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Das sind Fortunas Neuzugänge!

Neuzugang aus Aachen: Sascha Marquet soll die Fortuna im Mittelfeld verstärken. Foto: IMAGO

Neuzugang aus Aachen: Sascha Marquet soll die Fortuna im Mittelfeld verstärken.
Foto: IMAGO

In gut zwei Wochen startet Fortuna Köln in das Abenteuer 3. Liga. Wir haben deshalb mal die Neuen am Südstadion unter die Lupe genommen und stellen sie vor.

DINO BISANOVIC
DER RÜCKKEHRER
Mir war von Anfang an klar, wie gerne ich für diesen Verein spielen würde“ – Worte wie ein Bewerbungsschreiben. Bisanovic hielt sich zuletzt schon in der Südstadt fit und soll das Mittelfeld der Fortuna in der 3. Liga bereichern. „Ich bin sehr glücklich, wieder in meiner Heimat bei einem Traditionsverein spielen zu können.“ Der Kölner mit bosnischen Wurzeln startete die letzte Saison beim Hauptstadtklub FK Sarajevo, wurde dort aber nach einem Trainerwechsel im Winter ausgebootet. „Dennoch bin ich gestärkt aus der Situation hervorgegangen“, so Bisanovic, der in der Jugend des 1. FC Köln groß geworden ist. „Ich erinnere mich gern an die Zeit beim FC zurück“, so der Mittelfeldspieler, der sich jetzt auf seine neue Aufgabe freut. „Mein Eindruck ist durchweg positiv. Gute Spieler und ein kompetenter Trainer, der mich weiterbringt.

SASCHA MARQUET
DER ANTREIBER
Schon lange war Sascha Marquet auf Uwe Koschinats Radar gelandet. Zusammen mit dem heutigen Fortunen Kristoffer Andersen avancierte der 1,88 Meter große Offensivakteur bei Alemannia Aachen zum Fixpunkt. „Im zentralen Mittelfeld, vielleicht auf der 8, fühle ich mich am wohlsten, wenn ich mit dem Ball nach vorne preschen kann“, strebt Marquet auch bei der Fortuna den Platz neben Andersen an. Doch geradlinig verlief seine Karriere in Aachen nicht. „Er war zu schnell zufrieden“, kritisierte ihn Ex-Coach René van Eck. Seine Schwankungen hat Marquet, in Bayer Leverkusens Jugend groß geworden, abgelegt. Durch neun Tore und vier Vorlagen schaffte der 24 Jahre alte Ex-Stürmer seinen Durchbruch in der vierten Liga – und dank des Wechsels in die Südstadt auch den Aufstieg.

MARCO BAN
DER INSTINKTSPIELER
Meister & Pokalsieger – Marco Bans Vita liest sich hervorragend. In der Jugend des 1. FC Köln holte der 19 Jahre alte Angreifer die wichtigsten Titel. Jetzt soll bei der Fortuna der Sprung in den Profifußball her. „Wenn Marco sich an das Tempo und die Härte gewöhnt hat, wird er unser Spiel weiter bereichern”, freut sich Koschinat über den Transfer des Sturmtalents. „Er ist ein Spieler mit einer interessanten Mischung aus Aggressivität gegen den Ball, aber auch dem nötigen Instinkt im Torabschluss.“ Bei der U21 der „Geißböcke“ traf der Sohn des FC-Zeugwarts Kresimir Ban zuletzt fünf Mal in 21 Spielen. Kommt der Angreifer mit Fortunas physischem Spielstil schnell klar, könnte er zur positiven Überraschung im Angriff werden.

BONE UAFERRO
DER ERSATZFELS
Den Fixpunkt einer der stärksten Regionalliga-Teams sicherte sich die Fortuna: Von Schalkes Reserve kommt Innenverteidiger Boné Uaferro in die Südstadt und soll den am Knie verletzten Kapitän Daniel Flottmann vertreten. „Schalke habe ich als Bühne genommen, um den Schritt nach oben zu schaffen“, so der gebürtige Berliner. Den schafft er jetzt in Köln: Körperlich robust, kopfballstark und athletisch wirkt der fünffache Juniorennationalspieler, einst bei Union Berlin als großes Talent gehandelt, wie geschnitzt für Uwe Koschinats Anforderungen. Gerade angesichts des Ausfalls von Sebastian Zinke (Bandscheibenvorfall) könnte er ganz schnell wichtig werden.

LARS BENDER
DER NAMENSVETTER
Schon bei der Verpflichtung witzelten die Ersten: „Lars Bender? Aber nicht den von Leverkusen, oder?“ Nein, die Fortuna machte keinen Sensationscoup perfekt und holte keinen Nationalspieler. Sein Trierer Namensvetter wechselt in die Südstadt. Schnelligkeit und Dynamik – egal, wo er spielte, das sind die ersten Vorzüge, die dem offensivstarken 26-Jährigen nachgesagt werden. Koschinat wird es wissen: Bender stammt aus der Koblenzer Jugend, der Fortuna-Coach kennt ihn aus dieser Zeit. Nun zieht es den 1,86 Meter großen Mittelfeldakteur zurück zu seinem alten Trainer. Rechts könnte Bender, der auch in Offenbach Drittligaerfahrung sammelte, zusammen mit Jan-André Sievers ein starkes Duo bilden.

JOHANNES RAHN
DER ALTE BEKANNTE
Kein unbeschriebenes Blatt ist der 28-Jährige – zumindest für Trainer Koschinat, der mit dem Offensivmann bereits in Koblenz zusammengearbeitet hat. Nachdem er zuletzt in Bielefeld nicht mehr zur Stammelf zählte, finden die beiden nun in der Südstadt wieder zusammen. Und der 1,92 Meter große Rahn passt perfekt ins Beuteschema: Taktisch flexibel kann er auf beiden Außenbahnen und im Angriffszentrum eingesetzt werden. Seine läuferische Qualität beeindruckte bereits Ex-Trainer Stefan Krämer: „Er hat einen Laktatwert, der ist unmenschlich. Jo kann 15 bis 16 Kilometer im Spiel laufen.“ Neben dem Rasen gilt Rahn allerdings als „Feingeist“ – er hat während seiner Karriere die Malerei für sich entdeckt.

LEON HEINE
YOUNGSTER MIT PERSPEKTIVE
Der 19-jährige Innenverteidiger wechselt aus der U19 von Bayer Leverkusen in die Südstadt. In den 22 Partien in der Bundesliga West im Vorjahr machte er drei Tore. Außerdem lief er regelmäßig in der UEFA Youth League auf, der Champions League für Nachwuchs-Mannschaften. Der Youngster soll den Kader der Fortuna in der Breite verstärken, wird aber nicht als Stammspieler erwartet.

DENNIS ENGELMANN
EINGEBAUTE OFFENSIV-POWER
Engelmann absolvierte in der U19 von Bayer Leverkusen im Vorjahr 24 Spiele. Dabei schoss er zwei Tore und bereitete sechs weitere vor. Keine schlechte Quote für einen Rechtsverteidiger mit ausgeprägtem Drang nach vorne. Das Talent ist zunächst für ein Jahr von der Werkself ausgeliehen. Denn auch Leverkusen weiß, dass dieser Spieler seinen Weg im Profifußball machen könnte. Bei Fortuna wird er erste Erfahrungen sammeln.

Thomas Reinscheid