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Der Kölner Sport hat die Wahl!

MEHRSPORT_Umfrage130514Wie steht die Kölner Politik zu einer Erhöhung der Jugendbeihilfe im Sport? Dies ist die 3. Frage, die Köln.Sport den Parteien im Vorfeld der Kommunalwahl am 25. Mai stellte. Die Antworten folgen hier …

Auch der kölsche Sport hat bei der Kommunalwahl am 25. Mai eine Stimme mit Gewicht. Deshalb wollte Köln.Sport wissen: Was wollen die Parteien für den Sport in der Domstadt tun? Und wie stehen die verschiedenen politischen Lager zu den wichtigen Themen des Stadt-Sports? Insgesamt 6 Fragen wurden von den Parteien beantwortet. Hier die Antworten zu unserer dritten Frage …

3. Jugendbeihilfe: Einige Parteien haben sich in ihren Wahlprogrammen für eine Erhöhung der Jugendbeihilfe im Sport ausgesprochen. Wie stehen Sie dazu – und wie kann eine solche Erhöhung konkret finanziert werden?

Peter Kron, SPD:
Die Jugendbeihilfe wurde während unserer ­Verantwortung von 8,37 Euro pro Kind (ohne FC, der auf die Beihilfe verzichtet) im Jahr 2008 auf zuletzt 11,48 Euro pro Kind erhöht – ein Plus von über 37 Prozent! Und das, obwohl in den letzten Jahren ­erheblicher Spardruck bestand. Wegen der enormen Bedeutung des Jugendsports für unsere Gesellschaft sind wir für weitere Erhöhungen offen, müssen dies allerdings im Zusammenhang mit dem gesamten städtischen Haushalt bewerten. Im Übrigen fördert die Stadt im Jugendsport gezielt projektbezogen. ­Erinnert sei auch an das von uns initiierte Erfolgsmodell „Kids in die Clubs“.

Henk van Benthem, CDU:
Die CDU-Fraktion hat vor kurzem die Einrichtung ­einer Mitarbeiterstelle beim Verein „Sportstadt Köln“ abgelehnt und gefordert, mit diesem Geld statt­dessen die Jugendbeihilfe zu erhöhen.

Elisabeth Thelen, Bündnis 90/Die Grünen:
Eine Erhöhung wäre wünschenswert, sollte das Sportbudget im städtischen Haushalt 2015 Spielräume lassen. Kinder und Jugendliche für Sport und Bewegung zu gewinnen ist eine zentrale Aufgabe.

Ulrich Breite, FDP:
Wir wollen die Jugendbeihilfe auf 15 Euro verdoppeln. Wer aber bei der Sportförderung von Kindern und ­Jugendlichen anfängt, nach Elternhaus zu differenzieren, baut neue gesellschaftliche Barrieren und Vorurteile auf. Darum wollen wir die Erhöhung aus dem Etat „Kids in die Clubs“ gegenfinanzieren, weil wir den ­Ansatz, nur Kinder aus Hartz-IV-Familien zu fördern, für falsch halten – und dieser unserem Grundsatz, dass gerade im Sport alle gleich sind und es keinen Unterschied in der Förderung geben darf, entgegenstrebt.

Jörg Detjen, Die Linke:
Die Jugendbeihilfe für die Kölner Vereine ist zwar kontinuierlich erhöht worden, steht zurzeit aber gerade mal bei umgerechnet einem Euro pro Monat pro Kind. Das verdeutlicht, wie kümmerlich das Engagement der Sportvereine für Kinder und Jugendliche unterstützt wird. Die Stadt hat dafür nicht die Ressourcen. Die Hilfe, die sie hier durch die Vereine erhält, die in eigener Verantwortung durch ihre Organisationen eine quasi öffentliche Aufgabe übernehmen, ist von unschätzbarem Wert. Wir halten die Forderung der Sportjugend nach einer „Verfünffachung der Jugendbeihilfe“ für richtig und können uns vorstellen, dass das Geld dazu aus Mitteln kommt, die bisher direkt oder indirekt in den Profisport fließen.

Hier geht’s zur 1. Frage: Sport im Offenen Ganztag …

Hier geht’s zur 2. Frage: Nutzungsgebühren für Sportstätten …