Köln.Sport

„Mit 18 will ich bei den Profis Sein“

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Mit 16 Jahren wagt Thierno Ballo, Supertalent aus dem Nachwuchs des FC Viktoria Köln, den Sprung zum großen FC Chelsea nach England. Angst vor der Herausforderung hat er keine, dafür aber große Ziele, wie er im Köln.Sport-Interview verrät.
Thierno Ballo

Für die Viktoria lief Ballo (hier im Trikot der österreichischen U17) 25 Mal in der B-Jugend auf (Foto: imago/GEPA Pictures)

Schon in frühester Kindheit wurde Thierno Ballo mit den großen Herausforderungen des Lebens konfrontiert. Gerade einmal fünf Jahre alt war der heute 16-Jährige, als seine Mutter (aus Guinea) und sein Vater (Elfenbeinküste) nach Österreich auswanderten, genauer gesagt nach Linz, in die drittgrößte Stadt der Alpenrepublik. Auf einem Streetsoccer-Platz wird der junge Fußballer von Peter Huemerlehner, einem Jugendtrainer des SV Chemie Linz, entdeckt.

Dieser spricht den damals noch vereinslosen Kicker an und überredet ihn, sich seinem Klub anzuschließen. Glaubt man den Erzählungen, soll Ballo für die „Chemiker“ in zwei Jahren über 200 Tore erzielt haben, bevor der große Stadtrivale LASK ihn zu sich herüberholt. Und als Huemerlehner, der sich immer mehr zu Ballos Förderer entwickelt, beruflich nach Deutschland wechselt, nimmt er seinen Schützling einfach mit – und bringt den nunmehr 11-Jährigen im Jugendbereich von Bayer Leverkusen unter.

Mittlerweile trägt Ballo das Trikot des englischen Spitzenvereins FC Chelsea und will bald Profi werden. Zwischenstation auf seinem Weg: die Jugendabteilung des FC Viktoria Köln. Und das ging so: Nach einem Gala-Auftritt mit 14 Jahren für die U17 Österreichs im Jahr 2016 (siehe Interview) ist ganz Europa hinter Ballo her. „Er hätte zu jedem Verein wechseln können. Alle großen Clubs wollten ihn haben“, erklärt Huemerlehner. Ballo, Huemerlehner und die Familie nehmen die Nachwuchs-Akademien unter die Lupe und entscheiden sich für einen Wechsel zu Chelsea. Einziges Problem: Thierno ist damals noch keine 16 Jahre alt, darf laut Statuten nicht ins Ausland wechseln. Eine Übergangslösung muss her – und die Wahl fällt auf die Viktoria.

„Im Sommer 2016 wollten ihn alle haben. Sein Vormund entschied sich für einen Wechsel zu Chelsea. Da er aber noch nicht alt genug war, parkte ihn Chelsea bei uns. Wir haben das natürlich gerne gemacht“, erklärt Viktoria-Boss Franz-Josef Wernze. Am 3. Januar 2018 wurde Ballo 16 Jahre alt, der Wechsel konnte offiziell gemacht und vollzogen werden. Aus Köln ging es für den 22-fachen österreichischen Junioren-Nationalspieler nach London – mit dem Traum, schon bald als Profi in der Premier League aufzulaufen. Im Köln.Sport-Interview erklärt uns Ballo sein neues Leben in London, die Ziele für die nächsten Jahre – und wem er bei der Viktoria besonders dankbar ist.

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