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FC: Bitteres Derby-Ende

Der Moment der Entscheidung: Granit Xhaka köpft zum Derbysieg ein Foto: imago/Moritz Müller

Der Moment der Entscheidung: Granit Xhaka köpft zum Derbysieg ein
Foto: imago/Moritz Müller

In der Nachspielzeit kassiert der 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach den Knockout. Überschattet wird das Derby von einem Platzsturm der Kölner Fans.

Bis in die Nachspielzeit hielt das Kölner Derby-Bollwerk in Mönchengladbach. Dann pfiff Schiedsrichter Deniz Aytekin einen umstrittenen Freistoß an der Eckfahne, die Hereingabe köpfte Borussias Mittelfeldmann Granit Xhaka zum 1:0-Siegtreffer in die Masche. Bitter: Der Schweizer hätte wohl nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen, Gelb-Rot nach einem taktischen Foul wäre eigentlich fällig gewesen.

Noch bitterer: Die Anhänger der „Geißböcke“ machten wieder einmal negativ auf sich aufmerksam. Wiederholt wurde Pyrotechnik abgebrannt, Leuchtspuren flogen auf das Feld, Böller wurden gezündet. Zum krönenden Abschluss des schlechten Auftritts der FC-Fans stürmten einige Unbelehrbare nach dem Abpfiff das Feld.

Der Verein verurteilte direkt nach dem Spiel die Taten seiner Anhänger. „Diese Vorfälle fügen dem 1. FC Köln und der Mehrheit der großartigen Fans des 1. FC Köln massiven Schaden zu“, heißt es in der Erklärtung. “ Gerade in einer Phase, in der wir mit dem DFB in einem Austausch über angemessene Strafen und die richtige Bewertung von Fan-Arbeit sind, sind diese Vorkommnisse ein schwerer Rückschlag, der den Club enttäuscht und ärgert.“

Die Kölner Mannschaft dagegen präsentierte sich deutlich sportlicher. Zwar konnten die „Geißböcke“ in der Offensive kaum überzeugen, hielten aber die Angriffe der Gastgeber immer wieder in Schach. Mönchengladbach dominierte die Partie, Chancen waren aber auf beiden Seiten Mangelware. Die einzige Torgelegenheit der Kölner hatte Marcel Risse, dessen Distanzschuss kurz vor der Pause Mönchengladbachs Keeper Yann Sommer alles abverlangte (40.).

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zusehendst. Dem FC fehlte in der Offensive mehr als offensichtlich die Qualität, um die Ballgewinne passend zu nutzen. Und ihm fehlte das nötige Quäntchen Glück bei den Schiedsrichterentscheidungen: Bei einem Zweikampf zwischen Vogt und Borussias Patrick Hermann im Strafraum der Gastgeber ließ Aytekin weiterspielen, ebenso kurz danach, als der gelb-vorbelastete Xhaka den eingewechselten Peszko bei einem Konter an der Schulter festhielt.

Als dann in der Nachspielzeit ausgerechnet jener Xhaka den verdienten Siegtreffer erzielte, brannten die Sicherung bei einigen im Gästeblock durch.