Köln.Sport

Viktoria am Boden

Viktoria Köln holt dank aufopferungsvollem Kampf einen 1:0-Sieg in Jena, scheitert aber aufgrund der Hinspiel-Niederlage (2:3) in der Relegation. Nun stehen die Höhenberger trotz Meisterschaft mit leeren Händen da.

Marcel Gottschling (r.) verpasste mit seiner Viktoria trotz 1:0-Erfolg in Jena am Ende den Aufstieg in die 3. Liga (Foto: imago/Bild 13)

Jubel auf der einen, Enttäuschung auf der anderen Seite. Das Schicksal der Relegation schlug auch in Jena mit aller Härte zu. Denn während sich die Thüringer nach dem Spiel von ihren Fans feiern ließen, waren die Viktoria-Spieler schon in der Kabine – geflüchtet vor platzstürmenden Zuschauern, von denen offenbar nicht alle ihre Emotionen im Griff hatten. So wurde Michael Lejan nach Abpfiff von einem Plastikstuhl am Kopf getroffen, bevor er sich in die Kabine retten konnte.

Zuvor hatte die Mannschaft von Marco Antwerpen alles versucht, um die Bürde der 2:3-Hinspiel-Niederlage wett zu machen. Vor allem in der ersten Halbzeit war den Höhenbergern deutlich anzumerken, dass sie in Jena alles geben wollten, um den Traum vom Aufstieg doch noch Wahrheit werden zu lassen. Ohne den gesperrten Kapitän Mike Wunderlich und Torhüter Philipp Kühn, der nicht im Kader auftauchte, erspielte sich Antwerpens Team durch Felix Backszat (14.) und Marcel Gottschling, der die Latte anvisierte (23.), hochkarätige Möglichkeiten. Doch die so wichtige Kölner Führung wollte trotz aller Bemühungen nicht fallen.

In der zweiten Hälfte flachte die Partie im Ernst-Abbe-Sportfeld vor 13.800 Zuschauern weitestgehend ab. Die Viktoria schien bei warmen Temperaturen nicht mehr schlagkräftig genug, um die notwendigen zwei Tore zu erzielen. Doch als Fatih Candan dann in der 81. Minute nach Vorlage von David Jansen den Führungstreffer markierte, mobilisierten die Domstädter noch einmal alle Reserven. Carl-Zeiss Jena wackelte in den letzten zehn Minuten in mehreren Situation noch einmal gewaltig – ohne jedoch zu fallen. Und so blieb es am Ende beim 1:0-Sieg der Viktoria, der aufgrund der 2:3-Hinspiel-Niederlage jedoch wertlos war. Damit ist der Traum vom Aufstieg geplatzt. Die Höhenberger müssen auch in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga West an den Start gehen.

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