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DBS-Ehrenpreis für die Gold-Kraemer-Stiftung

Die Gold-Kraemer-Stiftung (GKS) hat den Ehrenpreis des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) 2022 erhalten. Während beide Organisationen im Alltag in direkter Nachbarschaft arbeiten, fand die Preisübergabe in Berlin statt.

DBS
Von links: Prof. Dr. Hans Josef Deutsch, Vorstandsvorsitzender der Gold-Kraemer-Stiftung, Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Mathias Mesters, langjähriger Para Leichtathlet und Mitglied Team Toyota, Ferry Franz, Direktor Hydrogen Affairs Europe & Group Representative Office Berlin

Beim Parlamentarischen Abend des DBS in den Räumlichkeiten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands in Berlin nahm Prof. Dr. Hans Josef Deutsch, Vorstandsvorsitzender der GKS, die Auszeichnung von DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher sowie dem langjährigen Para Leichtathleten und Laudator Mathias Mester entgegen. Gestiftet hat den Preis die Toyota Deutschland GmbH.

„Seit inzwischen fünf Jahrzehnten unterstützt die Gold-Kraemer-Stiftung Menschen mit Behinderung auf vielfältigste Art und Weise mit viel Herzblut und Leidenschaft, aber auch mit großer Akribie, großem Know-how und noch größerem Engagement. Die Stiftung besticht durch ihr unnachahmliches Wirken für Menschen mit Behinderung sowie in besonderer Weise durch ihr Engagement für Inklusion im und durch Sport und hat sich diesen Preis zum 50. Geburtstag einfach verdient“, sagte Mathias Mester in seiner Laudation und fügte an: „Dass ich als langjähriger Athlet des Deutschen Behindertensportverbandes den DBS-Ehrenpreis an die Frechener Gold-Kraemer-Stiftung verleihen darf, zu der ich bereits viele Berührungspunkte hatte, und dieser Preis dann auch noch von Toyota mit Sitz in Köln gestiftet wird, ist eine perfekte Kombination für mich als Mitglied des Teams Toyota ab.“

Gold-Kraemer-Stiftung wurde 1972 gegründet

1972 gründete das Ehepaar Paul und Katharina Kraemer die Gold-Kraemer-Stiftung in Gedenken an ihren verstorbenen Sohn Rolf, der 1953 mit einer schweren Behinderung zur Welt kam und trotz intensiver Pflege nur 13 Jahre alt wurde. Zu dieser Zeit war die systematische Förderung von Familien mit Kindern mit Behinderung praktisch noch nicht vorhanden, wodurch Paul und Katharina Kraemer den Wunsch entwickelten, anderen Familien zu helfen. Inzwischen treibt die GKS zahlreiche Projekte voran und engagiert sich mit großer Vielfalt für Menschen mit Behinderung. So gibt es unter anderem das Zentrum für Arbeit durch Bildung und Sport mit einem Fußball- sowie einem Judo-Zentrum, das Projekt „Tennis für Alle“ mit Rollstuhl- und Blindentennis sowie Tennis für gehörlose Menschen und Menschen mit geistiger Behinderung und das Pferdesport- und Reittherapiezentrum, das durch den DBS zum Paralympischen Trainingsstützpunkt für Para Dressursport ernannt worden ist. Zudem gibt es die Schreibwerkstatt Blatt-Gold mit Redakteur*innen mit kognitivem Förderbedarf, Rehasport und inklusive Sportkurse, das „kaethe:k“ Kunsthaus für Künstler*innen mit kognitivem Förderbedarf, zahlreiche Wohn- und Betreuungsangebote sowie das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport.

„Die Gold-Kraemer-Stiftung hat sich mit ihrem umfangreichen Wirken für Menschen mit Behinderung einen Namen weit über die Grenzen des Rheinlands hinaus gemacht. Wir schätzen nicht nur die hervorragende Nachbarschaft und den engen Austausch, die GKS ist darüber hinaus vor allem eine große Unterstützerin, verlässliche Partnerin und wertvolle Mitstreiterin, um die Situation von Menschen mit Behinderung zu verbessern – im Sport wie auch in der Gesellschaft insgesamt“, betont DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Prof. Dr. Hans Josef Deutsch nahm den von Toyota gestifteten Ehrenpreis stellvertretend für die Stifter Paul und Katharina sowie die gesamte Gold-Kraemer-Stiftung entgegen: „Wir sind sehr dankbar für diese Auszeichnung und sehen sie als ein Zeichen dafür, dass in unserer Gesellschaft wirkliche Teilhabe und Selbstbestimmung aller Menschen mit Behinderung dann gelingt, wenn wir uns zusammentun und gemeinsam Strukturen in allen Bereichen unseres Lebens zum Wohle aller Menschen verändern. Der Sport ist hier ein wichtiger Steigbügel für Inklusion in unserem Land.“

Der Ehrenpreis des Deutschen Behindertensportverbandes wird seit 2011 verliehen. Erhalten haben ihn bereits die ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler sowie Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt, ebenso wie Willi Lemke, Gerda Pleitgen, Prof. Hans Georg Näder und Heinrich Popow. Zu den bisherigen Preisträgern gehören darüber hinaus das Team der Paralympics Zeitung von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und dem Berliner Tagesspielgel, das IPC Governing Board sowie die Aktion Mensch.

Text: Pressemitteilung / Deutscher Behindertensportverband