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Viktoria: „Blaues Auge steht jedem mal zu“

Starker Auftritt gegen Lotte: Viktoria Kölns Offensivmann Jules Schwadorf Foto: imago/foto2press

Wird Viktoria Köln abermals lange fehlen: Offensivmann Jules Schwadorf
Foto: imago/foto2press

Erst in der Verlängerung setzte sich Viktoria Köln im FVM-Pokal bei Außenseiter TSC Euskirchen durch. Dennoch will man bei den Höhenbergern die Einstellungsdebatte ad acta legen.

Rheinfussball

Der 2:1-Sieg beim Euskirchener TSC war Wasser auf die Mühlen der Kritiker von Viktoria Köln. Beim Last-Minute-Erfolg im Achtelfinale des Mittelrheinpokals mussten sich die Höhenberger einmal mehr der Frage stellen, ob es gegen kleine Teams an Grundhaltung mangelt. Viktorias sportlicher Leiter Stephan Küsters will die Frage nach der Mentalität zu den Akten legen und verteidigt den Pokalauftritt.

Ob Widersacher, Fans oder die eigene Chefetage – von allen Seiten hagelte Kritik auf die Mannschaft des FC Viktoria Köln ein, als man nach starken Auftritten gegen Spitzenteams einmal mehr über ein vermeintliches Leichtgewicht der Liga stolperte und bei Aufsteiger Rot Weiss Ahlen 0:2 unterlag. Eine Reaktion blieb aus: Zwar gelang dem Regionalligisten im Achtelfinale des Verbandspokals ein Sieg, das 2:1 gegen den Oberligisten TSC Euskirchen war jedoch sehr schmeichelhaft und wurde erst in der Nachspielzeit fest gemacht. Und auch Viktorias zweite Großbaustelle – mangelnde Treffsicherheit der Offensivabteilung – wurde am vergangenen Samstag einmal mehr deutlich. In Euskirchen trafen mit Michael Lejan und Edwin Schwarz zwei Verteidiger, während Freddy Mombongo in den letzten zwei Monaten nur einmal traf und Sven Kreyer seit drei Monaten auf ein Erfolgserlebnis wartet.

Ein weiteres Trommelfeuer der Kritik blieb zumindest aus den eigenen Reihen jedoch aus. „Seit ich bei Viktoria bin, haben wir jedes Pokalspiel absolut souverän gewonnen. Es steht jedem Team zu, auch mal einen Zittersieg einzufahren, ohne gleich alles in Frage zu stellen“, macht Küsters deutlich. „Die Einstellungsproblematik ist jetzt genug besprochen worden. Man sollte dieses Thema nun abhaken“, fordert der sportliche Leiter. Sollte am Samstag die Fraktion ‚Hab ich doch gesagt‘ erwachen, wird man ihr am Flughafenstadion mit einem Lächeln begegnen. Bei einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten Alemannia Aachen wäre die Frage nach der Mentalität gegen die kleinen Klubs der Liga die letzte, die in Höhenberg interessieren würde.

Verzichten muss die Viktoria dabei auf Pechvogel Jules Schwadorf, der erneut eine schwere Muskelverletzung erlitt. Die Blessur aus dem Spiel bei Rot Weiss Ahlen (0:2) entpuppte sich als Muskelbündelriss in der Bauchmuskulatur. „Auch wenn eine solche Verletzung in den Bauchmuskeln nicht so schwerwiegend ist wie in den Beinen, wird Jules dieses Jahr wohl kein Spiel mehr bestreiten“, erklärt Küsters. Für Schwadorf (23) ist es bereits die zehnte Muskelverletzung in den letzten zweieinhalb Jahren.

Text: Daniel Sobolewski/rheinfussball.de