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5:1: Haie erkämpfen Showdown in Berlin

Jubel, Haie, Haie, bum bum bum

5:1 gegen die Eisbären: Die Kölner Haie erzwingen das entscheidende Spiel in Berlin
Foto: imago/Eibner

Die Kölner Haie kommen abermals zurück und gleichen durch einen 5:1-Heimsieg die Viertelfinalserie gegen die Eisbären Berlin erneut aus. Zum Matchwinner avanciert ein Defensivspezialist.

Die Kölner Haie sind dem Saison-Aus ein weiteres Mal von der Schippe gesprungen: Vor den heimischen Fans glich der KEC durch ein furioses 5:1 (1:0/1:1/3:0) die Viertelfinalserie gegen die Eisbären Berlin, die im Best-Of-Seven-Modus ausgetragen wird, abermals aus und verhinderte so den vorzeitigen Knockout. Das alles entscheidende siebte Spiel findet nun am Ostermontag in Berlin statt.

Nach der Schlusssirene stand dabei ein Haie-Profi im Rampenlicht, der sonst nicht oft publikumswirksam in Erscheinung tritt: Torsten Ankert, KEC-Defensivspezialist, fasste sich in der 38. Minute beim Stand von 1:1 ein Herz und brachte die Haie nach schönem Zuspiel von Dragan Umicevic mit einem satten Handgelenksschuss wieder in Führung. Ein Treffer, der sich nicht angebahnt hatte: Die Eisbären dominierten den Mittelabschnitt nach Belieben, Angriff auf Angriff rollte auf Gustaf Wesslau im Haie-Tor zu, doch der Schwede verhinderte im Zusammenspiel mit der Defensive und dem Torgehäuse Schlimmeres.

Der Knackpunkt des Abends

Bis Ankert kam und traf und das Momentum auf die Kölner Seite zurückbrachte. „Ich habe eine Chance gesehen, Dragan spielt einen super Pass und dann hatte ich das Quäntchen Glück, das man braucht“, beschreibt der 27-Jährige die prägende Szene dieses Spiels: „Ich war froh, dass wir damit die Sturm-und-Drang-Phase der Berliner beenden konnten. Dass wir als Team diese Phase überstanden habe, war heute der Knackpunkt. Das hat uns Aufwind gegeben“, so Ankert. Zuvor hatte der KEC im ersten Drittel früh den Vorwärtsgang gesucht, aber auch das nötige Glück gehabt: Im allerersten Angriff verpassten die Eisbären die frühe Führung durch Pohl, im Gegenzug verpasste Philip Gogulla ein mögliches Kölner 1:0. Das fiel nur kurze Zeit später: Fredrik Eriksson zog von der blauen Linie ab, der Puck fand durch Freund und Feind hinweg den Weg ins Berliner Tor. Die Lanxess-Arena stand bereits nach 61 Sekunden Kopf.

Die Teams schenkten sich in den folgenden Minuten nichts, auf beiden Seiten gab es gute Gelegenheiten – auf Kölner Seite vergab Ryan Jones die besten Tormöglichkeiten (16., 21.). Bis Pohl Anfang des Mittelabschnitts zum Ausgleich traf (23.) und den Sturmlauf der Berliner startete, den erst Torsten Ankert zu unterbrechen wusste. Nur wenige Augenblicke nach dem erst dritten Saisontreffer des Kölner Verteidigers hätte Johannes Salmonsson den Spielverlauf komplett auf den Kopf stellen können, doch der Schwede traf nur den Pfosten (39.). Dennoch war das berühmte Momentum nun wieder bei den Haien, die den kurzen Wechsel im dritten Drittel zu nutzen wussten: In Überzahl spielte Umicevic erneut einen feinen Pass, den Alexander Sulzer per Direktabnahme zu nutzen wusste – 3:1 Haie (43.).

„Wir haben ein Ausrufezeichen gesetzt“

Berlin warf nun alles nach vorne, doch der KEC blieb gefährlich: Nachdem Gogulla noch bei einem Konter scheiterte (51.), entschied Salmonsson die Partie endgültig zugunsten der Haie. Eine feine Kombination über Hager und Gogulla schloss der Schwede zum 4:1 ab (53.) – das erste Stürmertor der Kölner an diesem Abend war gleichzeitig das Ticket für den Showdown in Berlin an Ostermontag. Die Feierlaune der Kölner Zuschauer steigerte sich noch, als Gogulla in der 55. Minute mit dem 5:1 den Schlusspunkt auf einen furiosen Schlussabschnitt der Haie setzte.

Eine Leistung, die viele nach der bitteren Pleite an Gründonnerstag dem Clouston-Team nicht zugetraut hatten. „Viele Leute haben wahrscheinlich bereits gedacht, wir wären tot, aber wir haben heute vielleicht zum zehnten oder fünfzehnten Mal alle Kritiker eines Besseren belehrt. Heute haben wir ein Ausrufezeichen gesetzt“, betont Ankert und sieht sein Team für das entscheidende Spiel sieben am Ostermontag bestens gerüstet: „Wir spielen auswärts, Berlin hat all den Druck. Wir fahren mit sehr viel Selbstbewusstsein nach Berlin!“