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Der große Wurf?

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Die zweite Playoff-Teilnahme in Folge ist den RheinStars kaum noch zu nehmen. Doch die Vorzeichen stehen im Vergleich zum letzten Jahr völlig anders. Ist der Aufstieg in die Basketball-Bundesliga machbar?
Basketball-Bundesliga

Youngster Lukas Wank (#77) will mit den RheinStars in die Basketball-Bundesliga aufsteigen (Foto: imago/Beautiful Sports)

Mit hängenden Köpfen marschierten Anthony King, Hugh Robertson und Robin Christen in die Katakomben der Stadthalle Weißenfels. Auch Headcoach Matt Dodson musste sich nach der deutlichen 68:97-Niederlage gegen den Mitteldeutschen Basketball Club eingestehen, dass sein Team vom Aufstieg in dieser Saison so weit entfernt war wie der 1. FC Köln aktuell vom Klassenerhalt.

Das geschilderte Playoff-Aus vom 12. April 2017, ausgerechnet dem Geburtstag von RheinStars-Manager Stephan Baeck, war die Initialzündung für ein „Bäumchen wechsle dich“-Spiel im Sommer: Von den genannten Akteuren schnürt in der aktuellen Saison keiner mehr die Schuhe für den ProA-Ligisten, auch ein neuer Trainer steht an der Seitenlinie. Das Ziel allerdings ist geblieben, die RheinStars wollen in die Basketball-Bundesliga (BBL) aufsteigen. Aber stehen die Chancen diesmal wirklich besser?

Neuer Teamgeist

Klar ist, das aktuelle Team hat mit dem der vergangenen Saison nicht viel gemein. Eine neue Spielphilosophie, ein ganz neuer Teamgeist – die RheinStars wirken wesentlich gefestigter. Mit einer Bilanz von 16 Siegen und 11 Niederlagen starten Kapitän Max DiLeo und Co. mit deutlich besseren Karten in die entscheidende Saisonphase als letztes Jahr, als man sich als Achtplatzierter der Hauptrunde mit Biegen und Brechen für die Playoffs qualifiziert hatte.

Hoffnung macht vor allem die Tatsache, dass es Denis Wucherer gelungen ist, den Defensivverbund zu stärken. Die RheinStars haben die zweitbeste Defense aller ProA-Ligisten – ein Faustpfand, schließlich gilt im Basketball die Weisheit „Mit guter Offense gewinnst du Spiele, mit guter Defense Meisterschaften“. Eine Grundvoraussetzung bringen die RheinStars also mit, allerdings gibt es auch Probleme bei den Kölner Basketballern. Da wäre zum Beispiel das oft uninspirierte Angriffsspiel zu nennen. Von allen Playoff-Teilnehmern haben die RheinStars in der Hauptrunde die wenigsten Punkte erzielt.

„Offensiv sind wir erst bei etwa 60 Prozent unserer Leistungsfähigkeit angelangt, können dort also deutlich zulegen. Wenn wir im April 90 bis 100 Prozent abrufen können, dann haben wir vielleicht eine Chance auf den Aufstieg“, urteilte Wucherer Mitte der Saison. Mehr Sorgenfalten als die eigenen, noch zu korrigierenden Schwachpunkte dürfte dem Coach die starke Konkurrenz aus Vechta und Crailsheim machen. Beide Teams spazierten mühelos durch die Saison und verloren zusammengerechnet gerade einmal fünf Spiele – weniger als die Hälfte der RheinStars.

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