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Fortuna geht an der Ostsee baden

Gleich vier Mal überwanden jubelnde Rostocker Fortuna-Keeper André Poggenborg Foto: IMAGO/objectivo

Gleich vier Mal überwanden jubelnde Rostocker Fortuna-Keeper André Poggenborg
Foto: IMAGO/objectivo

Bei Hansa Rostock ist Fortuna Köln chancenlos und kassiert mit dem 0:4 (0:3) die höchste Niederlage der Saison. 

Nein, die schwierigen Begleitumstände wollte Uwe Koschinat nicht als Ausrede gelten lassen. Einen Tag nach der Beerdigung von Klaus Ulonska, bei der die Fortuna-Profis André Poggenborg, Daniel Flottmann, Florian Hörnig, Markus Pazurek, Ercan Aydogmus und Thomas Kraus den Sarg ihres Präsidenten zu Grabe getragen hatten, unterlag der Aufsteiger einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt sang- und klanglos. „Da dürfen die äußeren Umstände keine Rolle spielen“, erklärte der Fortuna-Coach, der sich maßlos über den indiskutablen Auftritt seines Teams ärgerte.

Vor 8.000 Zuschauern in Rostock konnte Keeper Poggenborg den Rückstand zunächst noch verhindern, indem er einen Elfmeter entschärfen konnte (6.), doch auch die Glanztat ihres Schlussmanns konnte die Gäste nicht aus dem Kollektiv-Schlaf der ersten Halbzeit erwecken. So nutzte Steven Ruprecht seine zweite Chance vom Punkt und brachte die Hansa-Kogge in Führung (27.). Nach einem Schubser von Pazurek war es bereits der neunte Elfmeter, den die Südstädter in dieser Spielzeit gegen sich gepfiffen bekamen.

Die Führung gab den Hausherren Sicherheit, während Fortuna nun gar nicht mehr ins Spiel fand. Die Folge waren die schnellen Treffer zum 0:2 (31.) und 0:3 (35.), bei dem Poggenborg Torschütze Hall Savran nach einem riskanten Rückpass von Andreas Glockner unglücklich anschoss. „Zwischen der 45. und 75 Minute durften wir dann etwas mitspielen. Aber auch nur, weil Rostock es ruhiger angehen ließ“, erklärte Koschinat. Hamdi Dahmanis Distanzschuss (54.) blieb allerdings das einzige Lebenszeichen der Gäste an diesem ungemütlichen Nachmittag an der Ostsee. Und so besiegelte Christian Bickels zweiter Treffer (89.) der Partie die höchste Saisonniederlage des Aufsteigers.

Statt den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auszubauen, schrumpfte Fortunas Polster auf neun Zähler. Die Rostocker holten dagegen 17 Punkte aus den acht Spielen nach der Winterpause und setzen seit Beginn der Rückrunde Woche für Woche entscheidende Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt.

Die Kölner Fortuna begeht die anstehende Länderspielpause dagegen mit fünf sieglosen Spielen in Serie. Es ist also Zeit genug, die Fehler aufzuarbeiten und mit neuer Kraft ins kommende Heimspiel gegen die U23 des VfB Stuttgart und die restlichen sieben Saisonspiele zu gehen.