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FC: Keine Chance gegen den FCB

Kölns Innenverteidiger Dominic Maroh im Kopfballduell mit Thomas Müller. Foto: IMAGO/T-F-Foto

Kölns Innenverteidiger Dominic Maroh im Kopfballduell mit Thomas Müller.
Foto: IMAGO/T-F-Foto

Im Heimspiel gegen den FC Bayern München hat der FC eine 0:2-Niederlage kassiert, die Leistung machte aber Mut für die nächsten Wochen.

Mit seiner Aufstellung war Peter Stöger für die eine oder andere Überraschung gut: Mit Adam Matuschyk, Yannick Gerhardt und Pawel Olkowski brachte er drei Spieler, die eigentlich nicht von Beginn an auf dem Platz erwartet worden waren. Die Stimmung im Stadion war hoffnungsvoll, dem großen FC Bayern ein Bein stellen zu können.

Doch es würde der erwartet schwere Gang für den 1. FC Köln werden, das war bereits in den Anfangsminuten der Partie im ausverkauften RheinEnergieStadion zu spüren. Der Rekordmeister – in Bestbesetzung angetreten – trat von Beginn an aufs Tempo und setzte die Gastgeber mächtig unter Druck. Der FC wehrte sich mit Laufarbeit und viel Einsatz im Zweikampfverhalten, konnte sich aber nur selten aus der Umklammerung des FCB lösen. Unter anderem, weil fast gar keine Entlastung zu Stande kam. Sage und schreibe 41 % Fehlpässe sammelten die Schützlinge von Peter Stöger in der ersten Hälfte. Besonders Adam Matuschyk und Yannick Gerhardt, beide eigentlich für ein spielerisches Moment aufgestellt, wirkten zu hektisch und schenkten die Bälle allzu oft frühzeitig her.

Und so kam es, wie es kommen musste: Nach einem Ballverlust von Daniel Halfar auf der linken Seite, kombinierten sich die Bayern über Arjen Robben, Thomas Müller und Robert Lewandowski zu Mario Götze, der keine Mühe hatte, zum 0:1 zu vollenden. Besonders über Müller und Lewandowski erspielten sich die Gäste auch weiterhin gute Chancen, vor der Pause konnte der FC allerdings ein weiteres Gegentor vermeiden. Beinahe hätten die Geißböcke das Spielgeschehen sogar komplett auf den Kopf gestellt, bei einer Doppelchance von Adam Matuschyk und Anthony Ujah war Manuel Neuer aber jeweils in Weltklasse-Manier zur Stelle und verhinderte den Ausgleich.

Der FC kam unverändert aus der Kabine,  hatte aber offensichtlich neuen Mut getankt. Den ersten Abschluss der zweiten Hälfte hatte Matuschyk, Neuer parierte aber ohne Probleme. In der 53. Minute spielte Lewandowski Müller frei, sein Schuss von der Strafraumkante wurde aber zur Ecke abgefälscht. Das generelle Bild des Spiels war fortan wieder dem der ersten Hälfte ähnlich. Stöger brachte Marcel Risse für Gerhardt, mehr Druck nach vorne konnten die Hausherren aber nicht entfachen. Stattdessen fiel nach 67 Minuten die Vorentscheidung. Nach einer Hereingabe von Mario Götze brachte Daniel Halfar den Ball im eigenen Tor unter, das Ganze unter starker Bedrängnis von David Alaba.

Mit dem 2:0 im Rücken ließ es der FCB merklich ruhiger angehen, nur noch vereinzelt kam das Team von Pep Guardiola gefährlich vor das Tor von Timo Horn. Der FC bestätigte seine läuferisch und kämpferisch engagierte Leistung auch in der letzten Viertelstunde, konnte das Gehäuse von Manuel Neuer aber zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr bleiben.

1. FC Köln: Horn – Hector, Maroh, Wimmer, Brecko – Gerhardt (59. Risse), Lehmann – Olkowski, Matuschyk, Halfar (76. Vogt) – Ujah (88. Finne).

Tore: 0:1 Götze (19.), 0:2 Halfar (67., ET)