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Haie feiern Wesslau und wichtige Punkte

Gustaf Wesslau Kölner Haie

Umjubelter Torschütze zum 1:0: Haie-Goalie Gustaf Wesslau
Foto: imago/Eibner

Die Kölner Haie gewinnen das wichtige Duell gegen die Hamburg Freezers und festigen ihre Chance auf die Playoffs. Unter den Torschütze ist auch der Torwart.

Einmal mehr war Gustaf Wesslau der umjubelte Held. Im enorm wichtigen Duell gegen die Hamburg Freezers führte der Schlussmann der Kölner Haie sein Team zu einem 3:1-Erfolg. Neben starken Paraden trat der Schwede allerdings auch in einer ungewohnten Rolle auf: Zusammen mit Philip Gogulla und Jean-Francois Boucher zählt der KEC-Goalie zu den Torschützen der Partie. Bereits in der zweiten Minute erzielte Wesslau die frühe Führung für die Haie – in einer Szene, die die 15.123 Zuschauer in der Lanxess-Arena bestimmt noch nicht erlebt hatten.

Die Schiedsrichter hatten eine Strafe gegen den KEC angezeigt, wie gewohnt verließ Freezers-Goalie Dimitrij Kotschnew das Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers. Doch er hatte die Rechnung ohne seine Mitspieler gemacht: Ein Fehlpass im Haie-Drittel sorgte dafür, dass der Puck in aller Seelenruhe ins Freezers-Tor trudelte. Da es im Eishockey keine Eigentore gibt und Wesslau zuletzt den Puck berührt hatte, ging der Treffer unter dem Jubel des Haie-Anhangs an ihn. „Es war wirklich kurios. Ich habe den Puck abgewehrt und wenig später wurde ich als Torschütze gefeiert. Mein erster Karriere-Treffer“, beschrieb Wesslau die Szene nach dem Spiel.

Doch die Freude über die kuriose Führung währte nicht lange: Die angezeigte Strafe nutzten die Gäste zum Ausgleich, Ex-Hai Marcel Müller überwand Wesslau aus kürzester Distanz (2.). Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel, beide Teams suchten den Weg nach vorne. Die Haie verpassten es in einer zweiminütigen 5-gegen-3-Überzahl, erneut die Führung zu erzielen. Gogulla, Johannes Salmonsson und Dragan Umicevic scheiterte allesamt an Kotschnew. Insgesamt saß der KEC dank der unsouveränen Spielleitung zu häufig auf der Strafbank – doch es sollte nicht zu ihrem Nachteil sein: Gogulla brachte die Haie nach schöner Kombination über Patrick Hager und Danny Syvret in Unterzahl wieder in Führung (25.).

Der KEC war nun am Drücker und belohnte sich dafür: Boucher nahm Tempo auf, zog vor das Hamburger Tor und schob den Puck unter Kotschnew durch – 3:1 Haie! Die Kölner schalteten nun in den Verwaltungsmodus, während die Gäste nicht die richtigen Mittel fanden, um den KEC unter Druck zu setzen. Die große Chance zum Anschluss vergab David Wolf, als er bei einem Penalty im direkten Duell gegen Wesslau den kürzeren zog (52.). Auch eine Schlussoffensive mit einem Mann mehr auf dem Eis brachte für die Freezers nichts mehr ein. Das wichtige Sechs-Punkte-Spiel zum Auftakt in den Heimspiel-Dreierpack geht an die Haie.

„Es war ein Spiel zweier hungriger Mannschaften. Mal war das Momentum auf deren, mal auf unserer Seite. Wir haben heute gut gearbeitet und Charakter gezeigt. So wollen wir am Sonntag wieder auftreten“, erklärte Haie-Coach Cory Clouston. Dann sind ab 14.30 Uhr die Grizzly Wolfsburg zu Gast in der Lanxess-Arena.