hat Sie das Ganze getroffen?

Staufert: Ich war schon frustriert über die Art der Diskussion beim Ortstermin und letztlich auch beim Beschluss. Damit müssen wir aber leben. Für mich persönlich habe ich die Konsequenz gezogen, dass ich als Person das Thema nicht weiter betreiben möchte. Daran wird sich nun Andreas Kossiski, der aktuell dem Sportstadt Köln e.V. vorsitzt, versuchen. Davon unabhängig ist aber meine finanzielle Unterstützung.

Glauben Sie denn noch an eine Umsetzung?

Staufert: Natürlich, sonst würde ich mein Geld dafür nicht einsetzen. Meine Unterstützung ist aber an die Art der Umsetzung gebunden. Es soll eine „beleuchtete Laufstrecke“ sein, keine Orientierungsbeleuchtung, die in der „Stelen-Lösung“ angedacht ist. Die halte ich für einen Schildbürgerstreich.

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