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Sensation perfekt: Haie im Halbfinale

Shawn Lalonde und Philip Gogulla bejubeln einen Treffer der Kölner Haie

3:2-Auswärtssieg bei den Eisbären Berlin: Die Kölner Haie stehen im Halbfinale der DEL-Playoffs
Foto: imago/Contrast

Die Wiederauferstehung der Kölner Haie ist perfekt: Am Ostermontag sichert sich der KEC durch ein dramatisches 3:2 in Berlin den Einzug ins Halbfinale.

Im Showdown an Ostermontag haben die Kölner Haie die Nerven behalten: Bei den Eisbären Berlin siegte der KEC im alles entscheidenden siebten Spiel der Viertelfinalserie dank einer defensiv konzentrierten Leistung mit 3:2 (1:0/2:2/0:0) und feiert dadurch den überraschenden Einzug in die Vorschlussrunde. Die Haie hatten in der Best-Of-Seven-Serie bereits mit 2:3 zurückgelegen, sich jedoch abermals zurückgekämpft. Im Halbfinale wartet nun mit dem EHC München der Sieger der Hauptrunde und Favorit auf den Titelgewinn.

„Wir wussten mit der Situation umzugehen. Es war ein sehr intensives Spiel und eine sehr intensive Serie. Wir sind unglaublich happy, im Halbfinale zu stehen. Wir rufen zur richtigen Zeit unser Potenzial ab. Alle spielen fast am Limit, dennoch ist noch Luft nach oben“, erklärte ein sichtlich glücklicher KEC-Stürmer Patrick Hager nach dem Halbfinaleinzug auf „Servus.TV“. In einer packenden Partie war es der Nationalspieler, der das erste Ausrufezeichen setzte: Nach wunderbarem Solo schob Hager Eisbären-Goalie Petri Vehanen den Puck durch die Schoner (6.) – die Haie führten mit 1:0. Ein gutes Omen, hatten doch in den bisherigen sechs Spielen jedes Mal die Mannschaft gewonnen, die in Führung gegangen war.

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Gepostet von Moritz Müller am Montag, 28. März 2016

Danach konzentrierten sich die Kölner vor allem auf solide Abwehrarbeit, während die Eisbären ein ums andere Mal vergeblich anrannten. Auch eine doppelte Überzahl wussten die Gastgeber, trainiert von Ex-Haie-Coach Uwe Krupp, nicht zu nutzen. Der KEC dagegen im zweiten Drittel eiskalt mit einem Mann mehr auf dem Eis: Hagers Schuss wurde zu Philip Gogulla abgeblockt, der aus kurzer Distanz Vehanen keine Chance ließ (32.) – bereits das achte Playoff-Tor des Haie-Stürmers. Kurz darauf durften die mitgereisten Kölner Fans abermals jubeln. Umicevic passte vor das Berliner Tor, Weiß stocherte nach und ein Berliner schob den Puck ins eigene Tor (33.): 3:0 KEC, das Halbfinale schien zum Greifen nah! Doch die Eisbären schlugen sofort zurück: Zuerst nutzte DuPont eine unnötige Strafe von Ryan Jones eiskalt aus (37.), nur knapp zwei Minuten später fälschte Mark Olver einen Schlagschuss zum Anschlusstreffer ins Kölner Tor ab (39.). Ein umstrittener Treffer, die Kölner reklamierten vergeblich wegen hohen Stocks. Nach Videobeweis galt das Tor – die Gastgeber waren zurück im Spiel.

Im Schlussabschnitt entwickelte sich aus Sicht der Haie eine Abwehrschlacht: Immer wieder griffen die Berliner mit dem Mut der Verzweiflung an, doch mit viel Geschick, der nötige Portion Glück und einem starken Gustaf Wesslau im Tor überstand der KEC die Druckphase der Eisbären. Als Berlin kurz vor Schluss den Torwart vom Eis nahm, stand das Spiel auf Messers Schneide: 13 Sekunden vor der Sirene sicherte Wesslau mit einer Glanzparde gegen Talbot den Auswärtssieg, der gleichzeitig das Weiterkommen ins Halbfinale bedeutete. Dort geht es bereits am Mittwoch mit einem Auswärtsspiel beim EHC München weiter – die Bayern waren durch ein souveränes 4:1 gegen Straubing in die Vorschlussrunde eingezogen. Das erste Haie-Heimspiel in der Best-Of-Seven-Serie findet am Freitag in der Lanxess-Arena statt.