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Der FC lebt noch!

Der 1. FC Köln hat wenige Tage nach dem Rücktritt von Jörg Schmadtke in der 2. Runde des DFB-Pokal das lang ersehnte Erfolgserlebnis eingefahren. In Berlin gewann die Stöger-Elf mit 3:1.
Der FC Lebt noch!

Ungewohntes Gefühl: Gegen Hertha BSC Berlin gab es für die Kölner Spieler endlich wieder Grund zum Jubeln (Foto: imago/Nordphoto)

Der Jubel nach dem 1:0-Treffer gestern Abend demonstrierte vor allem eines: Diese Mannschaft lebt nach wie vor und steht unweigerlich zu ihrem Trainer. Torschütze Simon Zoller, der in 35. Minute per Direktabnahme aus kurzer Distanz einnetzte, spurtete zum Jubeln instinktiv zu Peter Stöger, um den die FC-Spieler eine Traube bildeten.

Es war genau der Treffer, den die „Geißböcke“ gebraucht hatten. Denn im Gegensatz zu so vielen Spielen in der jüngeren Vergangenheit war Köln diesmal nicht bessere Mannschaft, ließ nicht zahlreiche Chancen ungenutzt liegen, nur um dann zuzusehen, wie der Gegner es auf der anderen Seite besser machte. Nein, Zollers 1:0 fiel aus heiterem Himmel, nachdem die Berliner der Führung eigentlich näher waren.

Toreschießen nicht verlernt

Acht Minuten später rieben sich die 2.500 mitgereisten Kölner Fans erneut ungläubig die Augen. Nach einer Jojic-Ecke setzte sich Kapitän Dominik Maroh willensstark im Fünfmeterraum durch, und bugsierte die Kugel mit dem rechten Fuß über die Linie. Da der Effzeh hinten sicher stand, ging es mit einer komfortablen 2:0-Führung in die Pause. In der zweiten Halbzeit reagierte Hertha-Coach Pal Dardai und setzte auf volle Offensive.

Maier, Ibisevic und Duda kamen für Lustenberger, Kalou und Pekarik. Das glücklichere Händchen bewies allerdings Gästetrainer Peter Stöger. Sein Joker Christian Clemens verwertete nach einem Konter den Pfostenabpraller eines Zoller-Schusses und stellte die Weichen auf Sieg (3:0, 64.).

Nun wartet Leverkusen

Aufgegeben hatte sich die Hertha trotz bis dato schwacher Leistung allerdings noch nicht. Mehr als der Anschlusstreffer durch Verteidiger Niklas Stark (69.) war für die Gastgeber allerdings nicht drin. Der Traum vom Finale im eigenen Stadion – einmal mehr geplatzt. Für die Kölner hingegen war der Sieg mehr als wichtig. Sie trotzten allen Kritikern, bewiesen dass sie das Toreschießen noch nicht verlernt haben und gegen einen guten Bundesligisten auch auswärts gewinnen können. „Erleichterung pur“ postete Dominique Heintz unmittelbar nach dem Spiel in den sozialen Medien.

Damit sprach er wohl nicht nur allen Teamkollegen, sondern auch sämtlichen Anhängern des 1. FC Köln aus der Seele. Stöger und Co. werden nun alles daran setzten, den Aufwärtstrend nun auch in der Bundesliga in Zählbares ummünzen zu können. Im Derby gegen Bayer 04 Leverkusen (28.10, 15:30) erwartet die Kölner am Samstag ein heißer Tanz. Gelingt auch dort ein Auswärtssieg, hätte sich die Stimmung am Geißbockheim binnen einer Woche um 180 Grad gedreht.