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Köln.Sport

Big Point im Spitzenspiel

Fortuna Köln hat wenige Tage vor seinem 70-jährigen Vereinsjubiläum den Negativtrend gestoppt und einen Big Point im Kampf um die Aufstiegsränge eingefahren. Vor heimischer Kulisse besiegte der Südstadtclub den SV Wehen durch ein Tor von Daniel Keita-Ruel am Samstag mit 1:0 und darf weiter von der zweiten Liga träumen
Siegtor

Völlige Ekstase: Robin Scheu (rechts) und Siegtorschütze Daniel Keita-Ruel bejubeln den Treffer zum 1:0 und feiern einen Big-Point im Aufstiegsrennen (Foto: imago/Eibner)

Nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Folge wollte die Fortuna gegen den Mitkonkurrenten aus Wiesbaden zeigen, dass im Kampf um die Aufstiegsplätze durchaus noch mit ihr zu rechnen ist. Sechs Punkte trennten die Mannschaften vor der Partie in der Tabelle, mit einem Sieg wollten die Kölner den Abstand auf Rang drei und den SV Wehen auf drei Punkte verkürzen. So gingen es die Kölner auch gleich vom Start weg an, wodurch sich eine offene erste Halbzeit mit leichten Vorteilen für die Kölner ergab. Die beste Chance im ersten Spielabschnitt hatte Fortune Markus Pazurek mit einem Freistoß, der allerdings an den Querbalken schepperte. So ging es torlos in die Kabinen.

Keita-Ruel trifft

In der 56. Minute war es dann aber so weit: Nach einem schönen Ball in die Tiefe von Nico Brandenburger enteilte Daniel Keita-Ruel seinem Gegenspieler, kam von rechts im Gäste-Strafraum an den Ball und schloss mit einem strammen Schuss ins kurze Eck ab (56.). Es war bereits der zehnte Saisontreffer für Fortunas Mittelstürmer, der somit weiterhin zu den treffsichersten der gesamten Liga zählt.

Der andere Matchwinner: Torhüter Tim Boss. Nachdem Bernard Kyere den Wehener Max Dittgen im Kölner Strafraum gelegt hatte, entschied Schiedsrichter Bacher sofort und völlig zurecht auf Elfmeter. Für den SVW übernahm Manuel Andrist die Verantwortung und schoss sogar ziemlich hart und platziert in das vom Schützen aus gesehen rechte, untere Eck – doch Tim Boss hatte im Tor des Südstadtclubs einen Sahnetag erwischt und konnte die Kugel mit einem beeindruckenden Hechtsprung von der Linie kratzen (74.).

Erfreuliches Comeback

Die 1400 Gäste im Südstadion ahnten da bereits, dass es gut aussah mit dem ersten Kölner Dreier nach zuletzt drei sieglosen Partien in Serie. Mithelfen konnte in dieser Saison erstmals auch der bisher langzeitverletzte Kristoffer Andersen, der in der Schlussphase zur Absicherung kam und ein erfreuliches Comeback feierte. Er brachte den Sieg mit über die Zeit. Nach 25 Spielen haben die Kölner mit dem Sieg nun drei Punkte Rückstand auf Rang drei.

„Endlich haben wir mal gegen eine Mannschaft, die in der Tabelle über uns steht, gewonnen“, zeigte sich Uwe Koschinat nach dem Spiel erleichtert. Ähnlich sah es Siegtorschütze Keita-Ruel. „Wir haben ein großes Ziel und der Sieg gegen Wehen ist wieder ein kleiner Baustein, um dieses zu verwirklichen“, so der Mittelstürmer, der am Ende gar noch ein wenig philosophisch wurde. „Nicht die, die zuerst los laufen gewinnen das Rennen, sondern die, die zuerst durch das Ziel laufen.“ Und der Zieleinlauf geht weiter, am nächsten Freitag im Südstadion gegen Werder Bremen II.

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