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Stadtausschuss lässt FC sitzen

Im Stadtentwicklungs-Auschuss sollte eine Entscheidung bezüglich der Ausbaupläne des 1. FC Köln am Geißbockheim gefällt werden. Doch es kam anders.

Alexander Wehrle, 1. FC Köln

Alexander Wehrle zeigte sich enttäuscht vom Vorgehen im Sportentwicklungs-Ausschuss.
Foto: imago

Die Sitzung am 10. November im Stadtentwicklungs-Ausschuss sollte endlich Klarheit bringen über die Ausbaupläne des 1. FC Köln am Geißbockheim. Unter Punkt 7.3 der Tagesordnung (Arbeitstitel „Erweiterung RheinEnergieSportpark in Köln-Sülz“) war eine Entscheidung angesetzt. Auch FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle war erwartungsvoll ins Kölner Rathaus angereist.

Doch aus einer Entscheidung wurde nichts. Grund: Weil ein Zusatzantrag der SPD-Fraktion im Rat kurzfristig Aufnahme auf die Tagesordnung (Punkt 9.4) fand, stellte sich die Grünen-Fraktion quer. Deren Vorsitzende Kirsten Jahn machte „Fristeneinrede“ geltend, worauf beide Punkte von der Liste gestrichen wurden.

Der FC-Tross um Alexander Wehrle zog darauf unverrichteter Dinge ab. „Wir sind völlig überrascht und enttäuscht. Offensichtlich haben die Grünen auf ein Fristversäumnis der Verwaltung verwiesen“, kommentierte der FC-Geschäftsführer. „Uns gegenüber gab es keine Vorankündigung dazu.“

Daraus ergebe sich nun erneuter Gesprächsbedarf. „Wir als 1. FC Köln müssen uns jetzt ernsthaft hinterfragen, inwieweit die Verwaltung und die einzelnen Fraktionen der Stadt das Anliegen des FC ernst nehmen“, kritisierte Wehrle.

Eine Trennung von Profi- und Nachwuchsbereich an verschiedenen Standorten steht für Wehrle jedoch nicht zur Diskussion. „Wir haben nach wie vor Vertrauen in die Funktions- und Mandatsträgern dieser Stadt“, erklärte der FC-Geschäftsführer, „aber der heutige Tag regt zum Nachdenken an.“

Die jüngste „Blockade“-Aktion der Grünen-Fraktion im Stadtentwicklungs-Auschuss könnte man jedenfalls als Geringschätzung gegenüber dem Verein im Speziellen und dem Kölner Sport im Allgemeinen interpretieren.